Beitragsfreie Kita? Nein danke.

BücherburgLiebe SPD*,

ich finde es super, dass Du Dir endlich mal die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – vor allem für Frauen – auf die Fahnen geschrieben hast. Die beitragsfreie Kita ist da ein tolles Wahlkampf-Thema, einfach und griffig und für jedermann und -frau verständlich. Und so falsch.

Denn die Gebühren für den Kindergarten sind nicht (nur) das Problem. Ich habe das Glück, Kinder in den Zeitraum mit Rechtsanspruch (danke dafür!) auf eine Kindergartenbetreuung geboren zu haben. Ich habe mir (fast) nie Sorgen machen müssen, dass meine Kinder nicht betreut werden. Dass ich dafür Geld bezahle – das bei weitem nicht die realen Kosten abdeckt – war immer selbstverständlich. Natürlich habe ich dabei auch viel Glück gehabt, insbesondere nach dem Umzug, gleich einen schönen Krippenplatz zu finden. Und es ist Wahnsinn, was in den letzten Jahren an Kinderbetreuung geschaffen wurde, eben auch weil es den Rechtsanspruch gibt. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass die nächste Priorität 1. die Qualität und 2. die Verlässlichkeit der Betreuung auch über den Kindergarten hinaus sein muss. Zu 1.: Unser Kindergarten sucht seit einem Jahr neue Erzieher und Erzieherinnen, unsere Gruppe hat ständig Aushilfskräfte, in anderen gab es teilweise Notbetreuung, weil Krankheit sofort zum Zusammenbruch führte. Erzieher*innen werden immer noch viel zu schlecht bezahlt, was sicherlich auch die Attraktivität des Berufes schmälert – insbesondere für Männer. Wir haben das Glück eines männlichen Erziehers und ich finde es toll, dass meine Tochter erleben darf, dass es selbstständlich ist, dass auch Männer in diesem Beruf arbeiten.

Und zum Thema Gerechtigkeit: Eltern mit geringem Einkommen bezahlen heute durch Staffelungen schon wenig oder gar kein Geld für den Kindergarten und ich finde das richtig. Von mir aus kann das bis zu einem gewissen Einkommen auch gar nichts sein, aber eine generelle Betragsfreiheit finde ich derzeit ebenso ungerecht, denn Familien wie unsere können durchaus ihren Teil dazu beitragen. Klar, ein paar Hundert Euro würden unserer Haushaltskasse auch besser stehen, aber sie machen uns nicht arm. Viel lieber sehe ich, dass das Geld genutzt wird, die Qualität der Betreuung zu verbessern und um zum 2. Punkt von oben zu kommen – mir meine Angst vor der Einschulung der Großen zu nehmen. Denn nächstes Jahr kommt sie in die Grundschule: verläßlich bis um 13 Uhr. So machen wir, falls wir nicht den Jackpot im Hort-Losspiel ziehen, einen krassen Rückschritt von Ganztagsbetreuung auf Halbtagsbetreuung. Wenn ich ganz viel Pech habe, muss ich** meinen Job aufgeben oder eine Nanny anstellen. Die avisierte Grundschule (die ja Pflicht ist, außer ich entscheide mich für eine private) wird 2020/21 Ganztagsgrundschule. Das macht eine Betreuungslücke von 2 Jahren. Alle Betreuungs-Optionen sind wohl deutlich teurer als die paar Hundert Euro Beitrag.

Also, liebe SPD, bevor die Qualität nicht verbessert, der Mangel flächendeckend behoben, die Angestellten nicht besser bezahlt und die Nachmittagsbetreuung in der Grundschule nicht gesichert ist, ist die beitragsfreie Kita nur ein Geschenk für die besserverdienenden  Familien.

*Ich bin seit 2005 SPD-Mitglied.

**Ich könnte auch noch ausführlich darauf eingehen, warum das alles nur mich betrifft und nicht meinen Mann, aber das würde den Rahmen sprengen. Auch wenn ich es gerne anders hätte, ist mein Mann die meiste Zeit Haupternährer dieser Familie.

WMDEDGT

blumen

Also eigentlich muss ich _jetzt_ (11:38) gerade Muffins backen für das Mai-Fest im Kindergarten, das wettertechnisch eher in den Herbst als den Frühling passt. Aber dann habe ich bei Frau Stahldame gesehen, dass ja heute WMDEDGT ist und habe den Ansporn, es auch mal wieder zu versuchen.

Dieser Freitag liegt in einer der bisher terminintentsivsten Wochen des Jahres. Schulanmeldung, Eigentümerversammlung, Geburtstagseinladung, Mai-Fest, Europa-Empfang, Besuch der Schwägerin aus Norwegen. Und dann kam gestern noch spontan ein telefonisches Vorstellungsgespräch für heute rein. Puh. Also, toll, aber puh. Leider schläft die Kleine im Moment vormittags nicht verlässlich und so musste ich kurzerhand eine Betreuung für die 15 vorgeschlagenen Minuten organisieren. Erst dachte ich an meine Mutter, aber der Aufwand war nicht angemessen und sie hat noch ein wenig an einer kleinen Fuß-Op zu knapsen. Also, die Nachbarin gefragt, auf deren gleichaltrige Tochter ich selbst vor einiger Zeit aufgepasst hatte. Die schrieb, dass sie heute ins Krankenhaus müsse, weil ihr Gebärmutterhals sich stark verkürzt hätte (33. Woche), aber ihr Mann aufpassen würde. Ich stelle sicher, dass es wirklich ok ist und bin erleichtert, diese Möglichkeit zu haben. Die Nacht war leider ziemlich unruhig, nachdem die Kleine gestern schon um 18 Uhr heulend durch war. Sie versuchte zu schlafen, aber zappelte mich immer wieder wach. Ich schaue um 0.30h, 1.30h, 3.40h, 5.20h auf die Uhr und stille ein letztes Mal um 6.10h, dann schlafen wir noch bis um 7.05h. Immerhin. Ich glaube, so langsam bin ich reif fürs nächtliche Abstillen. #gähn.

Die Große will auch nicht so recht aus dem Bett, sie braucht im Moment lange zum Einschlafen abends und es wird immer später. Immerhin haben wir gestern Abend schon ein Kleidermännchen gemacht und so entfällt die leidige Auswahl. Ich mache die Kleine und mich fertig und bugsiere die Große dann ins Bad. Sie trödelt. Ich mache schon mal die Frühstücksdose und decke den Tisch. Nackt steht die Große dann vor mir und erzählt mir, dass sie sich schon gewaschen hat. Immerhin. Ich frühstücke dann einfach mal und hake es für die Große ab, die mit der Kleinen in ihrem Zimmer verschwindet. Ich nutze die Abwesenheit um schnell schon mal den Buggy runter zu tragen und auch ein bisschen Müll, den ich in der nachbarlichen Mülltonne auswildern will, weil unsere Tonnen seit der Ankunft von 4 Windelbabys im 3-Parteienhaus heilos überfüllt sind. Um 8h blase ich zum allgemeinen Zähneputzen und bestehe auf einer Jacke über dem sommerlichen Kleid.

Wir kommen fast pünktlich in den Kindergarten. Ich ärgere mich, keine Geld eingesteckt zu haben um Gutscheine für Essen und Trinken beim Fest zu kaufen. Wieder zu Hause wusele ich noch ein bisschen durch die Wohnung, lege mir die Unterlagen für das gespräch um 10 Uhr zurecht und versuche, die Kleine doch noch in den Schlaf zu stillen.Ich habe so meine Befürchtungen, ob sie bei dem Nachbar bleiben wird. Sie ist zwar nicht so eine “Männerhasserin” wie ihre große Schwester, aber so richtig gut kennt sie ihn einfach nicht. Schlafen klappt nicht. Dann mache ich mich um kurz nach halb 9 auf. Ich treffe noch die andere Nachbarin im Hausflur. Diese bietet mir auch noch ihre Hilfe an, da sie gerade von dem geplanten Krankenhaus der anderen Nachbarin erfahren hat. So dankbar, dass sich hier gerade ein schönes Netzwerk zusammenbaut.

Die Nachbarin ist noch nicht im Krankenhaus, liegt auf dem Sofa. Die Kleine ist sofort vom vielen elektrischen Spielzeug gebannt und nach ein paar Minuten gehe ich. Aber der geplante Anruf kommt und kommt nicht. Ich höre die Kleine von unten weinen und denke, dass sie wohl doch zu müde war. Um 20 nach 10 rufe ich einfach mal an. Niemand hebt ab. Mist. Aber bevor ich noch überlegen kann, was ich nun mache, werde ich zurück gerufen und bin im Telefonat. Das sehr nett verläuft, ich habe das Gefühl, das könnte passen. Aber meine Erfahrungen in den letzten Jahren sagen, bloß keine Hoffnung machen…

Nach dem Ende des Telefonat sprinte ich runter und nehme ein verheultes Baby aus dem Arm des Nachbarn. Sie war wohl einfach müde, aber auf dem Arm ging es. Ach mein armes Baby. Wir gehen hoch und schnurstracks ins Schlafzimmer, wo die Kleine auch nach wenigen Minuten eingeschlafen ist. Ich überlege kurz mit zu schlafen, aber die Muffins. Achja.

So, nun (12.23h) sind die Muffins im Ofen, gerade noch rechtzeitig, damit ich die Große um 13h aus dem Kindergarten holen kann, die sollen noch eine Pause haben, bevor es um 15h wieder losgeht.

So 22:00h, ich sitz endlich auf dem Sofa und komme dazu, den Rest vom Fest zu verbloggen. Die Kleine wachte um 20 vor 1 auf, so dass es peferkt für den Weg in den Kondergarten reichte. Wir haben uns viel Zeit für den Weg vom Kindergarten nach Hause gelassen, die Kleine mag immer mehr selbst laufen, leider auch auf die Straße. Zuhause haben wir noch die Muffins dekoriert, ein paar Nudeln mit Pesto vom Vortag  gegessen und ein bisschen gespielt, bis wir auch schon wieder losmussten. Das Frühlingsfest war sehr nett, trotz des Wetters. Wir haben Kuchen und Bratwurst gegessen, ein bisschen unterhalten, ständig dem Baby hinterher gewetzt und der Großen beim Turnen an der Turnstange zugeschaut. Endlich habe ich mir mal die Krippengruppe der Kleinen angeschaut und mit der Leitung gesprochen. Und dann war das Baby auch schon ziemlich durch und gegen den sehr körperlichen Protest der Großen sind wir dann kurz nach 5 heim. Tja, und gaben dem Teufelskreis nach, und legten das Baby schlafen, nachdem sie auf dem Heimweg schon fast weg war. Mann und Tochter holten sich noch eine TK-Pizza, ich mochte nur noch Skyr und Banane essen. Die Kleine habe ich dann um 18.45h wieder geweckt: Lieber kein Feierabend als noch so eine Nacht. Wir wuseln alle noch ein bisschen rum, lesen Zeitung und Buch und versuchen die Große Richtung Bett zu ordern. Die Kleine isst noch ein bissl Skyr und klettert über den Sessel in ihren Stall, wo sie dann anfängt zu heulen, weil eingesperrt. (#meinenerven und #hehe). Gegen 20:30h beschließe ich, dass der 2 Stunden-Regel (Mindestabstand zwischen 2 Schlafphasen. Immer.) ausreichend gehuldigt wurde und ziehe mit der Kleinen gen Bett. Sie trinkt lange, aber schlafen kann sie so schnell doch nicht. Nach Rumgewälze schläft sie schließlich, quer im Bett des Mannes, mit Kopf an der Kante. Ich ziehe sie rein, streichele sie… und wecke sie wieder auf. Mist. So ein Anfängerfehler. Es dauert, bis sie sich beruhigt und wieder eine Position zum Einschlafen findet. Jetzt Feierabend. Oder so.

Puh, was bin ich froh, dass die eigentlich hier und heute geplante Spielerunde des Mannes spontan ausgefallen ist. So, nun gute Nacht zusammen.

Hallo Mai!

Hallo Mai, wow, war nicht grad noch Weihnachten? Puh, das Jahr vergeht so schnell. Und nächste Woche nimmt der Monat gleich mal so richtig Fahrt auf.
Im Mai werde ich
… Die Große für die Schule anmelden (morgen 😱)
… Viel Geld auf einer Eigentümerversammlung ausgeben
… ein Frühlingsfest im Kindergarten feiern
… MitGastgeberin für einen Europaempfang sein
… Mir eine neue Nähmaschine kaufen (müssen! Bin schon 1 Monat ohne)
… Bei einem Kollegen/Chef vom Mann eingeladen sein
… Mit Mann und Maus beim lokalen Parteitag aufschlagen
… hoffentlich ein neues Menschlein in Hamburg begrüßen dürfen
Und dann ist schon Juni, und bald Ferien und das Jahr fast rum…. #ichwerdealt
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Inspiriert von Carola.

Statusupdate

Wirwachsen_101_2Es ist wohl mal wieder Zeit für ein Statusupdate in Sachen 101, das letzte ist *blätterblätter* huch schon  doch erst 3 Monate her. Schauen wer mal…

Ich miste im Moment ständig Spielzeug aus und habe manchmal das Gefühl, es ist mehr in den Schränken als verfügbar. Aber dann räume ich mal wieder auf und will ALLES wegschmeißen. (#3).

Yay, wir haben eine Lampe – gerade letztes Wochenende gekauft. Sie muss noch etwas poliert werden und aufgehangen, dann gibt es vielleicht auch noch mal ein Foto. Und wenn ich ganz viel Lust hab auch noch eine kleine Geschichte über den Kauf. (#4).

Und noch mal yay, mein Vorschwangerschaftsgewicht ist erreicht, also zumindest die Zahl vor dem Komma. Und da ich noch stille, also da obenrum auch noch was weggeht und mir meine Klamotten alle wieder passen ist das hiermit erledigt. Yay. (#16)

DSC_6922Wir waren auf Lanzarote und es war toll. Schönes Hotel, gutes Wetter, tolle Kinderbespaßung. Und fliegen war gar nicht so schlimm. (#30)

Ich habe es tatsächlich geschafft für 2016 ein Fotobuch zu erstellen.(#45)  Leider ist bisher das Fotobuch für die Kleine zum 1. Geburtstag untergegangen. Ich habe das fest vor, denn Layout Texte und Bilder sind zu großen Teilen bereits vorhanden. Dafür haben wir ab August einen Krippenplatz für die Kleine – was jetzt nicht sooo schwierig war, weil es ein Geschwisterplatz im Kindergarten der Großen ist (#54).

Ich habe Brot gebacken. Ein ganz simples, mit Hefe. Leider ist es nicht so toll geworden, war noch sehr feucht, wenn auch geschmacklich sehr lecker (#65).

Nachdem ich in mehreren Blogs davon gelesen hatte, habe ich den neuen Shopping-Service von Zalando – Zalon ausprobiert. Dabei ist ein neues Kleid rausgesprungen. Insgesamt fand ich die Erfahrung interessant, ich habe einige neue Marken für mich entdeckt. Aber ich hätte wohl noch genauere Angaben machen müssen, um ein besseres/passenderes Angebot zu erhalten (#69). Nägel waren zu Weihnachten lackiert (#75).

streifenhoseUnd zum Schluß noch etwas Kleckerkram: Ich habe ein UFO beendet (#84), eine 56er Hose, die an ein demnächst frisches Baby in Dresden geht, ich habe den Rechner gebackupt, mindestens 2x (#94), und ich habe gebloggt (#95).

Hm, 7 beendete Punkte und etwas Kleinkram ist doch gar nicht so schlecht. Andererseits sind 24 von 101 gerade mal 1/4 der Aufgaben… Ich mach mir mal eine Erinnerung um zum 15.April 1 Jahr im Rückblick zu schauen, was man so in 365 Tagen schaffen kann/will.

Augenblick, verweile doch…

20170221_112458Nein, ich bin nicht sentimental. Ich liebe es, meinen Kindern bei der Entwicklung zuzusehen, ihre eigene Freude an jedem Schritt weiter in diese Welt, in den Menschen hinein, der sie sein werden. Ich möchte auch nicht immer nur Babys hier haben, nein ich bin ganz furchtbar gespannt auf diese großen Kinder.

Aber manchmal, da liege ich abends neben so einem schlafenden Baby. Das liegt da, wie gemalt, ist erschöpft von einem neuen Tag voller Abenteuer und Entdeckungen. Und da möchte ich ganz kurz die Zeit anhalten und diesen Augenblick abspeichern für immer. Dieses überquellende Gefühl der Liebe und Fürsorge, das Gefühl des Gebrauchtwerdens, dieses Gefühl des kleinen, kuschligen Babys in meinem Arm möchte ich konservieren und hervorholen können, wenn mir streitende und heulende Kinder mal die Nerven strapazieren werden.

1 Jahr

dsc_7581.jpgLiebste kleine Tochter, ich schreibe das hier 2 Tage vor Deinem Geburtstag, vor Deinem 1. Geburtstag. Wow, das ging schnell rum, dieses Jahr. Ich schaue auf diese Bilder von Dir kurz nach der Geburt, ich versuche mir vorzustellen, wie klein Du warst. Man, das ist weit weg und Dein jetziges Ich so präsent. Du hast unsere Familie vollständig gemacht, Du bist das kleinegroße I-Tüpfelchen. Alle hast Du uns mit Deiner fröhlichen Art, Deinem Lachen – mal offen, mal verschmitzt, verzaubert. Du bist ausgeglichen und doch so hartnäckig in Deinen Entwicklungsschritten. Du fremdelst fast gar nicht und hast für jeden ein Lächeln übrig. Du schaust – fast schon seit Deiner Geburt – neugierig in die Welt, willst lernen, verstehen, nachmachen. Dein großes Vorbild ist Deine große Schwester. Hast Du in der ersten Lebenshälfte noch Deine ruhige Zeit am Vormittag genossen, vermisst Du sie mittlerweile, wenn sie mal einen Nachmittag weg ist. Aber auch L. ist fast immer fürsorglich um Dich bemüht, guckt, was Du gerade wieder anstellst und schleppt Dich in der Gegend rum. Manchmal habe ich ein bisschen Angst um Dich, aber dann lachst Du nur lauter.

Also, nun mal zu den „harten Fakten“ hier: Du läufst. Also, schon so längere Strecken, aber oft noch etwas torkelnd wie betrunken oder auf See, gerade wenn Du Schuhe anhast. Ja, die ersten Schuhe hat Dir Deine Oma auch schon gekauft, diesmal durften es sogar lilane sein, ich habe nicht auf „bunt“ oder „neutral“ bestanden. Für einen Jungen halten Dich eh die meisten, wenn Du nicht gerade wie „buntes Lutschbonbon“ angezogen bist. Die wenigen Haare sind da eben irreführend. Aber immerhin hast Du nun auch ein paar Zähne: Die ersten beiden oberen Schneidezähne habe ich kurz vor unserem Urlaub entdeckt und war ganz irritiert. Mittlerweile hat sich noch ein Eckchen von einem unteren Schneidezahn dazugesellt. Damit ist auch das Essen besser geworden. Von gut sind wir zwar immer noch weit entfernt, aber zumindest 2 halbe Portionen kriegt man am Tag in Dich hinein. Und gesnackt wird auch ganz gut. Ich glaube der wirkliche Durchbruch wird mit dem Familientisch und dem Selberessen kommen. Insgesamt scheinst Du aber auch weniger zu Essen oder zumindest weniger anzusetzen als Deine Schwester. Das hat auch die U6 bestätigt, Dein Gewicht ist auf jeden Fall unterdurchschnittlich. Du hast nicht Mal die 9 kg erreicht, die für das Mitnehmen auf dem Rad nötig wären. Aber die Ärtzin beruhigt mich, denn Du bist einfach zart und viele Babys nehmen in der 2. Hälfte des 1. Jahres nicht so gut zu, weil der Übergang zum Familientisch und die zunehmende Mobilität anstehen.

Auch sprachlich tut sich einiges bei Dir. Manchmal schimpfst Du richtig in Deiner Lautsprache. Und ich meine auch schon „Nanane“ für Banane rausgehört zu haben. Aber so richtig eindeutig ist seit gestern dein „Hallllo“ mit einer rausgestreckten Zunge beim L. Bevorzugt wenn Du Dir ein Telefon an das Ohr bzw. dahinter hälst – zu niedlich. Mamamam gilt immer noch eher als „gibt mir die Brust“, denn als Mama.

Der letzte Monat hat noch so einige aufregende Tage für Dich bereitgehalten: Wir sind zusammen in den Urlaub geflogen: Lanzarote. Ach, war das schön im Frühling, Sonne, Pool, Palmen. Und all inclusive, also mal um nix kümmern. Für Dich war das glaube ich nicht so erholsam, Du musstest Dich ganz schön unserem Rhythmus unterordnen. Gerade abends ist es oft spät geworden. Das Fliegen hast Du auch ziemlich gut mitgemacht, wobei die Zeit in der wir angeschnallt ruhig sitzen mussten, die anstrengendste war.

Heute, an Deinem Geburtstag zeigst Du uns, dass Du in den letzten Tagen einen Sprung gemacht haben musst. Körperlich und geistig. Du verstehst viel mehr, und fängst an, Dich verständlich zu machen. Du pustest ganz furchtbar niedlich als wir die Kerze auspusten. Du zeigst was Du willst, z.B. setzt Du Dich in Deinen Puppenwagen und signalisierst, dass Dich einer schieben soll – und auch was nicht. Und Du kletterst nun endlich auf Sessel und Sofa, wobei Du Dich freust wie eine Schneekönigin. Immer wieder hoch und runter, Mama guck doch! #meinenerven

Also, kleiner Sonnenschein: Schön, dass Du da bist. Ein Leben ohne Dich ist unvorstellbar geworden, wir lieben Dich sehr.

11 Monate

laufenDa ist er schon, Dein letzter Monatsgeburtstag. In einem Monat feiern wir schon Deinen 1. Geburtstag. Bis dahin hebe ich mir dann auch die volle Breite der “hach wie schnell die Zeit vergeht” Wehmut auf. Jetzt vermelde ich erstmal die größte neue Entwicklung. Ja, Du läufst. Noch nicht superstabil, aber es werden jeden Tag größere Strecken, Du trainierst sehr eifrig. In der ersten Januarwoche hast Du Deinen ersten Schritt gemacht. So klein, so zaghaft, man hätte ihn verpassen können. Und vielleicht habe ich auch Deinen erstenersten Schritt nicht gesehen? Aber es fühlte sich toll an. Und seitdem trainierst Du fleißig. Es werden jeden Tag größere Strecken, die Du laufen kannst. Im Moment bist Du ungefähr bei Wohnzimmer-Badezimmer.
Essen ist immer noch schwierig. Wir stillen immer noch ziemlich viel, aber zumindest mal ein weiches Brötchen und ein bisschen von unserem Abendbrot funktioniert. Wasser trinkst Du nun gerne aus deiner Flasche und auch immer mal wieder aus dem Glas. Dabei liebst Du es auch ein bisschen zu plantschen.
Du verstehst immer mehr und wirst auch mal laut, wenn es etwas nicht nach Deinem Willen geht. Gerade wenn Du müde bist, regierst Du schnell mal mit heulen auf ein Nein, oder das Wegnehmen von Dingen, die Du gerade nicht haben darfst.
Zähne sind immer noch nicht in Sicht. Schlafen wird auch nicht besser. Alle 2-3 Stunden und wenn es ganz blöd läuft, bist Du mal ne Stunde oder 2 wach nachts. Dafür schläfst DU tags immer noch Deine 2-3 Mal.
Wir waren jetzt ein paar paar Mal beim Babyturnen, das fandest Du ganz spannend. Insbesondere Schaukeln hats die angetan, da kommst Du wohl nach deiner Schwester, die ein totaler Schaukeljunkie – immer noch – ist. Und Klettern ist nach wie vor beliebt
Feinmotorisch beobachte ich, dass Du immer wieder versucht, Dinge in etwas hineinzuschieben. Ich bin gespannt, wie Du nächste Woche unseren Urlaub findest. Wir lesen uns wieder zu Deinem Geburtstag, yeah.

Hallo 2017!

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In 2017 werde ich

… einen 1. und einen 5. Geburtstag ausrichten

… ein Kind in die Krippe eingewöhnen

… in den Urlaub fliegen

… mir Kleidung selbst nähen

… hoffentlich einen Job finden

… meine 10-jährige Beziehung mit dem Mann feiern

2017 erscheit mir gerade wie ein weißes Blatt, ziemlich ungeplant, aber mit vielen Möglichkeiten, die unserem Leben eine neue Wendung geben könnten. Oder auch nicht. Ich wünsche mir jedenfalls sehr, wieder zu arbeiten und einen Job zu finden, in dem ich meine Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen kann. Ich bin gespannt, wie sich die Beziehung meiner Mädchen entwickelt je älter sie werden. Vielleicht findne wir ja auch noch ein Haus oder eine Wohnung, die unseren Bedürfnissen (noch) besser entspricht. Vielleicht treibt es uns aber auch weiter. Ich bin jedenfalls froh, dass nach den Katastrophen in 2014 und 2015 das Jahr 2016 ein bisschen Ruhe und Zufriedenheit in unsere Familie gebracht hat.

 

Inspiriert von Carola von Frische Brise.

10 Monate

20161214_114925-kopie10 Monate, wow 2-stellig also. Die Zeit rast, deine Entwicklung auch. Ich bin schon wieder 3 Tage überfällig, in der Vorweihnachtszeit war es schwierig. Aber in den 3 Tagen ist schon wieder so viel passiert, aber dazu vielleicht am Ende dieses Berichtes mehr.

Ach, Du bist so ein süßes Baby. Mit deinen großen, braunen Augen und Deinem zierlichen Körper und Gesicht unterscheidest Du Dich schon sehr von Deiner großen Schwester. Du bist fast immer gut drauf, fremdelst nur wenn Du müde bist und schenkst fast allen Menschen dein bezauberndes, immer noch zahnloses Lachen. Deine Lieblingsbeschäftigung ist nach wie vor belutschen – bevorzugt Papier und L.s Stifte. Du juchzt, wenn Du in der Küche die Trittleiter offenstehen siehst und Du da hochklettern kannst. Zum Klettern nutzt Du derzeit auch jede Gelegenheit. Wir haben Dich schon bei L. auf dem Tisch gefunden und auch aus Deinem Hochstuhl willst Du immer wieder rausklettern. Bei Oma U. gibt es zum Wintergarten hin 2 breite Stufen, die man nicht absichern kann. Da hälst Du Dich, zur Anspannung aller am liebsten auf. Allerdings hast Du auch recht schnell begriffen, dass man am besten rückwärts da runter kommt. Auch wenn Du das alles recht sicher bewältigst, alleine lassen kann man Dich da nicht.  Laufen lernen ist Dein großes Ziel. Du stehst mittlerweile sehr sicher und auch viel. Du läufst an Möbeln entlang und auch mal ein paar Schritte an der Hand. Weihnachten ist es nun nicht geworden mit dem frei Laufen, wie ich dachte als Du sogar schon mit 6 Monaten Stehen konntest. Aber es ist scheint nicht mehr weit zu sein, seit 3 Tagen stehst Du nun frei für einige Sekunden und versuchst auch aus dem Sitzen ohne Hilfe aufzustehen. Wenn nichts dazwischen kommt, denke ich das Du so in 2-3 Wochen Deine ersten freien Schritte machst. Vielleicht zu meinem Geburtstag?  Nachdem Du bei L.s Kinderturnen nicht mehr zu bremsen warst, haben wir jetzt auch mal die Krabbelgruppe ausprobiert. Ich denke, das werden wir wiederholen. Du liebst Action, immer mittendrin, möglichst viele Kinder. Da überwindest Du sogar Deine Müdigkeit, die Dich eigentlich quengelig macht.

Schlafen musst Du noch 2-3 mal am Tag, je nach Länge der Schläfchen. Ziemlicher Verlass darauf ist, dass Du nach dem Wegbringen von L. in den Kindergarten erstmal schlafen musst. Dann verteilen sich die Schläfchen über den Tag, zuletzt tendierst Du zu 2 längeren, einen am Vormittag und am (späteren) Nachmittag. Nachts wachst Du immer noch ziemlich regelmäßig alle 2-3 Stunden auf. Wenn es gut läuft, stillst Du und schläfst dann wieder, wenn nicht, dann windest Du Dich vor Pupsen oder bist auch mal ne Stunde wach. Meist recht gut gelaunt, nachts rumrennen oder so ist nur äußerst selten. Aber es hat sich nun ziemlich herausgestellt, dass Hülsenfrüchte bei mir eine unruhige Nacht bei Dir nach sich ziehen.

Das mit dem Essen bei Dir ist so eine Sache. Manchmal isst Du gerne, dann gibt es ein halbes Gläschen mittags, eine gute Portion Brei abends. Manchmal isst du praktisch gar nicht, dann Stillen wir wieder voll. Du magst gerne bei unseren Sachen probieren und auf dem Weihnachtsmarkt habe ich dich wohl mit Wurst angefixt. Du gnieschst Brötchen und magst Suppe und auch mal ein Stück Banane. Leider führt feste Nahrung auch immer noch zu einem festen Stuhl, obwohl Du auch gerne trinkst. So lange Du noch keine Zähne hast, erscheint mir flüssige Nahrung auch irgendwie das Naheliegende zu sein.

Baden ist eine große Freude für Dich, in der Badewanne, aber auch im Schwimmbad fandest Du es schon toll.

Neben den „großen Meilensteinen“ gibt es auch noch paar kleinere zu berichten. Du schnalzst allersüßst. Du kannst winken und an Heiligabend hast Du das Klatschen gelernt. Zum Auffressen niedlich. Auch in deiner geistigen Entwicklung gibt es klare Fortschritte. Du verstehst immer mehr. Zum Beispiel das Wort „nein“, und „sitzenbleiben!“. Aber auch „komm mit“. Wenn wir etwas vormachen, versuchst Du es nach zu machen. An Heiligabend hast Du innerhalb kurzer Zeit begriffen, wie der Kreisel zu betätigen ist.

Deine große Liebe ist Deine große Schwester. Du freust Dich, wenn sie endlich nach Hause kommt und Dich von dem langweiligen Morgen mit Deiner Mutter erlöst. Sie macht Quatsch mit Dir, fühlt sich aber auch immer wieder verantwortlich. Selten schließt sie Dich vom Spiel aus, nur wenn Du unbedingt was kaputt machen willst. Dann sagt sie schon mal laut Nein und bringt Dich so zum Weinen. Immer öfter verbringt ihr einfach gemeinsam Zeit in ihrem Zimmer, sie spielt und hört Hörspiel, Du belutscht irgendwas in ihrem „Spieleparadies“. Es freut mich wirklich, dass ihr schon so früh eine so gute Beziehung habt und auch gerne miteinander Zeit verbringt. Es ist zwar manchmal ganz schön anstrengend euch beide unter einen Hut zu kriegen, aber Euch beide auf meinem Schoß oder in meinem Arm entschädigt für so manches.

12 von 12 im Dezember

Also, irgendwann mache ich mal schöne Bilder, nicht nur Handyschnappschüsse. Dunkle Tage und Nieselwetter helfen da auch nicht viel. Mehr gibt’s wie immer bei DraußennurKännchen.

Hallo 12. Dezember.

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Der Tag startet mit der Lieblingstasse.

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Und Elch statt Baby im Tripp Trapp.

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Durch fiestesten Nieselregen in den Kindergarten. Und dann noch mal den halben Weg zurück, weil ich beim merke, dass ich die Frühstückstasche noch im Kinderwagen habe…

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Meine Mutter kommt spontan vorbei und bringt mir den 2. großen Brief vom Steuerberater. 2 von 3 Steuererklärungen von 2015 sind geschafft. Yay.

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Dann gibt es ein 2. Frühstück. Krümel für das Baby.

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Ich versuche ein bisschen was Kreatives neben dem müden Nicht-Schlaf-Baby zu schaffen. Es braucht ein paar neue Bodys.

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Dann versuchen wir es doch mal mit Schlafen.

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Rückentrage und Wäschezusammelegen ist ein Dreamteam.

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Hätte ich sie bloss mal so liegen lassen…

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Vom Staubsaugen, Kochen, Essen, Sandmannschauen mit der Großen, Topfschlagen, Brieffreundschaften spielen, vom erneuten Schlafversuch mit der Kleinen habe ich keine Bilder….

Mit dem wachen Quengelbaby komm ich erst spät dazu noch etwas in der Weihnachtswerkstatt zu werkeln. Hier entstehen bezogene Korkpads, als aufgehübschte Untersetzer oder als ungewöhnliche Pinnwand zu nutzen.

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Für alle Umgezogenen und Umziehenden gibts dieses Jahr Schlüsselbänder.

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Bis zum nächsten Jahr.