Einer geht…

SeeIn diesem Jahr steckt der Wurm. Nachdem das letzte vor allem in beruflicher und damit auch in finanzieller Hinsicht ein ziemlicher Tiefschlag war, folgt in diesem der existentielle Tiefschlag. Einer nach dem anderen. Der wohl gravierendste war der Tod meines Vaters im Mai. Die Diagnose Krebs Ende Februar markierte den Anfang vom Ende, das viel schneller und plötzlicher kam, als wir erwarteten. Einige Zeit später die nächste Krebsdiagnose in der Verwandtschaft. Dann erleidet ein geschätzter Professor einen Herzinfarkt mitten auf dem sonntäglichen Spielfeld und stirbt. Prominente Tote, die mich berühren: Philipp Mißfelder, so alt wie ich selbst. Hennig Mankell, so alt wie mein Vater. Letzte Woche dann die Nachricht, dass ein ehemaliger Arbeitskollege und Freund meiner Mutter sich das Leben genommen hat. Das Jahr der toten Männer. Ich bin sicherlich „geprimt“, wie der oben genannte Professor gesagt hätte, unterliege dem „Rudeleffekt“. Aber es fühlt sich an wie eine Welle, die mit sich reißt, was sich nicht festhält.

Ganz leise schleicht sich der Gedanke ein, dass alles Glück gefährdet ist, auch das kleine zappelnde Glück in meinem Bauch. Das kleine Glück, das genau 9 Monate nach dem Todestag seines Großvaters seinen errechneten Entbindungstermin hat.

Einer geht, einer kommt.

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