Vom Stillen

20161021_113806Der Pragmatismus sagt:
So ist es gedacht, es ist einfach und praktisch. Milch ist jederzeit verfügbar, sie ist auf die Bedürfnisse meines Kindes abgestimmt. Sie kommt in der passenden Menge und ist wohltemperiert. Ich brauche nichts einzukaufen, nichts sterilisieren oder unter Hungergebrüll abkühlen.
Die Liebe sagt:
Stillen ist mehr als nur Essen und Trinken. Es ist ein besonderes Band, das wir knüpfen. Vertrauen, Sicherheit, Liebe. Diese Nähe ist so schön, extra Kuscheleinheiten für alle. Mein Leib versorgt deinen. Ich halte dich, während du isst, während du Trost suchst, während du einschläfst.
Die Freiheit sagt:
Warum immer ich? Ich bin alleine dafür verantwortlich, dass du satt wirst und meist auch, dass du schläfst. Wäre es nicht schön, wenn der Papa dich auch mal füttern könnte? Ich würde gerne mal wieder ausschlafen oder ausgehen oder ein Glas oder 2 trinken.
Das ist meine persönliche Meinung und ich urteile über niemanden, der sein Baby anders ernährt.
Meine beiden haben immer die Flasche (und den Nuckel) verweigert. 
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In the Yarn Garden CAL

intheyarn_CALInstagram eröffnet gerade eine ganz neue Welt für mich. Zwar habe ich schon seit langem einen privaten Account da, aber erst seit ich den frauweizen Account habe, nutze ich dieses Social Media Tool für meine Interessen. Ich suche nach schönen anderen Accounts, nutze die Streams, die sich aus den Hashtags ergeben und bin täglich neu inspiriert. Unter anderem habe ich mich in Daisy-Grannys verknallt und plane schon ein neues Winterprojekt. Ein schönes Projekt für den Sommer war der #intheyarngardencal, der sich über knapp 6 Wochen zieht und dabei einen Kissenbezug als Resultat hat. Ziemlich perfektes Projekt für den Sommer und um endlich mal ein paar Reste vom schönerstricken Babydecken CAL zu verarbeiten:

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Ich habe die oben abgebildete Palette oben noch mal anpassen müssen. Das dunkle blau war mir dann doch zu nah an dem anderen Blauton. Außerdem reichte das weiße Garn nicht, da habe ich dann den Limetten-Ton benutzt, der auch schon das dunkle Blau ersetzte. Ich glaube ich möchte noch mal so ein Kissenbezug häkeln, aber in Farben, die eher zu unserer Einrichtung passen.

Hier dann noch das Rückteil, das fast noch mal genauso lange gedauert hat wie der Hauptteil. Da fiel dann auch so ein bisschen der Druck vom CAL weg, weil der damit zu Ende war.

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Nun haben die Teile hier eine ganze Weile rumgelegen bis ich es geschafft habe, sie zu blocken und endlich zusammenzuhäkeln. Und dann passte das 50er Kissen nicht. Obwohl ich extra schon Reihen weggelassen hatte, versank das Kissen darin. Also bin ich am Samstag-Nachmittag-Hölle beim Möbelschweden gefahren und habe noch ein 65cm Kissen gefunden. Das ist jetzt ein bissl zu groß und dehnt das ganze etwas zu sehr, aber mit ein bissl Gequetscht geht’s. Fertig. Tada:

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Thank you Charlotta! This CAL was a lot of fun and the pattern is amazing.

12 von 12 im Oktober

So, auch mal wieder dabei. Ich habe tatsächlich früh genug daran gedacht, um 12 Bilder zusammen zu kriegen. Jetzt muss nur noch das Baby mitmachenschlafen, dann gibt’s hier sogar heute noch was zu sehen.

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Das Geschirr der Großen bleibt unberührt. Wir sind spät dran, aber sie möchte noch kurz spielen und dann im Kindergarten frühstücken.

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Ich brauche Kaffee. Und freue mich immer noch über meine neuen Kaffeetassen.

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Ich blocke endlich mal die Rückseite vom #intheyarngardencal damit ich das Kissen endlich fertigstellen kann.

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Ein Runde Einschlafstillen für das Baby…

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… mit anschließendem Bettenburgenbauen.

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Ich nutze die Zeit zum Zuschneiden im Wohnzimmerchaos.

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Etwas tattrig muss gute Babyschlafzeit zum Essen nutzen.

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Meine Mama kommt am Nachmittag spontan vorbei und bringt Kuchen mit.

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Das Baby sollte schlafen, macht aber Quatsch.

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Ich fange an zu kochen, es gibt Kürbis.

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Das Baby turnt immer noch – im neuen Cardigan.

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Nach doch noch Knatsch mit müdem Baby und nichtalleinseinwollender Großen und langarbeitendem Mann jetzt noch eine Tasse Tee und Computer. Tada.

Mehr gibt’s wie immer bei Draußen nur Kännchen, die heute Geburtstag hat: Happy Birthday!

 

Friday Fives

Im Moment blogge ich nicht nur wenig, ich lese auch kaum noch Blogs. Meistens turne ich bei den Kurznachrichtendiensten oder Instagram rum. Da stoße ich gerade wieder auf die Friday Fives bei Nadine und mir fallen spontan 3 Dinge ein, die ich aufschreiben will, also mache ich mal wieder mit.

20161005_144309Froschkind – Die Große hat diese Woche ihr Froschabzeichen gemacht, eine Art Vorstufe zum Seepferdchen. Sie war stolz wie
Bolle. Und ich bin dankbar, ein so unkompliziertes, fröhliches Kind zu haben, das es jede Woche kaum erwarten konnte, ins Wasser zu springen.

Entscheidung – Seit Monaten renne ich einer Entscheidung bezüglich der Wohnung meiner Mutter hinterher. Jetzt ist sie endlich gefallen und sie wird es den Winter über warm haben. Puh.

Schlaf – Nach einigen furchtbaren Nächten mit vielenvielen Unterbrechungen freute ich mich über 4 Stunden Schlaf am Stück. Und dieses Gefühl, wach zu sein.

Superbaby – Ich wiederhole mich bestimmt, aber dieses Baby ist echt ganz schön cool. Was das so mitmacht – und dabei auch noch gute Laune hat. Strahlt und turnt und schläft. (naja,tags – über die Nächte reden wir ja hier nicht).

Verständnis – Ich hatte die Große auf eigenen Wunsch am Freitagnachmittag nach dem Kindergarten mit zum Einkaufen genommen. Ganz blöde Idee, die zu einem minutenlangen Heulanfall vor der Elsa-Barbie führte, die ich ihr einfach nicht kaufen wollte. Ich bin froh, dass ich in dieser Situation Verständnis für sie aufbringen konnte und die Kapazitäten hatte, selbst ruhig zu bleiben, obwohl das Kind heulend auf der Erde lag. Anschließend gabs nen Keks und einen Brief an den Weihnachtsmann.

 

 

 

3. Oktober

Heute vor 16 Jahren war ich plötzlich alleine in der großen neuen Stadt. 2 Tage zuvor war ich ausgezogen und umgezogen. Meine Mutter und mein Freund waren wieder gefahren – ich Landei war nun alleine auf mich gestellt. Ich lief zum Zentrum, denn passenderweise richtete ebendiese Landeshauptstadt die Feierlichkeiten zur deutschen Einheit aus: Dresden. Ich schaute mir an, wie Kanzler Gerhard Schröder aus der Semperoper kam und von einem jungen Mann eine Flasche Bier gereicht bekam.

Dresden – mein neues Zuhause, meine erste richtige “Heimat”. Der Ort an dem ich mein Studium absolvieren sollte. Ich lebte und liebte, wie man so schön sagt. Es war der Ort an dem ich erst mich fand und dann meinen Mann. Der Ort an dem meine erste Tochter geboren werden sollte. An Dresden verlor ich mein Herz. Ein Ort, den ich unter Tränen verlassen sollte und 1 gutes Jahr unter “Liebeskummer” litt. Wenn ich heute nach Dresden schaue bin ich traurig bis entsetzt.

Der 3. Oktober ist für mich ein Familienfeiertag. Ohne die deutsche Einheit sähe mein Leben heute wohl ganz anders aus.