WMDEDGT im August

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Ich hatte es mir fest vorgenommen, endlich mal wieder mitzumachen. Jetzt ist es viertel vor 11, ich habe gerade ein Glas Sekt getrunken und sitze zwischen der zusammengelegten Wäsche, die ich während der 3. Folge Game of Thrones gefaltet habe und müsste mich auf den Weg ins Bett machen.

Begonnen hat mein Tag so um viertel nach 1, als die Kleine aufwachte, ich sie mit “heavy schuckeln” wieder beruhigte und gleich drüben blieb. In Gedanken gratulierte ich meinem Vater, der heute 69 geworden wäre. Um halb 3h gab’s dann wegen Unberuhigbarkeit und praktisch ausgefallendem Abendessen ne halbe Banane und ein bisschen Milch. Nach Gezappel und einigen Füßen im Gesicht zog ich mich zum Fußende zurück, las diesen Artikel und als die Kleine unter einem Kissen begraben endlich schlief, wanderte ich gegen halb 4 ins eigene Bett zurück. Wo um halb 5 die Große kam und ungeduldig auf ihre Rapunzel-Barbie hoffte. Die sollte Belohnung für eine Woche alleine einschlafen sein. Irgendwann schlief sie aber doch noch mal und ich wachte um viertel nach 7 von einem fröhlichen Gebrabbel der Kleinen auf, holte die Rapunzel aus dem Schrank (die hatte ich nämlich gestern vergessen zu verpacken) und ging zur Kleinen. Wir gammelten so in den Morgen, ich machte Essens- und Einkaufslisten im Trello und um halb 9 beschloss ich, die Große mal zu wecken. Sie freute sich über die Barbie und verschwand in ihrem Zimmer. Ich ging duschen und dann wachte auch der Mann auf.

Nach dem Frühstück machten die Große und ich uns auf zum Einkaufen und brachten noch Retouren weg.  Ich hatte zum ersten Mal eine Essensliste für die ganze Woche erstellt, um mal zu testen ob so weite Vorausplanung funktioniert. Ich versuche mich in Effizienzsteigerungen für den Jobeinstieg. Dementsprechend groß war der Einkauf. Aber nur mit der Großen ist es echt entspannt, der Kleinen muss ich immer hinter her rennen, die klettert aus allem raus.

Nach dem Einkauf setzte ich mich kurz in die Sonne, die sich überraschenderweise zeigte. Gute Entscheidung, denn als ich die kurze Hose anzog, weil die Jeans zu warm war, zogen dunkle Wolken und ein heftiger Schauer auf. Ich buk einen Kuchen, weil wir anlässlich des Geburtstags meines Vater bei meiner Tante zum Kaffee eingeladen waren. Ihm zur Ehre musste es eine Schokino-Fertigbackmischung sein, ich schwelgte etwas in Kindheitserinnerungen, wo es immer am Samstag diesen Kuchen bei ihm gab. Die Große hörte derweil ihr Anna&Elsa Hörspiel in der Dauerschleife und verwüstete dabei ihr Kinderzimmer. Dann bereitete ich noch einen Teil des Abendessens vor, zog der Kleinen nach dem Mittagsschlaf ein hübsches Kleidchen an und los ging es. Wir quatschten, und spielten und aßen Kuchen und erst am Ende erinnerten wir uns ein bisschen an das Leben mit meinem Vater. Manchmal kann ich immer noch nicht begreifen, dass er einfach nicht mehr da ist.

Wir kam viel zu spät nach Hause. Ich kümmerte mich um die Fortsetzung der Abendessenzubereitung, während der Mann den Kindern eine Dosensuppe machte, weil diese das Essen verschmähen würden (Spinat-Hackfleisch-Blätterteigtaschen). Wir aßen, die Kinder spielten und schauten Peppa Wutz. Ich brachte die Große ins Bett, der Mann die Kleine, alles ohne Drama. Es wurde auch keine weitere Belohung fürs alleine Schlafen (nach Vorlesen und Kuscheln) verlangt, ich glaube, wir haben das Thema jetzt geschafft *klopft auf Holz*.

So jetzt ist’s viertel nach 11, ich räum das Bett und dann geht’s Schlafen. Mindestens 10 Stunden, der Mann hat Kinder(nacht)dienst (yay!). Gute Nacht!

Hier gibt’s mehr vom Tage. 

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101 in 1001 – Update

Wirwachsen_101_2Nach 4 Monaten ist mal wieder Zeit für ein kleines Update der großen ToDo-Liste. Ein paar schönere und wichtige Punkte haben sich in den letzten Monaten erledigt und das muss ich hier mal festhalten:

Das allerwichtigste ist wohl Punkt #77 und diesen abgehakt zu haben überstrahlt alles. Ich habe einen richtigen Job gefunden – den Arbeitsvertrag unterschrieben. Jetzt muss ich nur noch die Kleine in die Krippe eingewöhnen und los gehts. Ich freu mich!

Aber auch ansonsten bin ich ganz gut dabei, sogar im Bereich Kultur ist endlich mal etwas dabei. Wir waren im Konzert (#23) – spontan in einem Kammerkonzert, das ins Große Haus verlegt wurde, also könnte man #22 gleich mit abhaken, aber das hebe ich mir für ein “richtiges” Theaterstück auf.

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Irgendwie waren wir ja auf Lanzarote schon auf einer Insel (#29), aber ich hatte mir unter dem Punkt eher eine hiesige Insel vorgestellt. Nun waren wir eine Woche auf Ameland und das gildet jetzt 😉 Gerne würde ich dieses Jahr noch auf eine (ost-)friesische Insel, aber das ist doch mit viel Aufwand verbunden und das Wetter muss passen.

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Wir waren Anfang Juni zum Familienbesuch in Hessen (#49), dabei ist auch ein Zahnarztbesuch abgefallen (#70). Ich habe es endlich mit dem Kind mal ins “Dschungelboot” (#55) geschafft. Wir waren früh da, sonst wäre es ziemlich anstrengend geworden.

Letzte Woche habe ich gerödelt als der Mann ein paar freie Tage hatte und habe die Kinderzimmer angemalt und ein bissl aufgehübscht (#59). Das hab ich jetzt schon eine Weile in meinem Kopf herumgeschoben und bin froh es nun gemacht zu haben, auch wenn durch meinen Job die Haussuche und ein möglicher Umzug näher rücken. Wenn ich mal alleine bin, schaffe ich es vielleicht auch, ein paar Bilder davon zu machen. (Dann wird das auch endlich mal wieder ein DIY-Post ;-))

Liv1Ich hab mir eine Liv (#67) aus einem schönen Hamburger Liebe Stoff genäht und mag es so gerne. Ein Probestück wartet da auch noch fertig gestellt zu werden… (dann wäre auch der Ufo-Punkt mal durch…)

An einigen weiteren Punkten arbeite ich, bzw. sie sind zum Teil sogar erfüllt, aber es befriedigt mich noch nicht so ganz. Zum Beispiel ist mein Yoga-Kurs ein VHS-Kurs, damit könnte ich, nachdem ich den nun ein halbes Jahr regelmäßig besucht habe, 3 Punkte auf einmal (#18, #19 und #26) abhaken. Aber für keinen fühlt es sich schon richtig an. Ähnlich geht es mir mit den Rezepten und dem Essengehen. Naja, ich habe ja noch ein bissl Zeit, es ist ja gerade “erst” Halbzeit.

Das war doch mal erfolgreich: Wieder 7 Punkte abgehakt und ein bisschen Kleinkram. Dann sind wir nun bei 31 von 101. Es ist spannend, welche Punkte mir Spaß machen und was ich wieder vergesse und dass ich doch gerne hier die Punkte abhake.

Hallo August.

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Oh Du letzter, süßer Monat Elternzeit, schönster Sommermonat in Norddeutschland, ich bin gespannt, was Du dieses Jahr bringst. Große Schatten wirfst Du voraus auf meinen Jobstart im September – so viele Dinge müssen und wollen bis dahin noch erledigt werden.

Im August werde ich

… ein Kind in die Krippe eingewöhnen

…  und damit (hoffentlich) 2 betreute Kinder haben

… Fenster putzen und auch noch mal die schlimmsten vergessenen Dreckecken angehen

… ein Wochenende in Hamburg verbringen, den Geburtstag einer Freundin feiern und auch sonst das Abstillen genießen 😉

… den Geburtstag meines Vaters “feiern”

… möglicherweise ein Reitkind haben

… mindestens noch einmal ins Freibad gehen

… furchtbar nervös ob meines ersten Arbeitstages sein

 

Inspiration von Carola von Frische Brise

The end of a never-ending story*

20170614_142608Ich hoffe, dass dieser Neuanfang nun endlich das Ende der endlosen Jobsuche ist. Ich habe die Zusage für einen Job. Laut der Arbeitsvermittlerin, die als Personalerin agiert, ein Job “bis zur Rente, wenn Sie mögen”. Puh, das weiß ich doch jetzt nicht. Ich bin gerade froh, dass wir zum ersten Mal länger als 3 Jahre in einer Wohnung wohnen, da kann ich noch nicht bis zur Rente denken. Egal, es ist ein Job mit einer langfristigen Perspektive. Ob er mir wirklich gefällt, werde ich wohl erst im Arbeiten herausfinden, aber er erfüllt viele Kriterien. Es ist ein Kommunikationsjob. Ich bin raus aus der Politik, aber trotzdem gibt es einen Bezug. Der Job ist international ausgerichtet, aber (noch) ohne Reisetätigkeit. 30 Stunden bringen echt mehr Geld für uns. Ich habe zum ersten Mal eine Frau als Chefin. Und ich habe diesen Job ohne Beziehungen bekommen, einfach durch eine Stellenausschreibung und (3!) Vorstellungsgespräche. Yay. Wermutstropfen ist leider, dass ich in die nächst größere Stadt pendeln muss – oder wir langfristig umziehen, weil auch der Mann da schon hinpendelt und gerade von seinem Arbeitgeber übernommen wird (vorher Arbeitnehmerüberlassung).

Gefühlt bin ich seit knapp 10 Jahren auf Jobsuche. Ende 2007 habe ich mein Studium beendet. Da habe ich angefangen, mich auf Jobs, Volontariate und auch Praktika zu bewerben. Und da sich da am Anfang immer nur kurzfristige Sachen ergaben – China, Berlin, Hamburg, war ich immer am weiter bewerben, bis ich dann 2009 in Leer landete. In meinem ersten “richtigen” Job. Aber da war ich unglücklich, weil ich immer noch Dresden liebte und vor allem den Mann dort hatte. Ich bewarb mich weiter in Dresden, um diese leidige Fernbeziehung beenden zu können. Dann wählten wir den “Heldennotausgang”, wie mein Vater diesen Weg immer so schön beschrieb. Wir machten einfach** mal ein Kind. Das würde mir Elternzeit bescheren und wir könnten entscheiden, wo wir weiter zusammen leben könnten. Zwischen Hamburg und Dresden fiel die Wahl auf letzteres. Meine erste Bewerbung schrieb ich als L. 6 Monate war, es war ein spannende Stelle an der Uni, die ich natürlich nicht bekam. Und auch sonst schob sich in der folgenden Zeit nichts zusammen, auch als die Betreuung gesichert war. Nun, ich landete in meiner Verzweiflung in meinem alten Job in Leer, weil auch des Mannes Vertrag in Dresden am Auslaufen war. Kaum eine Entscheidung habe ich mehr bereut. Erst der Tod meines Vaters brachte im Nachhinein Sinn in dieses Jahr, das ich so an Zeit mit ihm in der selben Stadt verbracht hatte. Der Abschied von Dresden fiel mir unendlich schwer und dann verlor ich den Job auch noch, hatte meine Familie 500km durch Deutschland gezerrt und der Mann hatte noch keinen neuen Job. Also bewarben wir uns beide. Der Mann zum Glück mit mehr Erfolg als ich, aber diesen Sommer der Unsicherheit hat sich tief in mein Hirn eingebrannt.

Mit wenigstens einem sicheren Job konnten wir dann immerhin das Parallelprojekt Kind 2 andenken. Wir scherzten, was wohl zurerst eintreffe – bei unserem Glück die Jobzusage zusammen mit dem positiven Test. Immerhin hatte ich (fast) schwanger noch 2 Gespräche aus denen aber – so im Nachhinein Gott sei Dank – nichts wurde. Ich arbeitete ein bisschen in einer Firma eines Freundes mit, lernte vieles und bastelte mir lustige Patchwork-Karriere-Ideen in Selbstständigkeit. nebenbei begleitete ich meinen Vater in seiner Krankheit und seinem Tod, räumte die Wohnung, kümmerte mich um den ganzen Scheiß, holte meine Mutter in die Stadt und bereitete die Ankunft meiner 2. Tochter vor. Auch bei ihr bewarb ich mich ohne die Betreuung schon 100%ig gesichert zu haben, hatte aber meine Mutter in der Hinterhand. Aber so richtig Fahrt in die Bewerbungskiste erst vor einigen Wochen gekommen, mit mehreren Gesprächen und am Ende tatsächlich einer Zusage. Ich bin sehr gespannt, morgen in einem Monat wird es losgehen.

 

*hoffentlich!

**das war schon wohlüberlegt und ein Wunschkind – einfach war es insofern schon, denn es klappte praktisch beim ersten Versuch nachdem ich die Pille abgesetzt hatte, trotz Fernbeziehung aka minikleinem Zeitfenster.

Hallo Juli!

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Schon ist die Hälfte von 2017 um. Das könnte eine spannende 2. Jahreshälfte werden, hier schiebt sich gerade jobmäßig was zusammen.

Also werde ich im Juli …

… hoffentlich einen Arbeitsvertrag unterschreiben

… mit meiner Familie, der Schwiegermutter und Freunden nach Ameland fahren

… tonnenweise Vla essen

… furchtbar nostalgisch ob all meiner Kindheitserinnerung an Hollandlaube sein

… 2 Wochen die Kinder alleine betreuen

… ein paar frische Babys kennenlernen

… die Kinderzimmer streichen

… Abstillen. Hoffentlich.

Ich hoffe, dass ich die Zeit mit meinen Kindern genießen kann, denn wenn alles klappt, werden wir im August mit Eingewöhnung in die Krippe starten und ich dann auch bald in meinem hoffentlich neuen Job.

Inspiriert von Frau Frische Brise.

 

Beitragsfreie Kita? Nein danke.

BücherburgLiebe SPD*,

ich finde es super, dass Du Dir endlich mal die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – vor allem für Frauen – auf die Fahnen geschrieben hast. Die beitragsfreie Kita ist da ein tolles Wahlkampf-Thema, einfach und griffig und für jedermann und -frau verständlich. Und so falsch.

Denn die Gebühren für den Kindergarten sind nicht (nur) das Problem. Ich habe das Glück, Kinder in den Zeitraum mit Rechtsanspruch (danke dafür!) auf eine Kindergartenbetreuung geboren zu haben. Ich habe mir (fast) nie Sorgen machen müssen, dass meine Kinder nicht betreut werden. Dass ich dafür Geld bezahle – das bei weitem nicht die realen Kosten abdeckt – war immer selbstverständlich. Natürlich habe ich dabei auch viel Glück gehabt, insbesondere nach dem Umzug, gleich einen schönen Krippenplatz zu finden. Und es ist Wahnsinn, was in den letzten Jahren an Kinderbetreuung geschaffen wurde, eben auch weil es den Rechtsanspruch gibt. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass die nächste Priorität 1. die Qualität und 2. die Verlässlichkeit der Betreuung auch über den Kindergarten hinaus sein muss. Zu 1.: Unser Kindergarten sucht seit einem Jahr neue Erzieher und Erzieherinnen, unsere Gruppe hat ständig Aushilfskräfte, in anderen gab es teilweise Notbetreuung, weil Krankheit sofort zum Zusammenbruch führte. Erzieher*innen werden immer noch viel zu schlecht bezahlt, was sicherlich auch die Attraktivität des Berufes schmälert – insbesondere für Männer. Wir haben das Glück eines männlichen Erziehers und ich finde es toll, dass meine Tochter erleben darf, dass es selbstständlich ist, dass auch Männer in diesem Beruf arbeiten.

Und zum Thema Gerechtigkeit: Eltern mit geringem Einkommen bezahlen heute durch Staffelungen schon wenig oder gar kein Geld für den Kindergarten und ich finde das richtig. Von mir aus kann das bis zu einem gewissen Einkommen auch gar nichts sein, aber eine generelle Betragsfreiheit finde ich derzeit ebenso ungerecht, denn Familien wie unsere können durchaus ihren Teil dazu beitragen. Klar, ein paar Hundert Euro würden unserer Haushaltskasse auch besser stehen, aber sie machen uns nicht arm. Viel lieber sehe ich, dass das Geld genutzt wird, die Qualität der Betreuung zu verbessern und um zum 2. Punkt von oben zu kommen – mir meine Angst vor der Einschulung der Großen zu nehmen. Denn nächstes Jahr kommt sie in die Grundschule: verläßlich bis um 13 Uhr. So machen wir, falls wir nicht den Jackpot im Hort-Losspiel ziehen, einen krassen Rückschritt von Ganztagsbetreuung auf Halbtagsbetreuung. Wenn ich ganz viel Pech habe, muss ich** meinen Job aufgeben oder eine Nanny anstellen. Die avisierte Grundschule (die ja Pflicht ist, außer ich entscheide mich für eine private) wird 2020/21 Ganztagsgrundschule. Das macht eine Betreuungslücke von 2 Jahren. Alle Betreuungs-Optionen sind wohl deutlich teurer als die paar Hundert Euro Beitrag.

Also, liebe SPD, bevor die Qualität nicht verbessert, der Mangel flächendeckend behoben, die Angestellten nicht besser bezahlt und die Nachmittagsbetreuung in der Grundschule nicht gesichert ist, ist die beitragsfreie Kita nur ein Geschenk für die besserverdienenden  Familien.

*Ich bin seit 2005 SPD-Mitglied.

**Ich könnte auch noch ausführlich darauf eingehen, warum das alles nur mich betrifft und nicht meinen Mann, aber das würde den Rahmen sprengen. Auch wenn ich es gerne anders hätte, ist mein Mann die meiste Zeit Haupternährer dieser Familie.

WMDEDGT

blumen

Also eigentlich muss ich _jetzt_ (11:38) gerade Muffins backen für das Mai-Fest im Kindergarten, das wettertechnisch eher in den Herbst als den Frühling passt. Aber dann habe ich bei Frau Stahldame gesehen, dass ja heute WMDEDGT ist und habe den Ansporn, es auch mal wieder zu versuchen.

Dieser Freitag liegt in einer der bisher terminintentsivsten Wochen des Jahres. Schulanmeldung, Eigentümerversammlung, Geburtstagseinladung, Mai-Fest, Europa-Empfang, Besuch der Schwägerin aus Norwegen. Und dann kam gestern noch spontan ein telefonisches Vorstellungsgespräch für heute rein. Puh. Also, toll, aber puh. Leider schläft die Kleine im Moment vormittags nicht verlässlich und so musste ich kurzerhand eine Betreuung für die 15 vorgeschlagenen Minuten organisieren. Erst dachte ich an meine Mutter, aber der Aufwand war nicht angemessen und sie hat noch ein wenig an einer kleinen Fuß-Op zu knapsen. Also, die Nachbarin gefragt, auf deren gleichaltrige Tochter ich selbst vor einiger Zeit aufgepasst hatte. Die schrieb, dass sie heute ins Krankenhaus müsse, weil ihr Gebärmutterhals sich stark verkürzt hätte (33. Woche), aber ihr Mann aufpassen würde. Ich stelle sicher, dass es wirklich ok ist und bin erleichtert, diese Möglichkeit zu haben. Die Nacht war leider ziemlich unruhig, nachdem die Kleine gestern schon um 18 Uhr heulend durch war. Sie versuchte zu schlafen, aber zappelte mich immer wieder wach. Ich schaue um 0.30h, 1.30h, 3.40h, 5.20h auf die Uhr und stille ein letztes Mal um 6.10h, dann schlafen wir noch bis um 7.05h. Immerhin. Ich glaube, so langsam bin ich reif fürs nächtliche Abstillen. #gähn.

Die Große will auch nicht so recht aus dem Bett, sie braucht im Moment lange zum Einschlafen abends und es wird immer später. Immerhin haben wir gestern Abend schon ein Kleidermännchen gemacht und so entfällt die leidige Auswahl. Ich mache die Kleine und mich fertig und bugsiere die Große dann ins Bad. Sie trödelt. Ich mache schon mal die Frühstücksdose und decke den Tisch. Nackt steht die Große dann vor mir und erzählt mir, dass sie sich schon gewaschen hat. Immerhin. Ich frühstücke dann einfach mal und hake es für die Große ab, die mit der Kleinen in ihrem Zimmer verschwindet. Ich nutze die Abwesenheit um schnell schon mal den Buggy runter zu tragen und auch ein bisschen Müll, den ich in der nachbarlichen Mülltonne auswildern will, weil unsere Tonnen seit der Ankunft von 4 Windelbabys im 3-Parteienhaus heilos überfüllt sind. Um 8h blase ich zum allgemeinen Zähneputzen und bestehe auf einer Jacke über dem sommerlichen Kleid.

Wir kommen fast pünktlich in den Kindergarten. Ich ärgere mich, keine Geld eingesteckt zu haben um Gutscheine für Essen und Trinken beim Fest zu kaufen. Wieder zu Hause wusele ich noch ein bisschen durch die Wohnung, lege mir die Unterlagen für das gespräch um 10 Uhr zurecht und versuche, die Kleine doch noch in den Schlaf zu stillen.Ich habe so meine Befürchtungen, ob sie bei dem Nachbar bleiben wird. Sie ist zwar nicht so eine “Männerhasserin” wie ihre große Schwester, aber so richtig gut kennt sie ihn einfach nicht. Schlafen klappt nicht. Dann mache ich mich um kurz nach halb 9 auf. Ich treffe noch die andere Nachbarin im Hausflur. Diese bietet mir auch noch ihre Hilfe an, da sie gerade von dem geplanten Krankenhaus der anderen Nachbarin erfahren hat. So dankbar, dass sich hier gerade ein schönes Netzwerk zusammenbaut.

Die Nachbarin ist noch nicht im Krankenhaus, liegt auf dem Sofa. Die Kleine ist sofort vom vielen elektrischen Spielzeug gebannt und nach ein paar Minuten gehe ich. Aber der geplante Anruf kommt und kommt nicht. Ich höre die Kleine von unten weinen und denke, dass sie wohl doch zu müde war. Um 20 nach 10 rufe ich einfach mal an. Niemand hebt ab. Mist. Aber bevor ich noch überlegen kann, was ich nun mache, werde ich zurück gerufen und bin im Telefonat. Das sehr nett verläuft, ich habe das Gefühl, das könnte passen. Aber meine Erfahrungen in den letzten Jahren sagen, bloß keine Hoffnung machen…

Nach dem Ende des Telefonat sprinte ich runter und nehme ein verheultes Baby aus dem Arm des Nachbarn. Sie war wohl einfach müde, aber auf dem Arm ging es. Ach mein armes Baby. Wir gehen hoch und schnurstracks ins Schlafzimmer, wo die Kleine auch nach wenigen Minuten eingeschlafen ist. Ich überlege kurz mit zu schlafen, aber die Muffins. Achja.

So, nun (12.23h) sind die Muffins im Ofen, gerade noch rechtzeitig, damit ich die Große um 13h aus dem Kindergarten holen kann, die sollen noch eine Pause haben, bevor es um 15h wieder losgeht.

So 22:00h, ich sitz endlich auf dem Sofa und komme dazu, den Rest vom Fest zu verbloggen. Die Kleine wachte um 20 vor 1 auf, so dass es peferkt für den Weg in den Kondergarten reichte. Wir haben uns viel Zeit für den Weg vom Kindergarten nach Hause gelassen, die Kleine mag immer mehr selbst laufen, leider auch auf die Straße. Zuhause haben wir noch die Muffins dekoriert, ein paar Nudeln mit Pesto vom Vortag  gegessen und ein bisschen gespielt, bis wir auch schon wieder losmussten. Das Frühlingsfest war sehr nett, trotz des Wetters. Wir haben Kuchen und Bratwurst gegessen, ein bisschen unterhalten, ständig dem Baby hinterher gewetzt und der Großen beim Turnen an der Turnstange zugeschaut. Endlich habe ich mir mal die Krippengruppe der Kleinen angeschaut und mit der Leitung gesprochen. Und dann war das Baby auch schon ziemlich durch und gegen den sehr körperlichen Protest der Großen sind wir dann kurz nach 5 heim. Tja, und gaben dem Teufelskreis nach, und legten das Baby schlafen, nachdem sie auf dem Heimweg schon fast weg war. Mann und Tochter holten sich noch eine TK-Pizza, ich mochte nur noch Skyr und Banane essen. Die Kleine habe ich dann um 18.45h wieder geweckt: Lieber kein Feierabend als noch so eine Nacht. Wir wuseln alle noch ein bisschen rum, lesen Zeitung und Buch und versuchen die Große Richtung Bett zu ordern. Die Kleine isst noch ein bissl Skyr und klettert über den Sessel in ihren Stall, wo sie dann anfängt zu heulen, weil eingesperrt. (#meinenerven und #hehe). Gegen 20:30h beschließe ich, dass der 2 Stunden-Regel (Mindestabstand zwischen 2 Schlafphasen. Immer.) ausreichend gehuldigt wurde und ziehe mit der Kleinen gen Bett. Sie trinkt lange, aber schlafen kann sie so schnell doch nicht. Nach Rumgewälze schläft sie schließlich, quer im Bett des Mannes, mit Kopf an der Kante. Ich ziehe sie rein, streichele sie… und wecke sie wieder auf. Mist. So ein Anfängerfehler. Es dauert, bis sie sich beruhigt und wieder eine Position zum Einschlafen findet. Jetzt Feierabend. Oder so.

Puh, was bin ich froh, dass die eigentlich hier und heute geplante Spielerunde des Mannes spontan ausgefallen ist. So, nun gute Nacht zusammen.

Hallo Mai!

Hallo Mai, wow, war nicht grad noch Weihnachten? Puh, das Jahr vergeht so schnell. Und nächste Woche nimmt der Monat gleich mal so richtig Fahrt auf.
Im Mai werde ich
… Die Große für die Schule anmelden (morgen 😱)
… Viel Geld auf einer Eigentümerversammlung ausgeben
… ein Frühlingsfest im Kindergarten feiern
… MitGastgeberin für einen Europaempfang sein
… Mir eine neue Nähmaschine kaufen (müssen! Bin schon 1 Monat ohne)
… Bei einem Kollegen/Chef vom Mann eingeladen sein
… Mit Mann und Maus beim lokalen Parteitag aufschlagen
… hoffentlich ein neues Menschlein in Hamburg begrüßen dürfen
Und dann ist schon Juni, und bald Ferien und das Jahr fast rum…. #ichwerdealt
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Inspiriert von Carola.

Statusupdate

Wirwachsen_101_2Es ist wohl mal wieder Zeit für ein Statusupdate in Sachen 101, das letzte ist *blätterblätter* huch schon  doch erst 3 Monate her. Schauen wer mal…

Ich miste im Moment ständig Spielzeug aus und habe manchmal das Gefühl, es ist mehr in den Schränken als verfügbar. Aber dann räume ich mal wieder auf und will ALLES wegschmeißen. (#3).

Yay, wir haben eine Lampe – gerade letztes Wochenende gekauft. Sie muss noch etwas poliert werden und aufgehangen, dann gibt es vielleicht auch noch mal ein Foto. Und wenn ich ganz viel Lust hab auch noch eine kleine Geschichte über den Kauf. (#4).

Und noch mal yay, mein Vorschwangerschaftsgewicht ist erreicht, also zumindest die Zahl vor dem Komma. Und da ich noch stille, also da obenrum auch noch was weggeht und mir meine Klamotten alle wieder passen ist das hiermit erledigt. Yay. (#16)

DSC_6922Wir waren auf Lanzarote und es war toll. Schönes Hotel, gutes Wetter, tolle Kinderbespaßung. Und fliegen war gar nicht so schlimm. (#30)

Ich habe es tatsächlich geschafft für 2016 ein Fotobuch zu erstellen.(#45)  Leider ist bisher das Fotobuch für die Kleine zum 1. Geburtstag untergegangen. Ich habe das fest vor, denn Layout Texte und Bilder sind zu großen Teilen bereits vorhanden. Dafür haben wir ab August einen Krippenplatz für die Kleine – was jetzt nicht sooo schwierig war, weil es ein Geschwisterplatz im Kindergarten der Großen ist (#54).

Ich habe Brot gebacken. Ein ganz simples, mit Hefe. Leider ist es nicht so toll geworden, war noch sehr feucht, wenn auch geschmacklich sehr lecker (#65).

Nachdem ich in mehreren Blogs davon gelesen hatte, habe ich den neuen Shopping-Service von Zalando – Zalon ausprobiert. Dabei ist ein neues Kleid rausgesprungen. Insgesamt fand ich die Erfahrung interessant, ich habe einige neue Marken für mich entdeckt. Aber ich hätte wohl noch genauere Angaben machen müssen, um ein besseres/passenderes Angebot zu erhalten (#69). Nägel waren zu Weihnachten lackiert (#75).

streifenhoseUnd zum Schluß noch etwas Kleckerkram: Ich habe ein UFO beendet (#84), eine 56er Hose, die an ein demnächst frisches Baby in Dresden geht, ich habe den Rechner gebackupt, mindestens 2x (#94), und ich habe gebloggt (#95).

Hm, 7 beendete Punkte und etwas Kleinkram ist doch gar nicht so schlecht. Andererseits sind 24 von 101 gerade mal 1/4 der Aufgaben… Ich mach mir mal eine Erinnerung um zum 15.April 1 Jahr im Rückblick zu schauen, was man so in 365 Tagen schaffen kann/will.

Augenblick, verweile doch…

20170221_112458Nein, ich bin nicht sentimental. Ich liebe es, meinen Kindern bei der Entwicklung zuzusehen, ihre eigene Freude an jedem Schritt weiter in diese Welt, in den Menschen hinein, der sie sein werden. Ich möchte auch nicht immer nur Babys hier haben, nein ich bin ganz furchtbar gespannt auf diese großen Kinder.

Aber manchmal, da liege ich abends neben so einem schlafenden Baby. Das liegt da, wie gemalt, ist erschöpft von einem neuen Tag voller Abenteuer und Entdeckungen. Und da möchte ich ganz kurz die Zeit anhalten und diesen Augenblick abspeichern für immer. Dieses überquellende Gefühl der Liebe und Fürsorge, das Gefühl des Gebrauchtwerdens, dieses Gefühl des kleinen, kuschligen Babys in meinem Arm möchte ich konservieren und hervorholen können, wenn mir streitende und heulende Kinder mal die Nerven strapazieren werden.