5 Monate kleines Mädchen

20160721_122916Liebe kleine Maus, ich bin mal wieder viel zu spät dran, heute bist 5 Monate und 5 Tage alt. Wir haben gerade Sommerferien und ich habe das Gefühl ich komme zu gar nichts. Weil ich so spät bin, ist es auch ein bisschen schwierig, die Entwicklungen der letzten Tage zu ignorieren, die ja schon in den nächsten Monat gehören.

Also, dieser Monat stand ganz unter dem Thema Greifen. Erst nur die Hände an sich, dann auch immer mehr Gegenstände. Hast Du am Anfang noch intensiv mit den hängenden Tieren/Gegenständen an deinem Spielbogen gespielt, ziehst du nun Dinge auf dem Boden vor. Die kannst Du prima zu Dir heranziehen und intensiv belutschen. Du verbringst immer mehr Zeit auf dem Bauch und scheinst Dich da sehr wohl zu fühlen. Du kreiselst auch schon ein wenig auf deiner Matte. Ein paar Mal hast Du Du nun auch schon gedreht, vor allem vom Bauch auf den Rücken, was aber bei genauerem Hinsehen immer eher ein Umfallen war. Auch die andere Richtung passiert gelegentlich, aber so richtig gesehen habe ich es nicht, weil du es immer heimlich machst und ich es erst an deiner veränderten Position bemerke. Ich habe das Gefühl, du hast das eine Weile sehr intensiv geübt, aber dann wurde Greifen wichtiger und so wurde der Fortschritt hier ausgesetzt.

Schlaf ist so eine Sache. Manchmal klappt es super, du schläfst tags 2 Stunden am Stück und ich denke wow. Und nachts gibt es auch gelegentlich mal 5 oder 6 Stunden am Stück. Aber es gibt auch alle 2 Stunden nachts und 20 Minuten Schläfchen am Tag. Manchmal kommst Du abends schwer zu Ruhe und ich dann schlecht ins Bett. Naja, wird sich alles eingrooven – oder noch viel schlimmer werden, wenn Du erst Zähne bekommst. Ärgerlich ist oft, dass Du Dir mit Lotte die Klinke in Hand gibst, also z.B. nach der Morgenwindel dann wieder einschläfst, wenn Lotte gerade aufwacht. Durch die Ferien habe jedoch gerade gut Gelegenheit, auch mal auszuschlafen. Wenn Du morgen gegessen hast, hältst Du es auch 2 oder 3 Stunden gut bei Deiner großen Schwester und Deinem Papa aus. Überhaupt – fremdeln oder Ablehnung gegenüber engen Familienmitgliedern gibt es bisher kaum. Nur deine Tante hatte bisher noch nicht so viel Glück. Sie erwischt Dich immer in Momenten, in denen viel Trubel ist und wenn Du müde bist und dann heulst Du schon mal. Einen ernsthaften Zusammenbruch hatten wir, als wir mal einen Abend zu einer Parteiveranstaltung gehen wollten. Es war warm, Papa zog sich eine lange Hose an und ich quetschte dich auch in lange Kleidung. Da bist Du einmal komplett ausgeflippt, das tat mir so leid. Ich hab das mit der Wärme erst überhaupt nicht realisiert. Wenn Du heulst kommen Dir ganz schnell die Tränen, das kenne ich von der Großen gar nicht, die zum ersten Mal mit 2 oder so „feucht“ geheult hat. Auch einige Ausflüge haben dich ein bisschen gequält, manchmal hast du einfach keinen Bock auf Auto und kannst da dann plötzlich nicht mehr richtig schlafen.

Auch wenn ich jetzt fast nur blöde oder anstrengende Sachen geschrieben habe, Du bist ein sehr zufriedenes Kind, aber durch deine große Schwester musst du halt durch eine Menge Sachen durch, die wir mit einem Baby sonst nicht gemacht hätten. Ich freue mich, wenn unser „Alltag“ mit Kindergarten nächste Woche wieder startet und wir wieder Rhythmus und Struktur und ein bissl Ruhe reinkriegen. Denn Ruhe kann die Große einfach ganz schlecht. Und Du brauchst sie – wenigstens zum Schlafen und zum Essen. Ansonsten findest Du Aktion und Bespaßung auch total super.

Decopatch Mini-Kommode

decopatch1Mein Vater hat uns eine Menge Zeug hinterlassen unter anderem auch einen Haufen Holzkisten in denen er seine Karten, Bilder und anderen Kleinkram aufbewahrte. Ich horte die nun im Keller und möchte sie nach und nach verschönern.

Heute eine kleine Kommode, die mein Nähzeug geordnet aufbewahren soll. Ich habe sie mit einer Kreidefarbe angestrichen und dann mit Decopatch-Kleber die Fronten der Schubladen aufgehübscht. Das Papier ist ein Geschenkpapier vom Möbelschweden, ebenso wie das Kasterl von IKEA sein müsste.

Ich find das ziemlich hübsch, auch wenn das präzise anpassen des Papiers an die Schubladen recht zeitaufwändig war.

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Kinder, Kinder

kinderDie Große schwitzt wie Papa. Die Kleine ist ein Kaltfuß wie Mama. Die Kleine ist kitzelig wie Papa. Die Große ist mutig wie Mama. Die Kleine hat empfindliche Augen wie Mama. Die Große hat blaue Augen, weder wie Mama noch wie Papa, dafür Oma und Opa und Tante. Die Kleine hat dunkle Augen wie Papa. Die Große plappert wie Opa. Die Kleine schläft wie ihre Tante, ausgiebig. Sie sehen sich ähnlich, und dann doch wieder nicht. Jeder ein Mensch für sich, mit einem besonderen Platz in meinem Herz.

Manchmal bin ich einfach so erstaunt über diese Kinder, die einfach so zu uns kommen. Diese Kinder, die wir gemacht haben, ohne (große) Anstrengung und jetzt einfach da sind. So sind, wie sie sind und nicht anders. Neue Menschen. Wenn man genau drüber nachdenkt ist das total irre.

WMDEDGT im Juli

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Einmal im Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag so? Mehr davon gibt es hier

Das war heute irgendwie so ein durchgewurschelter Alltagstag kurz vor den Ferien. Mal schauen, ob ich noch alles zusammen kriege.

Angefangen hat der Tag mit dem 2. Stillstopp des Tages um 5.48h. Zwei Minuten bevor der Wecker des Mannes geht. Leider war damit auch ein Schiss verbunden und damit Aufruhr, so dass das Baby pünktlich um 6.50h, zu meinem Weckerklingeln, wieder schlief. Ich machte mich schon mal auf in die Küche, machte mir einen Kaffee und beschloss Haferbrei zu kochen, weil ich weder Lust auf Müsli noch auf Cornflakes hatte. Nebenbei machte ich schon mal die Brotdrose fürs Kind fertig. Dann ging es auf zum Wecken. DIe Tochter hatte mal wieder in ihrem eigenen Bett geschlafen, allerdings erst spät, daher war das Wecken etwas mühsam. Essen war auch nicht so der Hit. Dann lenkte uns noch ein Krankenwagen in unserer Straße ab, der, wie sich zeigte, auch noch in unser Haus wollte. Ich befürchtete, die schwangere Nachbarin mit den Zwillingen habe vielleicht einen Blasensprung. Immerhin funktionierte Waschen und Anziehen ohne Stress, auch wenn es immer noch kein Elsa-Kleid zum Anziehen gab. Dafür nahm sie ein ein paar blaue Klamotten und zum vollständigen Glück fielen mir noch die blauen Garten-Crocs als Ergänzung ein. Am Ende war es dann doch 8.20h als wir das Haus verließen. Ich packte das gerade aufwachende Baby einfach im Schlafsack in den Kinderwagen und grapschte noch schnell den Einkaufszettel.

Im Kindergarten wurde das Kind schon erwartet, da ein Ausflug zu zwei Kindern nach Hause geplant war und sie noch schnell frühstücken sollte. Ich machte mich auf zum Einkaufen. Am Ende war das Baby dann ziemlich unleidlich und ich trug sie einen Teil der Strecke nach Hause. Da stillten wir dann erstmal in Ruhe, ich checkte mein Instagram während das Baby auf mir schlief. Ich legte sie weg und verräumte die Einkäufe und Bio-Kiste, wobei ich den schimmligen Rhabarber aus dem Kühlschrank entfernte und diesen gleich mal wischte. Die Nachbarin schrieb, dass sie unser Treffen morgen absagen müsse, weil sie mit Blasensprung im Krankenhaus sei – und da bleiben müsse, bis die Kleinen da sind. Ich hoffe, das da alles gut geht, sie hätte eigentlich noch fast 8 Wochen gehabt.

Das Baby wachte auf und wir stillten wieder. Sie hatte die letzten Tage nicht so richtig gut getrunken, erkältungsbedingt wahrscheinlich. Das schien sie dann heute nachholen zu müssen. Danach fiel mir ein, dass ich mir ja noch ein Croissant beim Bäcker geholt hatte. Ich verspeiste es und gleich noch das Kürbiskernbrötchen hinterher, das mein Mittag sein sollte. Satt war sie noch immer nicht. Also diesmal das Baby. Sie stillte und schlief dabei ein. Ich nutzte die Zeit, endlich mal die schon abgeklebten Kisten zu bemalen. Meine “kreative Pause” hielt 40 Minuten, da war die Dame dann schon wieder wach, diesmal verdauungsbedingt. Weil sie gerade wund ist – zum ersten Mal – legte ich sie mit dem nackten Po und Stulpen auf eine Wickelunterlage zum lüften. Ich schaute mir die 2. Runde vom #intheyarngardencal an und fing an zu häkeln. Dann packte ich das meckernde Kind in die Manduca. Sie schlief recht schnell, aber beim Ablegen wurde sie wieder wach. Also, Baby in die Wippe, und noch schnell die Spülmaschine aus- und einräumen und eine Maschine Wäsche anstellen, damit das Baby einen Schlafanzug am Abend hat.

Dann holten wir die Große aus dem Kindergarten ab und gingen ganz schnöde nach Hause. Ohne Nachmittagsprogramm, ohne Action. Dafür mit Motzen und Gejammer. Ein Blick in die Brotdose erklärte die unterirdische Laune. Fast voll. Also erstmal was Essen, die Reste und einen Obstteller. Ich hatte nach meinem üppigen 2.Frühstück auch irgendwie kein Mittag gehabt. Dann wollte die Große gerne mit dem Porzellangeschirr spielen und wir machten ein Kaffeekränzchen zu dem ich noch ein paar Kekse spendierte. Wir lasen 2 Bücher bis die Kleine so quengelig war, dass wir stillten und die Große sich in ihr Zimmer verzog. Ich packte die Kleine in die Manduca, wo sie auch relativ schnell schlief. Ich setzte mich aufs Sofa und häkelte ein bisschen, anstatt Essen zu machen. Der Mann kam auch bald, und wir beschlossen, dass das geplante Essen eh zu aufwendig war und der Mann schlug eine Hacksoße vor, damit das Hackfleisch weg kam. Ich häkelte noch die Runde fertig und legte das Baby weg, das aber noch mehr Essen wollte. Also stillten wir und waren pünktlich zum Essen fertig bzw. eingeschlafen.

Wir schauten alle zusammen Sandmännchen. Der Mann übernahm die Bettgehroutine bei der Großen und da wachte dann auch die Kleine wieder auf. Wir – surprise, surprise – Stillten. Ich schaute ein bissl nach Walkanzügen und Stoffen. Nach einer frischen Windel legte ich die Kleine auf ihre Matte und begann den Artikel. Der Mann war sogar schon um 20.20h bei der Großen fertig, das ist rekordverdächtig derzeit. Jetzt noch ein bissl häkeln und dann die Kleine überreden mal zu schlafen.

 

Hallo Juli!

JohannisbeereEin bisschen erkältet, nicht ganz so viel am Rechner und schon geraten alle Routinen auseinander. Also, hier erst am 3. Juli der Ausblick, inspiriert von Frau Frische Brise auf diesen Sommermonat. Also hoffentlich Sommer.

Im Juli werde ich …

… Johannisbeermarmelade kochen (also, hab ich gerade)

… ans Meer fahren

… am #intheyarngarden CAL teilnehmen

… zum Sommeryoga des Sportvereins gehen

… in Hamburg sein

… ausschlafen

… Urlaub auf Balkonien machen

… im See baden (hoffentlich)

 

Bitte, bitte lieber Sommer komm doch ein bisschen vorbei.