3. Oktober

Heute vor 16 Jahren war ich plötzlich alleine in der großen neuen Stadt. 2 Tage zuvor war ich ausgezogen und umgezogen. Meine Mutter und mein Freund waren wieder gefahren – ich Landei war nun alleine auf mich gestellt. Ich lief zum Zentrum, denn passenderweise richtete ebendiese Landeshauptstadt die Feierlichkeiten zur deutschen Einheit aus: Dresden. Ich schaute mir an, wie Kanzler Gerhard Schröder aus der Semperoper kam und von einem jungen Mann eine Flasche Bier gereicht bekam.

Dresden – mein neues Zuhause, meine erste richtige “Heimat”. Der Ort an dem ich mein Studium absolvieren sollte. Ich lebte und liebte, wie man so schön sagt. Es war der Ort an dem ich erst mich fand und dann meinen Mann. Der Ort an dem meine erste Tochter geboren werden sollte. An Dresden verlor ich mein Herz. Ein Ort, den ich unter Tränen verlassen sollte und 1 gutes Jahr unter “Liebeskummer” litt. Wenn ich heute nach Dresden schaue bin ich traurig bis entsetzt.

Der 3. Oktober ist für mich ein Familienfeiertag. Ohne die deutsche Einheit sähe mein Leben heute wohl ganz anders aus.

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