1 Jahr

dsc_7581.jpgLiebste kleine Tochter, ich schreibe das hier 2 Tage vor Deinem Geburtstag, vor Deinem 1. Geburtstag. Wow, das ging schnell rum, dieses Jahr. Ich schaue auf diese Bilder von Dir kurz nach der Geburt, ich versuche mir vorzustellen, wie klein Du warst. Man, das ist weit weg und Dein jetziges Ich so präsent. Du hast unsere Familie vollständig gemacht, Du bist das kleinegroße I-Tüpfelchen. Alle hast Du uns mit Deiner fröhlichen Art, Deinem Lachen – mal offen, mal verschmitzt, verzaubert. Du bist ausgeglichen und doch so hartnäckig in Deinen Entwicklungsschritten. Du fremdelst fast gar nicht und hast für jeden ein Lächeln übrig. Du schaust – fast schon seit Deiner Geburt – neugierig in die Welt, willst lernen, verstehen, nachmachen. Dein großes Vorbild ist Deine große Schwester. Hast Du in der ersten Lebenshälfte noch Deine ruhige Zeit am Vormittag genossen, vermisst Du sie mittlerweile, wenn sie mal einen Nachmittag weg ist. Aber auch L. ist fast immer fürsorglich um Dich bemüht, guckt, was Du gerade wieder anstellst und schleppt Dich in der Gegend rum. Manchmal habe ich ein bisschen Angst um Dich, aber dann lachst Du nur lauter.

Also, nun mal zu den „harten Fakten“ hier: Du läufst. Also, schon so längere Strecken, aber oft noch etwas torkelnd wie betrunken oder auf See, gerade wenn Du Schuhe anhast. Ja, die ersten Schuhe hat Dir Deine Oma auch schon gekauft, diesmal durften es sogar lilane sein, ich habe nicht auf „bunt“ oder „neutral“ bestanden. Für einen Jungen halten Dich eh die meisten, wenn Du nicht gerade wie „buntes Lutschbonbon“ angezogen bist. Die wenigen Haare sind da eben irreführend. Aber immerhin hast Du nun auch ein paar Zähne: Die ersten beiden oberen Schneidezähne habe ich kurz vor unserem Urlaub entdeckt und war ganz irritiert. Mittlerweile hat sich noch ein Eckchen von einem unteren Schneidezahn dazugesellt. Damit ist auch das Essen besser geworden. Von gut sind wir zwar immer noch weit entfernt, aber zumindest 2 halbe Portionen kriegt man am Tag in Dich hinein. Und gesnackt wird auch ganz gut. Ich glaube der wirkliche Durchbruch wird mit dem Familientisch und dem Selberessen kommen. Insgesamt scheinst Du aber auch weniger zu Essen oder zumindest weniger anzusetzen als Deine Schwester. Das hat auch die U6 bestätigt, Dein Gewicht ist auf jeden Fall unterdurchschnittlich. Du hast nicht Mal die 9 kg erreicht, die für das Mitnehmen auf dem Rad nötig wären. Aber die Ärtzin beruhigt mich, denn Du bist einfach zart und viele Babys nehmen in der 2. Hälfte des 1. Jahres nicht so gut zu, weil der Übergang zum Familientisch und die zunehmende Mobilität anstehen.

Auch sprachlich tut sich einiges bei Dir. Manchmal schimpfst Du richtig in Deiner Lautsprache. Und ich meine auch schon „Nanane“ für Banane rausgehört zu haben. Aber so richtig eindeutig ist seit gestern dein „Hallllo“ mit einer rausgestreckten Zunge beim L. Bevorzugt wenn Du Dir ein Telefon an das Ohr bzw. dahinter hälst – zu niedlich. Mamamam gilt immer noch eher als „gibt mir die Brust“, denn als Mama.

Der letzte Monat hat noch so einige aufregende Tage für Dich bereitgehalten: Wir sind zusammen in den Urlaub geflogen: Lanzarote. Ach, war das schön im Frühling, Sonne, Pool, Palmen. Und all inclusive, also mal um nix kümmern. Für Dich war das glaube ich nicht so erholsam, Du musstest Dich ganz schön unserem Rhythmus unterordnen. Gerade abends ist es oft spät geworden. Das Fliegen hast Du auch ziemlich gut mitgemacht, wobei die Zeit in der wir angeschnallt ruhig sitzen mussten, die anstrengendste war.

Heute, an Deinem Geburtstag zeigst Du uns, dass Du in den letzten Tagen einen Sprung gemacht haben musst. Körperlich und geistig. Du verstehst viel mehr, und fängst an, Dich verständlich zu machen. Du pustest ganz furchtbar niedlich als wir die Kerze auspusten. Du zeigst was Du willst, z.B. setzt Du Dich in Deinen Puppenwagen und signalisierst, dass Dich einer schieben soll – und auch was nicht. Und Du kletterst nun endlich auf Sessel und Sofa, wobei Du Dich freust wie eine Schneekönigin. Immer wieder hoch und runter, Mama guck doch! #meinenerven

Also, kleiner Sonnenschein: Schön, dass Du da bist. Ein Leben ohne Dich ist unvorstellbar geworden, wir lieben Dich sehr.

11 Monate

laufenDa ist er schon, Dein letzter Monatsgeburtstag. In einem Monat feiern wir schon Deinen 1. Geburtstag. Bis dahin hebe ich mir dann auch die volle Breite der “hach wie schnell die Zeit vergeht” Wehmut auf. Jetzt vermelde ich erstmal die größte neue Entwicklung. Ja, Du läufst. Noch nicht superstabil, aber es werden jeden Tag größere Strecken, Du trainierst sehr eifrig. In der ersten Januarwoche hast Du Deinen ersten Schritt gemacht. So klein, so zaghaft, man hätte ihn verpassen können. Und vielleicht habe ich auch Deinen erstenersten Schritt nicht gesehen? Aber es fühlte sich toll an. Und seitdem trainierst Du fleißig. Es werden jeden Tag größere Strecken, die Du laufen kannst. Im Moment bist Du ungefähr bei Wohnzimmer-Badezimmer.
Essen ist immer noch schwierig. Wir stillen immer noch ziemlich viel, aber zumindest mal ein weiches Brötchen und ein bisschen von unserem Abendbrot funktioniert. Wasser trinkst Du nun gerne aus deiner Flasche und auch immer mal wieder aus dem Glas. Dabei liebst Du es auch ein bisschen zu plantschen.
Du verstehst immer mehr und wirst auch mal laut, wenn es etwas nicht nach Deinem Willen geht. Gerade wenn Du müde bist, regierst Du schnell mal mit heulen auf ein Nein, oder das Wegnehmen von Dingen, die Du gerade nicht haben darfst.
Zähne sind immer noch nicht in Sicht. Schlafen wird auch nicht besser. Alle 2-3 Stunden und wenn es ganz blöd läuft, bist Du mal ne Stunde oder 2 wach nachts. Dafür schläfst DU tags immer noch Deine 2-3 Mal.
Wir waren jetzt ein paar paar Mal beim Babyturnen, das fandest Du ganz spannend. Insbesondere Schaukeln hats die angetan, da kommst Du wohl nach deiner Schwester, die ein totaler Schaukeljunkie – immer noch – ist. Und Klettern ist nach wie vor beliebt
Feinmotorisch beobachte ich, dass Du immer wieder versucht, Dinge in etwas hineinzuschieben. Ich bin gespannt, wie Du nächste Woche unseren Urlaub findest. Wir lesen uns wieder zu Deinem Geburtstag, yeah.

Hallo 2017!

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In 2017 werde ich

… einen 1. und einen 5. Geburtstag ausrichten

… ein Kind in die Krippe eingewöhnen

… in den Urlaub fliegen

… mir Kleidung selbst nähen

… hoffentlich einen Job finden

… meine 10-jährige Beziehung mit dem Mann feiern

2017 erscheit mir gerade wie ein weißes Blatt, ziemlich ungeplant, aber mit vielen Möglichkeiten, die unserem Leben eine neue Wendung geben könnten. Oder auch nicht. Ich wünsche mir jedenfalls sehr, wieder zu arbeiten und einen Job zu finden, in dem ich meine Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen kann. Ich bin gespannt, wie sich die Beziehung meiner Mädchen entwickelt je älter sie werden. Vielleicht findne wir ja auch noch ein Haus oder eine Wohnung, die unseren Bedürfnissen (noch) besser entspricht. Vielleicht treibt es uns aber auch weiter. Ich bin jedenfalls froh, dass nach den Katastrophen in 2014 und 2015 das Jahr 2016 ein bisschen Ruhe und Zufriedenheit in unsere Familie gebracht hat.

 

Inspiriert von Carola von Frische Brise.

10 Monate

20161214_114925-kopie10 Monate, wow 2-stellig also. Die Zeit rast, deine Entwicklung auch. Ich bin schon wieder 3 Tage überfällig, in der Vorweihnachtszeit war es schwierig. Aber in den 3 Tagen ist schon wieder so viel passiert, aber dazu vielleicht am Ende dieses Berichtes mehr.

Ach, Du bist so ein süßes Baby. Mit deinen großen, braunen Augen und Deinem zierlichen Körper und Gesicht unterscheidest Du Dich schon sehr von Deiner großen Schwester. Du bist fast immer gut drauf, fremdelst nur wenn Du müde bist und schenkst fast allen Menschen dein bezauberndes, immer noch zahnloses Lachen. Deine Lieblingsbeschäftigung ist nach wie vor belutschen – bevorzugt Papier und L.s Stifte. Du juchzt, wenn Du in der Küche die Trittleiter offenstehen siehst und Du da hochklettern kannst. Zum Klettern nutzt Du derzeit auch jede Gelegenheit. Wir haben Dich schon bei L. auf dem Tisch gefunden und auch aus Deinem Hochstuhl willst Du immer wieder rausklettern. Bei Oma U. gibt es zum Wintergarten hin 2 breite Stufen, die man nicht absichern kann. Da hälst Du Dich, zur Anspannung aller am liebsten auf. Allerdings hast Du auch recht schnell begriffen, dass man am besten rückwärts da runter kommt. Auch wenn Du das alles recht sicher bewältigst, alleine lassen kann man Dich da nicht.  Laufen lernen ist Dein großes Ziel. Du stehst mittlerweile sehr sicher und auch viel. Du läufst an Möbeln entlang und auch mal ein paar Schritte an der Hand. Weihnachten ist es nun nicht geworden mit dem frei Laufen, wie ich dachte als Du sogar schon mit 6 Monaten Stehen konntest. Aber es ist scheint nicht mehr weit zu sein, seit 3 Tagen stehst Du nun frei für einige Sekunden und versuchst auch aus dem Sitzen ohne Hilfe aufzustehen. Wenn nichts dazwischen kommt, denke ich das Du so in 2-3 Wochen Deine ersten freien Schritte machst. Vielleicht zu meinem Geburtstag?  Nachdem Du bei L.s Kinderturnen nicht mehr zu bremsen warst, haben wir jetzt auch mal die Krabbelgruppe ausprobiert. Ich denke, das werden wir wiederholen. Du liebst Action, immer mittendrin, möglichst viele Kinder. Da überwindest Du sogar Deine Müdigkeit, die Dich eigentlich quengelig macht.

Schlafen musst Du noch 2-3 mal am Tag, je nach Länge der Schläfchen. Ziemlicher Verlass darauf ist, dass Du nach dem Wegbringen von L. in den Kindergarten erstmal schlafen musst. Dann verteilen sich die Schläfchen über den Tag, zuletzt tendierst Du zu 2 längeren, einen am Vormittag und am (späteren) Nachmittag. Nachts wachst Du immer noch ziemlich regelmäßig alle 2-3 Stunden auf. Wenn es gut läuft, stillst Du und schläfst dann wieder, wenn nicht, dann windest Du Dich vor Pupsen oder bist auch mal ne Stunde wach. Meist recht gut gelaunt, nachts rumrennen oder so ist nur äußerst selten. Aber es hat sich nun ziemlich herausgestellt, dass Hülsenfrüchte bei mir eine unruhige Nacht bei Dir nach sich ziehen.

Das mit dem Essen bei Dir ist so eine Sache. Manchmal isst Du gerne, dann gibt es ein halbes Gläschen mittags, eine gute Portion Brei abends. Manchmal isst du praktisch gar nicht, dann Stillen wir wieder voll. Du magst gerne bei unseren Sachen probieren und auf dem Weihnachtsmarkt habe ich dich wohl mit Wurst angefixt. Du gnieschst Brötchen und magst Suppe und auch mal ein Stück Banane. Leider führt feste Nahrung auch immer noch zu einem festen Stuhl, obwohl Du auch gerne trinkst. So lange Du noch keine Zähne hast, erscheint mir flüssige Nahrung auch irgendwie das Naheliegende zu sein.

Baden ist eine große Freude für Dich, in der Badewanne, aber auch im Schwimmbad fandest Du es schon toll.

Neben den „großen Meilensteinen“ gibt es auch noch paar kleinere zu berichten. Du schnalzst allersüßst. Du kannst winken und an Heiligabend hast Du das Klatschen gelernt. Zum Auffressen niedlich. Auch in deiner geistigen Entwicklung gibt es klare Fortschritte. Du verstehst immer mehr. Zum Beispiel das Wort „nein“, und „sitzenbleiben!“. Aber auch „komm mit“. Wenn wir etwas vormachen, versuchst Du es nach zu machen. An Heiligabend hast Du innerhalb kurzer Zeit begriffen, wie der Kreisel zu betätigen ist.

Deine große Liebe ist Deine große Schwester. Du freust Dich, wenn sie endlich nach Hause kommt und Dich von dem langweiligen Morgen mit Deiner Mutter erlöst. Sie macht Quatsch mit Dir, fühlt sich aber auch immer wieder verantwortlich. Selten schließt sie Dich vom Spiel aus, nur wenn Du unbedingt was kaputt machen willst. Dann sagt sie schon mal laut Nein und bringt Dich so zum Weinen. Immer öfter verbringt ihr einfach gemeinsam Zeit in ihrem Zimmer, sie spielt und hört Hörspiel, Du belutscht irgendwas in ihrem „Spieleparadies“. Es freut mich wirklich, dass ihr schon so früh eine so gute Beziehung habt und auch gerne miteinander Zeit verbringt. Es ist zwar manchmal ganz schön anstrengend euch beide unter einen Hut zu kriegen, aber Euch beide auf meinem Schoß oder in meinem Arm entschädigt für so manches.

12 von 12 im Dezember

Also, irgendwann mache ich mal schöne Bilder, nicht nur Handyschnappschüsse. Dunkle Tage und Nieselwetter helfen da auch nicht viel. Mehr gibt’s wie immer bei DraußennurKännchen.

Hallo 12. Dezember.

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Der Tag startet mit der Lieblingstasse.

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Und Elch statt Baby im Tripp Trapp.

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Durch fiestesten Nieselregen in den Kindergarten. Und dann noch mal den halben Weg zurück, weil ich beim merke, dass ich die Frühstückstasche noch im Kinderwagen habe…

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Meine Mutter kommt spontan vorbei und bringt mir den 2. großen Brief vom Steuerberater. 2 von 3 Steuererklärungen von 2015 sind geschafft. Yay.

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Dann gibt es ein 2. Frühstück. Krümel für das Baby.

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Ich versuche ein bisschen was Kreatives neben dem müden Nicht-Schlaf-Baby zu schaffen. Es braucht ein paar neue Bodys.

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Dann versuchen wir es doch mal mit Schlafen.

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Rückentrage und Wäschezusammelegen ist ein Dreamteam.

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Hätte ich sie bloss mal so liegen lassen…

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Vom Staubsaugen, Kochen, Essen, Sandmannschauen mit der Großen, Topfschlagen, Brieffreundschaften spielen, vom erneuten Schlafversuch mit der Kleinen habe ich keine Bilder….

Mit dem wachen Quengelbaby komm ich erst spät dazu noch etwas in der Weihnachtswerkstatt zu werkeln. Hier entstehen bezogene Korkpads, als aufgehübschte Untersetzer oder als ungewöhnliche Pinnwand zu nutzen.

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Für alle Umgezogenen und Umziehenden gibts dieses Jahr Schlüsselbänder.

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Bis zum nächsten Jahr.

 

 

 

 

101 Dinge Update

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Ein vollendetes UFO #84

So, dringend mal wieder Zeit für einen Statusbericht in Sachen 101 Dinge. Der “Drive” hat deutlich abgenommen, wie auch die Bloglust generell, aber ab und an erledige ich doch einen der Punkte. Also, gehen wir mal durch.

Ich habe die Bankunterlagen sortiert. Yay. (Eigentlich müsste ich da auch noch Zeug lesen, und Entscheidungen treffen, aber das steht da ja nicht, also, FERTIG!) Ansonsten gibt es aus dem Bereich nur angefangene Aufgaben: ich habe einige Fenster geputzt, ein paar Dinge bei Ebay verkauft und wir haben uns zumindest auf eine Art Lampe geeinigt.

Ich besuche derzeit einen Yoga-Kurs, aber dadurch, dass ich gestern bereits das 3.Mal gefehlt habe, kann ich das leider nicht als regelmäßig bezeichnen. Gewicht geht runter, aber laaaangsam. Kultur und Freizeit sind auch etwas mau, wobei ich mit L. immerhin einmal Drachensteigen war. Auch im Schwimmbad waren wir, alle 4 zusammen.

Ich habe bestimmt neue Rezepte gekocht und gebacken, aber ich erinnere mich nicht so genau, außerdem will ich hier nur Dinge gelten lassen, die ich nicht oder nur kaum verändert habe. Das trifft vielleicht auf die aktuellen Plätzchen zu, da habe ich ein Reptbuch verwendet (daher kein Link).

Ich habe eine Tiramisu gemacht. Extra kinder- und stillfreundlich mit Kakao, aber die Große mocht es trotzdem nicht. Lecker wars trotzdem.

elbe-1Mit den nur für mich Dingen war ich recht erfolgreich. Ich war beim Frisör, was ich aber so schnell nicht wieder tun werde, das war ordntliches Futter für die Frisörphobie.
Ich habe gleich 2 Steine in die Elbe geworfen, an unterschiedlichen Stellen: einmal am Lüheanleger im Altern Land und dann in Dresden von der Augustusbrücke. Ich habe mir ein Shirt auf dem Flohmarkt gekauft.

Immerhin 5 ganze Punkte und ein bisschen Kleckerkram. Das ist hier echt was für den langen Atem.

 

 

9 Monate kleines Mädchen

— den Eintrag zum 8. Monatsbericht habe ich bloss angefangen, das Fragment steht hier am Anfang. —

Ich bin diesen Monat extrem überfällig. Mich in Ruhe hinzusetzen und nachdenken und aufschreiben fällt mir schwer. Du bist nun so richtig mobil geworden. Krabbelst schnell durch die Wohnung, ziehst Dich hoch und beginnst erste Kletterversuche zu machen. Meistens bist Du ein zufriedenes Baby. Du liebst Action so wie deine Schwester, immer gucken, immer mitdrin ist dir am liebsten. Aber Du brauchst auch noch deine Auszeiten an Schlaf und Stillen. Die funktionieren allerdings nur bei Ruhe, also vor allem ohne Deine Schwester. Das findet sie meist ziemlich doof.

Schön ist auch deine geistige Weiterentwicklung. Du kennst nun alle, die zu uns gehören. Man kann auch schon richtig Quatsch mit dir machen. Du spielst „Verstecken“ mit uns. Erst verstecke ich mich hinter einem Tuch und Du lachst laut auf, wenn Du mich wieder siehst. Und dann nimmst Du das Tuch und versteckst Dich. Und lachst auch da wieder laut, wenn Du mich oder einen anderen siehst. Neben dem Hochziehen ist deine Lieblingsbeschäftigung Belutschen. Metallische Teile, L.s Playmobil.

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20161122_140729Tja, weiter bin ich für den 8. Monatsbericht nicht gekommen und nun bist Du heute 9 Monate alt. Also, ein neuer Versuch, wenigstens den Status heute mal festzuhalten. Insgesamt hat sich Deine Entwicklung verlangsamt, zumindest die sichtbaren, krassen Sprünge. Du verbesserst kontinuierlich Deinen Stand und läufst auch schon ein paar Meter an Möbeln oder der Badewanne entlang. So zum Ende des 7.Monat konntest Du Dich in eine kniende Position aufrichten. Das hilft Dir, Dich noch besser hochzuziehen und auch im Kontakt mit Deiner Schwester. Neu in den letzten Tagen ist, dass Du aus der Position nun ein Bein aufstellst, als ob Du Dich aufrichten willst zum Aufstehen. Und Du hast das Klettern entdeckt. Erst bist Du die Stufe an der Fensterbank hoch gekommen, nun schaffst Du es die zwei Stufen der Trittleiter hoch. Nur runter bist Du noch nicht besonders sicher. Auch Dein Krabbeln ist viel schneller und sicherer geworden. Du nutzt es vor allem, um uns hinterher zu krabbeln, wenn wir einfach den Raum verlassen. Wenn Du müde oder hungrig bist, gerne auch mit empörtem Gejammer. Wenn Du etwas spannendes gefunden hast, hälst Du es aber auch eine Weile alleine im Zimmer aus, auch wenn offensichtlich niemand da ist.

Belutschen ist immer noch Deine Lieblingsbeschäftigung. Gerne Papier und metallische Dinge. Lottes Zauberstab findest Du auch super. Einen kleinen Juchzer entlockt Dir, in greifbarerer Nähe zu meinem Handy zu sein. Nach dem Wasserschaden durch L.s Belutschen bin ich da jedoch sehr konsequent.

Toben kann man mit Dir mittlerweile auch. Du liebst es, auf dem Bett zu kugeln, in die Luft gehoben zu werden und den Bauch gemiezelt zu bekommen. Das Paradies für Dich, ist es in L. Zimmer zu sein und zu spielen. Mit Lotte macht ihr manchmal richtig Quatsch. Überhaupt, Lotte himmelst Du an. Und sie findet dich auch ziemlich gut. Außer du belegst Mama mal wieder über Gebühr.

Essen ist schwierig. Langsam hattest Du begonnen, Dich für Brei zu interessieren, also für mehr als 5 Löffel. Aber das hat leider dazu geführt, dass Deine Verdauung sehr schwer wurde und Du Schmerzen beim Windel voll machen hattest. Du hast dann auch ziemlich konsequent angefangen, den Brei nur in sehr begrenzten Mengen zu Dir zu nehmen. In den letzten Tagen sind wir nun wieder bei fast voll Stillen. Entdeckt hast Du auch, dass man den Brei durch Brummen/Prusten schön verteilen kann. Ich frage mich noch, ob das einfach eine neue motorische Errungenschaft ist, die Du unbedingt ausprobieren möchtest oder ob das eine neue Art ist, auszudrücken, dass das Essen nicht so Deins ist. Mundmotorik scheint gerade ein Bereich zu sein, wo Du Dich entwickelst, denn neben dem Prusten kannst Du seit ein paar Tagen auch Schnalzen. Jedenfalls führt das viele Stillen dazu, glaube ich jedenfalls, dass Du nicht so richtig gut satt wirst. Nachts haben wir wieder einen 2 Stunden Rhythmus. Glaube ich, ich schaue nicht mehr auf die Uhr, denn wenigstens sind die Unterbrechungen kurz und wir sind zum Stillen im Liegen übergegangen.

Wir haben unserer erste größere reise mit der Bahn hinter uns. Wir waren zu einem beruflichen Treffen in Dresden. Das hat alles sehr prima geklappt, selbst Schlafen und Stillen haben wir – manchmal unter widrigen Umständen – gut hingekriegt. Dann wurde halt mal aufm Klo vom Italiener gestillt. Anstrengend wars es trotzdem, permanent die Bedürfnisse zu antizipieren und zu schauen, wie sie in den Ablauf passen. Aber du warst wie immer ein freundliches Baby, das sich gut beschäftigen kann, so lang es immer dabei ist und Trubel ist. Sogar das Schlafen in Räumen mit anderen Menschen hat gut geklappt.

Insgesamt bist ein großes Baby, aber bei weitem nicht so speckig wie Deine große Schwester. Du hast braune Augen und Deine Haare sind dunkel geblieben, auch wenn es noch nicht besonders lange sind. Glatzi-Babys liegen wohl bei uns in der Familie. Du sabberst immer mal wieder sehr viel, aber wir warten immer noch auf Deinen ersten Zahn.

Manchmal versuche ich mir vorzustellen, wie das war vor mehr als 9 Monaten, als Du noch nicht da warst. Und es fällt mir schwer, mich daran zu erinnern. Du bist so präsent, aber auch so freundlich und fröhlich, ähnlich wie Deine Schwester in manchen Dingen, aber doch besonders und eigen in so vielen anderen. Ich finde es so spannend, Dir beim Menschwerden zuzuschauen und Dich zu begleiten.

Vom Stillen

20161021_113806Der Pragmatismus sagt:
So ist es gedacht, es ist einfach und praktisch. Milch ist jederzeit verfügbar, sie ist auf die Bedürfnisse meines Kindes abgestimmt. Sie kommt in der passenden Menge und ist wohltemperiert. Ich brauche nichts einzukaufen, nichts sterilisieren oder unter Hungergebrüll abkühlen.
Die Liebe sagt:
Stillen ist mehr als nur Essen und Trinken. Es ist ein besonderes Band, das wir knüpfen. Vertrauen, Sicherheit, Liebe. Diese Nähe ist so schön, extra Kuscheleinheiten für alle. Mein Leib versorgt deinen. Ich halte dich, während du isst, während du Trost suchst, während du einschläfst.
Die Freiheit sagt:
Warum immer ich? Ich bin alleine dafür verantwortlich, dass du satt wirst und meist auch, dass du schläfst. Wäre es nicht schön, wenn der Papa dich auch mal füttern könnte? Ich würde gerne mal wieder ausschlafen oder ausgehen oder ein Glas oder 2 trinken.
Das ist meine persönliche Meinung und ich urteile über niemanden, der sein Baby anders ernährt.
Meine beiden haben immer die Flasche (und den Nuckel) verweigert. 

In the Yarn Garden CAL

intheyarn_CALInstagram eröffnet gerade eine ganz neue Welt für mich. Zwar habe ich schon seit langem einen privaten Account da, aber erst seit ich den frauweizen Account habe, nutze ich dieses Social Media Tool für meine Interessen. Ich suche nach schönen anderen Accounts, nutze die Streams, die sich aus den Hashtags ergeben und bin täglich neu inspiriert. Unter anderem habe ich mich in Daisy-Grannys verknallt und plane schon ein neues Winterprojekt. Ein schönes Projekt für den Sommer war der #intheyarngardencal, der sich über knapp 6 Wochen zieht und dabei einen Kissenbezug als Resultat hat. Ziemlich perfektes Projekt für den Sommer und um endlich mal ein paar Reste vom schönerstricken Babydecken CAL zu verarbeiten:

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Ich habe die oben abgebildete Palette oben noch mal anpassen müssen. Das dunkle blau war mir dann doch zu nah an dem anderen Blauton. Außerdem reichte das weiße Garn nicht, da habe ich dann den Limetten-Ton benutzt, der auch schon das dunkle Blau ersetzte. Ich glaube ich möchte noch mal so ein Kissenbezug häkeln, aber in Farben, die eher zu unserer Einrichtung passen.

Hier dann noch das Rückteil, das fast noch mal genauso lange gedauert hat wie der Hauptteil. Da fiel dann auch so ein bisschen der Druck vom CAL weg, weil der damit zu Ende war.

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Nun haben die Teile hier eine ganze Weile rumgelegen bis ich es geschafft habe, sie zu blocken und endlich zusammenzuhäkeln. Und dann passte das 50er Kissen nicht. Obwohl ich extra schon Reihen weggelassen hatte, versank das Kissen darin. Also bin ich am Samstag-Nachmittag-Hölle beim Möbelschweden gefahren und habe noch ein 65cm Kissen gefunden. Das ist jetzt ein bissl zu groß und dehnt das ganze etwas zu sehr, aber mit ein bissl Gequetscht geht’s. Fertig. Tada:

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Thank you Charlotta! This CAL was a lot of fun and the pattern is amazing.

12 von 12 im Oktober

So, auch mal wieder dabei. Ich habe tatsächlich früh genug daran gedacht, um 12 Bilder zusammen zu kriegen. Jetzt muss nur noch das Baby mitmachenschlafen, dann gibt’s hier sogar heute noch was zu sehen.

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Das Geschirr der Großen bleibt unberührt. Wir sind spät dran, aber sie möchte noch kurz spielen und dann im Kindergarten frühstücken.

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Ich brauche Kaffee. Und freue mich immer noch über meine neuen Kaffeetassen.

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Ich blocke endlich mal die Rückseite vom #intheyarngardencal damit ich das Kissen endlich fertigstellen kann.

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Ein Runde Einschlafstillen für das Baby…

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… mit anschließendem Bettenburgenbauen.

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Ich nutze die Zeit zum Zuschneiden im Wohnzimmerchaos.

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Etwas tattrig muss gute Babyschlafzeit zum Essen nutzen.

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Meine Mama kommt am Nachmittag spontan vorbei und bringt Kuchen mit.

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Das Baby sollte schlafen, macht aber Quatsch.

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Ich fange an zu kochen, es gibt Kürbis.

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Das Baby turnt immer noch – im neuen Cardigan.

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Nach doch noch Knatsch mit müdem Baby und nichtalleinseinwollender Großen und langarbeitendem Mann jetzt noch eine Tasse Tee und Computer. Tada.

Mehr gibt’s wie immer bei Draußen nur Kännchen, die heute Geburtstag hat: Happy Birthday!