Friday Fives

Im Moment blogge ich nicht nur wenig, ich lese auch kaum noch Blogs. Meistens turne ich bei den Kurznachrichtendiensten oder Instagram rum. Da stoße ich gerade wieder auf die Friday Fives bei Nadine und mir fallen spontan 3 Dinge ein, die ich aufschreiben will, also mache ich mal wieder mit.

20161005_144309Froschkind – Die Große hat diese Woche ihr Froschabzeichen gemacht, eine Art Vorstufe zum Seepferdchen. Sie war stolz wie
Bolle. Und ich bin dankbar, ein so unkompliziertes, fröhliches Kind zu haben, das es jede Woche kaum erwarten konnte, ins Wasser zu springen.

Entscheidung – Seit Monaten renne ich einer Entscheidung bezüglich der Wohnung meiner Mutter hinterher. Jetzt ist sie endlich gefallen und sie wird es den Winter über warm haben. Puh.

Schlaf – Nach einigen furchtbaren Nächten mit vielenvielen Unterbrechungen freute ich mich über 4 Stunden Schlaf am Stück. Und dieses Gefühl, wach zu sein.

Superbaby – Ich wiederhole mich bestimmt, aber dieses Baby ist echt ganz schön cool. Was das so mitmacht – und dabei auch noch gute Laune hat. Strahlt und turnt und schläft. (naja,tags – über die Nächte reden wir ja hier nicht).

Verständnis – Ich hatte die Große auf eigenen Wunsch am Freitagnachmittag nach dem Kindergarten mit zum Einkaufen genommen. Ganz blöde Idee, die zu einem minutenlangen Heulanfall vor der Elsa-Barbie führte, die ich ihr einfach nicht kaufen wollte. Ich bin froh, dass ich in dieser Situation Verständnis für sie aufbringen konnte und die Kapazitäten hatte, selbst ruhig zu bleiben, obwohl das Kind heulend auf der Erde lag. Anschließend gabs nen Keks und einen Brief an den Weihnachtsmann.

 

 

 

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3. Oktober

Heute vor 16 Jahren war ich plötzlich alleine in der großen neuen Stadt. 2 Tage zuvor war ich ausgezogen und umgezogen. Meine Mutter und mein Freund waren wieder gefahren – ich Landei war nun alleine auf mich gestellt. Ich lief zum Zentrum, denn passenderweise richtete ebendiese Landeshauptstadt die Feierlichkeiten zur deutschen Einheit aus: Dresden. Ich schaute mir an, wie Kanzler Gerhard Schröder aus der Semperoper kam und von einem jungen Mann eine Flasche Bier gereicht bekam.

Dresden – mein neues Zuhause, meine erste richtige “Heimat”. Der Ort an dem ich mein Studium absolvieren sollte. Ich lebte und liebte, wie man so schön sagt. Es war der Ort an dem ich erst mich fand und dann meinen Mann. Der Ort an dem meine erste Tochter geboren werden sollte. An Dresden verlor ich mein Herz. Ein Ort, den ich unter Tränen verlassen sollte und 1 gutes Jahr unter “Liebeskummer” litt. Wenn ich heute nach Dresden schaue bin ich traurig bis entsetzt.

Der 3. Oktober ist für mich ein Familienfeiertag. Ohne die deutsche Einheit sähe mein Leben heute wohl ganz anders aus.

Das Teetassenkleid

teetassenkleidEs sollte das Geburtstagskleid für die Große werden. Leider wurde es nicht ganz fertig, auch weil mir ordntlich einen abgebrochen habe. An diesem Kleidungsstück habe ich viel Lehrgeld gelassen. Ich habe mal wieder an den Schnitten rumgebastelt, dann eine furchtbare Farb- und Stoffkombi zugeschnitten und wieder verworfen, die Paspel verkackt, mich mit der ollen Nähmaschine und Jersey rumgeärgert – bis mir der Geduldsfaden einmal zu oft gerissen ist. Und zu guter letzt habe ich es auch noch geschafft, beim Annähen der Rüsche mit der Overlock in den Stoff zu schneiden. Wer genau hinsieht, sieht dort einen Stoffaufnäher-Schmetterling. Dann war das Kleid viel zu groß und ist auch jetzt, nach einem halben Jahr immer noch zu weit. Vielleicht nähe ich doch noch mal heimlich ein paar Abnäher rein. Die Große liebt es jedenfalls und fragt ständig, wann sie es anziehen darf. Da ihre Sachen im Kindergarten extrem strapaziert werden, mag ich sie so Sachen, in die viel Arbeit, Nerven und Herzblut geflossen sind, nicht so gerne anziehen lassen. Zudem hat sie bei vielen Teilen die Ärmel zerbissen.

Lehrgeld:

  • einfach mal mit nem Schnitt arbeiten, nicht alles selbst machen wollen
  • gedehnte Paspel ist noch mal ein anderer Schnack, holla
  • endlich mal ordentliches Garn kaufen
  • endlich mal eine neue Nähmaschine kaufen – ich glaube mein Aldi-Möhrchen hat nun ausgedient

Info: 

Schnitt ist ein Shirt-Schnitt Leo von pattydoo als Grundlage, den ich dann verlängert habe

Teetassen aka Funny Rain von Hamburger Liebe 

7 Monate

20160913_091213Dieser Monat war rasant, insbesondere was deine Entwicklung angeht. Ich dachte ja schon Deine Schwester sei fix gewesen, Du setzt noch einen drauf. Ein paar Tage nach deinem Halbjahresgeburtstag bist Du endlich “richtig” gekrabbelt. Deine Freude darüber, wie Du stolz die Knie und Arme nach vorne gesetzt hast – so schön. Gleich ein paar Tage später zeigte sich der Vorteil Deiner etwas ungewöhnlichen motorischen Übungen: Das Sitzen ist gleich mit erledigt. Aber beides reichte noch nicht: Stehen (also eigentlich Laufen) ist das Ziel und so hast Du Dich, obwohl das Krabbeln noch sehr langsam ist, gleich schon mit dem nächsten Fortschritt beschäftigt. Und auch das zu Deiner großen Freude. Du ziehst Dich hoch, an der Wippe, an dem Hocker oder im Laufstall und gluckst fröhlich und strahlst mich an. Ach, überhaupt, Du bist so ein fröhliches Kind, immer am Strahlen. Selbst wenn Du müde oder auch krank bist, kannst Du Dir für Dein Gegenüber noch ein Lächeln abringen. Zumindest wenn Du auf Mamas sicherem Arm bist. Fremdeln tust Du nur, wenn Du richtig müde bist. Auch den Raum kann ich mal verlassen, Du kannst Dich mit Belutschen und Hochziehen auch sehr gut selbst beschäftigen. Manchmal kommst Du nun auch schon hinter uns her. Das Zimmer Deiner großen Schwester mit all den aufregenden Kleinteilen hat schon eine gewisse Faszination. Noch kann man Dich z.B. mit einer Packung Taschtücher von den Spielen der Großen abenken, die nun so langsam Dein Zerstörungspotential erkennt. Deine Bewegungen sind noch langsam und einigermaßen vorhersehbar, so dass wir Blumen und andere gefärhliche Gegenstände noch in Sicherheit bringen können. Aber Du hast es auch schon geschafft, mit dem hochgebauten Duplohaus umzustürzen.

Beim Essen machen wir nur sehr langsam Fortschritte. Der Höhepunkt war nun ein halbes kleines Glas Möhren, dass Du gerne gegessen hast. Aber es gibt auch Tage, da geht gar nichts. Ich gebe Dir hin und wieder Obst zum Belutschen, Ablutschen, das scheinst Du ganz interessant zu finden. Seit ein paar Tagen habe ich nun die Babyschale gegen den Babysitz ausgetauscht, so dass Du nun richtig mit uns am Tisch sitzt. Das fühlt sich gut an, auch wenn Du noch nicht richtig mitisst. Meine Erfahrung mit der Großen, die ja nun wahrlich kein Kostverächter ist, sagt mir, dass deine Zeit auch noch kommt.

Die Nächte lassen derzeit sehr zu wünschen übrig. Du stillst häufig, machst manchmal die Windel voll und findest dann lange nicht in den Schlaf zurück. Dass ich schon mal regelmäßig 5 Stunden Schlaf am Stück bekommen habe, kommt mir gerade absurd vor. Nun bist Du auch das erste Mal richtig krank geworden, mit knapp 39 Fieber und Spuckerei. Letztere wohl durch den Virus bedingt, auch Deine große Schwester spuckt erstmal eine Runde wenn sie krank wird. Aber selbst als Kranke bist Du recht unkompliziert. Ich packe Dich in die Rücktrage und so kuscheln wir und ich kann dabei sogar noch ein paar Dinge erledigen. Schlafen und Essen funktioniert im Moment am besten im ruhigen Schlafzimmer. Wenn Du Deiner großen Schwester zu gucken kannst, ist das Essenangebot plötzlich sehr uninteressant.

Ach, Du kleine Maus – das Leben mit Dir macht viel Freude. Dein fröhliches Wesen und deine unkomplizierte Art machen es uns allen einfach. Man möchte Dich ständig knutschen. (Außer nachts).

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Taschenmassen

türkisIch hatte mir zu Weihnachten meine erste Großproduktion vorgenommen: Taschen für alle meine Kolleginnen und Kollegen. Eine Kollegin, die vor allem für unseren visuellen Auftritt zuständig ist und viel im Bereich visual facilitation unterwegs ist, hatte uns mit einem Sketchbook, Stiften und einer Einleitung zum Visualisieren und Sketchen versorgt.

hellblau2Da wollte ich mich auch einmal ausprobieren, Taschen für die Stifte zu machen und zu schauen, wie so eine Massenproduktion sich anfühlt, wieviel Zeit dafür drauf geht und ob ich mir vorstellen kann, mehr davon zu machen.

rosa

Well… Ich mag das Ergebnis, die Taschen sind sehr hübsch. Aber das ganze war schon ziemlich aufwändig und wenn ich überlege, wieviel man am Ende für so ein Täschli nehmen kann, bin ich zu langsam, um annährend wirtschaftlich zu sein. Dennoch: Eine wichtige Erfahrung, und schöne Ergebnisse hier zum Zeigen.

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Entstanden sind sie alle nach dem Tutorial von Hamburger Liebe, mal mit, mal ohne Paspel. Die Häkelapplikation ist ein “Insider” für unsere kleine Firma, in der es viel um Kreise geht.

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Gefreut haben sich alle, auch wenn es vielleicht nicht so den Stil des ein oder anderen getroffen hat.

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Und das hier sind sie alle. Die beiden oberen habe ich mir selbst unter den Nagel gerissen, bzw. die rote ist an die große Tochter gegangen, weil ich mir ihr Mäppchen so schamlos unter den Nagel gerissen habe. Die Fotoqualität lässt etwas zu wünschen übrig, aber ich war spät dran und die Taschen mussten dringend in die Post.

Taschen-lang

1001 Tage – Statusupdate 3

Ich bin etwas blogfaul derzeit. Der Kindergarten hat zwar wieder begonnen, aber ich bin gerade so beschäftigt, dass ich kaum Zeit finde, hier mal was aufzuschreiben. Beschäftigt bin ich vor allem kreativ. Auf Instagram kann man etwas davon sehen. Als ich heute endlich mal mein privates Trello Board angelegt habe, stellte ich fest, dass ich an 6 Dingen gleichzeitig arbeite. Und aus dem 1 Board sind mal schnell 3 geworden.

Also, gehen wir mal durch, welche von 101 Aufgaben bin ich angegangen:

Ich habe den Keller ausgemistet (#6). Jetzt liegt das Zeug im Wäschekeller und wartet auf den Sperrmüll.

Ich habe zumindest die Stühle verkauft (#14), leider nur angefangen.

decopatch1Ich habe Kisten gestaltet (#83), 1 für Süßigkeiten, eine für Nähzeug und 2 um darin meine Schnittmuster zu sortieren (#15).

Ich habe einen Rückbildungskurs gemacht (#17), auch wenn er am Ende nur 4 mal stattgefunden hat.

Ich habe eine neue Zeitschrift gekauft (#42), “selbst gemacht” – viel Inspiration, eher nicht so toll, wenn man eh zu viele Ideen und zu wenig Zeit hat.

20160802_124011Ich habe einen Ausflug mit meiner Mama und den Kindern ans Meer gemacht. (#52)

Endlich habe ich ein privates Trello Board (#87) eingerichtet. Fühle mich gleich viel organisierter. Hoffe, dass ich es wirklich nutze. Auch Backups habe ich gemacht. (#94)

Ein bissl was ins Internet habe ich ja doch geschrieben: Blog-Posts: 10 (#95) davon DIY-posts: 2  (#96).

Also, wieder insgesamt 5 Punkte zum Abhaken und einige angefangene. Es wird.

6 Monate kleines Mädchen

6-monateAn einem Montag, heute vor einem Jahr habe ich Dich das erste Mal gesehen. Nun bist Du schon ein halbes Jahr Teil unserer Familie, Du fröhliches und aufmerksames Baby. Manchmal glaube ich, Du bestehst nur aus Augen, aus großen dunklen Augen, die mich erst fragend ansehen und dann verschmitzt zum Lachen ansetzen. Und dann lachst Du dieses Babylachen, bei dem Dein ganzer Körper mitlacht. Du bist unglaublich freundlich, zu allen. Nur wenn Du sehr müde bist, erschreckst Du Dich leicht und andere Menschen als Mama oder Papa sind doof.

Dein Thema des letzten Monats war das Vorankommen. Schon kurz nach dem 5. Monatsgeburtstag begannst Du, Dich in den Vierfüssler aufzustellen. Du robbst, zu Anfang vor allem rückwärts, so langsam verfeinerst Du deine Technik: mal nach vorne werfen aus dem Vierfüssler, mal hoch in den Bärengang und die Knie weiter vorne aufsetzen und seit gestern kannst Du Dich über den Hintern wenden. Ich hätte gewettet, dass Du vor dem 6. Monat anfängst zu krabbeln, aber ich glaube ein paar Tage oder auch Wochen brauchst Du noch, um wirklich auf allen Vieren voranzukommen. Alles muss ausreichend trainiert werden.

Mit Spielzeug lässt Du Dich mittlerweile gut beschäftigen und auch das “Große-Schwester-Kino” hält Dich in Atem. Die spielt mit Dir, reicht Dir Spielzeug, singt und tanzt und ist einfach da zum an- und abschauen. Hatte ich zu Anfang noch das Gefühl, Du brauchtest auch deine gute Zeit ohne sie, um in Ruhe zu spielen  oder zu schlafen, hatte ich letzte Woche zum ersten Mal das Gefühl, dass Du sie vermisst. Dass es Dir plötzlich zu ruhig ist. Stillen können wir fast nur noch im Schlafzimmer, denn Du lässt Dich nur zu gerne ablenken. Überhaupt ist das Trinken mit Dir manchmal eine Qual. Man muss Dich ein bisschen an die Brust tricksen und auch die Bäuerchen halten Dich immer wieder vonm Trinken ab. Und regelmäßig macht uns Deine Verdauung einen Strich durchs Fertig-Trinken. Heute hat es Dich besonders doof erwischt, Du hast Deinen ersten Durchfall. Bisher ohne Fieber und weitere schlimmere Symptome, aber ein bisschen sorgt sich das Mamaherz schon. Der brachte nun auch die 3. unruhige Nacht in Folge. Dein Rythmus nachts lässt auch generell etwas zu wünschen übrig. Zwischen 2 und 5 Stunden ist alles drin… Tags ist meist zumindest ein längeres Schläfchen drin und meist sind es ingesamt so 3, je nachdem was wir so machen und wie aktiv du noch am Abend bist.

Deine Fröhlichkeit und Freundlichkeit fallen vieln Leuten auf und auch ich finde, dass Du ein sehr ausgeglichenes Baby bist. Nur das längere Autofahren oder auch mal das Fahren im Anhänger, wenn es zu heiß ist, bringt dich so richtig zum Schreien. Dann laufen Dir auch ganz schnell mal die Tränen runter, etwas was ich bei Deiner großen Schwester gar nicht kannte. Ein anderer Unterscheid ist auch, dass Du viel schmaler als die Große bist. Dein Gewicht hast Du nun gut verdoppelt und bist mehr als 15cm gewachsen. Bei der U5 letzte Woche hast 7300g und 69cm gehabt. Deine Augen werden immer dunkler und die letzen Tage habe ich auch ein paar längere Haare auf Deinem Kopf entdeckt, in braun.

Es macht unglaublich viel Spaß, Dir beim Wachsen zuzusehen. Wie Du geduldig übst, voranzukommen. Wie Du Deine große Schwester anhimmelst. Wie Du lauthals lachst, wenn der Papa mit Dir Quatsch macht. Wie Du Dich an mich schmiegst, wenn Du einschläfst. Ach, kleines, großes Mädchen, schön, dass Du bei uns bist.

 

Hallo August.

20160720_182926Wenn ich so zurück schaue, da ist der Juli eher eine schlechte Ausbeute gewesen. Funktioniert nicht immer so alles, wie man plant und hofft. Naja, neuer Monat, neues Glück.

Im August …

… habe ich endlich wieder ein Kindergartenkind

… gehe ich mit der Kleinen zur U5

…werde ich die Große zu ihrem heiß erwarteten Schwimmkurs bringen

… fahren wir nochmal ans Meer

… werde ich auf den Friedhof gehen

… möchte ich unseren Winterurlaub buchen

… werde ich einen Haufen Zeug wegschaffen, dass anfängt mir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil es in den Ferien angeschimmelt ist.

Inspiriert von Carola von Frische Brise.

 

5 Monate kleines Mädchen

20160721_122916Liebe kleine Maus, ich bin mal wieder viel zu spät dran, heute bist 5 Monate und 5 Tage alt. Wir haben gerade Sommerferien und ich habe das Gefühl ich komme zu gar nichts. Weil ich so spät bin, ist es auch ein bisschen schwierig, die Entwicklungen der letzten Tage zu ignorieren, die ja schon in den nächsten Monat gehören.

Also, dieser Monat stand ganz unter dem Thema Greifen. Erst nur die Hände an sich, dann auch immer mehr Gegenstände. Hast Du am Anfang noch intensiv mit den hängenden Tieren/Gegenständen an deinem Spielbogen gespielt, ziehst du nun Dinge auf dem Boden vor. Die kannst Du prima zu Dir heranziehen und intensiv belutschen. Du verbringst immer mehr Zeit auf dem Bauch und scheinst Dich da sehr wohl zu fühlen. Du kreiselst auch schon ein wenig auf deiner Matte. Ein paar Mal hast Du Du nun auch schon gedreht, vor allem vom Bauch auf den Rücken, was aber bei genauerem Hinsehen immer eher ein Umfallen war. Auch die andere Richtung passiert gelegentlich, aber so richtig gesehen habe ich es nicht, weil du es immer heimlich machst und ich es erst an deiner veränderten Position bemerke. Ich habe das Gefühl, du hast das eine Weile sehr intensiv geübt, aber dann wurde Greifen wichtiger und so wurde der Fortschritt hier ausgesetzt.

Schlaf ist so eine Sache. Manchmal klappt es super, du schläfst tags 2 Stunden am Stück und ich denke wow. Und nachts gibt es auch gelegentlich mal 5 oder 6 Stunden am Stück. Aber es gibt auch alle 2 Stunden nachts und 20 Minuten Schläfchen am Tag. Manchmal kommst Du abends schwer zu Ruhe und ich dann schlecht ins Bett. Naja, wird sich alles eingrooven – oder noch viel schlimmer werden, wenn Du erst Zähne bekommst. Ärgerlich ist oft, dass Du Dir mit Lotte die Klinke in Hand gibst, also z.B. nach der Morgenwindel dann wieder einschläfst, wenn Lotte gerade aufwacht. Durch die Ferien habe jedoch gerade gut Gelegenheit, auch mal auszuschlafen. Wenn Du morgen gegessen hast, hältst Du es auch 2 oder 3 Stunden gut bei Deiner großen Schwester und Deinem Papa aus. Überhaupt – fremdeln oder Ablehnung gegenüber engen Familienmitgliedern gibt es bisher kaum. Nur deine Tante hatte bisher noch nicht so viel Glück. Sie erwischt Dich immer in Momenten, in denen viel Trubel ist und wenn Du müde bist und dann heulst Du schon mal. Einen ernsthaften Zusammenbruch hatten wir, als wir mal einen Abend zu einer Parteiveranstaltung gehen wollten. Es war warm, Papa zog sich eine lange Hose an und ich quetschte dich auch in lange Kleidung. Da bist Du einmal komplett ausgeflippt, das tat mir so leid. Ich hab das mit der Wärme erst überhaupt nicht realisiert. Wenn Du heulst kommen Dir ganz schnell die Tränen, das kenne ich von der Großen gar nicht, die zum ersten Mal mit 2 oder so „feucht“ geheult hat. Auch einige Ausflüge haben dich ein bisschen gequält, manchmal hast du einfach keinen Bock auf Auto und kannst da dann plötzlich nicht mehr richtig schlafen.

Auch wenn ich jetzt fast nur blöde oder anstrengende Sachen geschrieben habe, Du bist ein sehr zufriedenes Kind, aber durch deine große Schwester musst du halt durch eine Menge Sachen durch, die wir mit einem Baby sonst nicht gemacht hätten. Ich freue mich, wenn unser „Alltag“ mit Kindergarten nächste Woche wieder startet und wir wieder Rhythmus und Struktur und ein bissl Ruhe reinkriegen. Denn Ruhe kann die Große einfach ganz schlecht. Und Du brauchst sie – wenigstens zum Schlafen und zum Essen. Ansonsten findest Du Aktion und Bespaßung auch total super.

Decopatch Mini-Kommode

decopatch1Mein Vater hat uns eine Menge Zeug hinterlassen unter anderem auch einen Haufen Holzkisten in denen er seine Karten, Bilder und anderen Kleinkram aufbewahrte. Ich horte die nun im Keller und möchte sie nach und nach verschönern.

Heute eine kleine Kommode, die mein Nähzeug geordnet aufbewahren soll. Ich habe sie mit einer Kreidefarbe angestrichen und dann mit Decopatch-Kleber die Fronten der Schubladen aufgehübscht. Das Papier ist ein Geschenkpapier vom Möbelschweden, ebenso wie das Kasterl von IKEA sein müsste.

Ich find das ziemlich hübsch, auch wenn das präzise anpassen des Papiers an die Schubladen recht zeitaufwändig war.

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