WMDEDGT

blumen

Also eigentlich muss ich _jetzt_ (11:38) gerade Muffins backen für das Mai-Fest im Kindergarten, das wettertechnisch eher in den Herbst als den Frühling passt. Aber dann habe ich bei Frau Stahldame gesehen, dass ja heute WMDEDGT ist und habe den Ansporn, es auch mal wieder zu versuchen.

Dieser Freitag liegt in einer der bisher terminintentsivsten Wochen des Jahres. Schulanmeldung, Eigentümerversammlung, Geburtstagseinladung, Mai-Fest, Europa-Empfang, Besuch der Schwägerin aus Norwegen. Und dann kam gestern noch spontan ein telefonisches Vorstellungsgespräch für heute rein. Puh. Also, toll, aber puh. Leider schläft die Kleine im Moment vormittags nicht verlässlich und so musste ich kurzerhand eine Betreuung für die 15 vorgeschlagenen Minuten organisieren. Erst dachte ich an meine Mutter, aber der Aufwand war nicht angemessen und sie hat noch ein wenig an einer kleinen Fuß-Op zu knapsen. Also, die Nachbarin gefragt, auf deren gleichaltrige Tochter ich selbst vor einiger Zeit aufgepasst hatte. Die schrieb, dass sie heute ins Krankenhaus müsse, weil ihr Gebärmutterhals sich stark verkürzt hätte (33. Woche), aber ihr Mann aufpassen würde. Ich stelle sicher, dass es wirklich ok ist und bin erleichtert, diese Möglichkeit zu haben. Die Nacht war leider ziemlich unruhig, nachdem die Kleine gestern schon um 18 Uhr heulend durch war. Sie versuchte zu schlafen, aber zappelte mich immer wieder wach. Ich schaue um 0.30h, 1.30h, 3.40h, 5.20h auf die Uhr und stille ein letztes Mal um 6.10h, dann schlafen wir noch bis um 7.05h. Immerhin. Ich glaube, so langsam bin ich reif fürs nächtliche Abstillen. #gähn.

Die Große will auch nicht so recht aus dem Bett, sie braucht im Moment lange zum Einschlafen abends und es wird immer später. Immerhin haben wir gestern Abend schon ein Kleidermännchen gemacht und so entfällt die leidige Auswahl. Ich mache die Kleine und mich fertig und bugsiere die Große dann ins Bad. Sie trödelt. Ich mache schon mal die Frühstücksdose und decke den Tisch. Nackt steht die Große dann vor mir und erzählt mir, dass sie sich schon gewaschen hat. Immerhin. Ich frühstücke dann einfach mal und hake es für die Große ab, die mit der Kleinen in ihrem Zimmer verschwindet. Ich nutze die Abwesenheit um schnell schon mal den Buggy runter zu tragen und auch ein bisschen Müll, den ich in der nachbarlichen Mülltonne auswildern will, weil unsere Tonnen seit der Ankunft von 4 Windelbabys im 3-Parteienhaus heilos überfüllt sind. Um 8h blase ich zum allgemeinen Zähneputzen und bestehe auf einer Jacke über dem sommerlichen Kleid.

Wir kommen fast pünktlich in den Kindergarten. Ich ärgere mich, keine Geld eingesteckt zu haben um Gutscheine für Essen und Trinken beim Fest zu kaufen. Wieder zu Hause wusele ich noch ein bisschen durch die Wohnung, lege mir die Unterlagen für das gespräch um 10 Uhr zurecht und versuche, die Kleine doch noch in den Schlaf zu stillen.Ich habe so meine Befürchtungen, ob sie bei dem Nachbar bleiben wird. Sie ist zwar nicht so eine “Männerhasserin” wie ihre große Schwester, aber so richtig gut kennt sie ihn einfach nicht. Schlafen klappt nicht. Dann mache ich mich um kurz nach halb 9 auf. Ich treffe noch die andere Nachbarin im Hausflur. Diese bietet mir auch noch ihre Hilfe an, da sie gerade von dem geplanten Krankenhaus der anderen Nachbarin erfahren hat. So dankbar, dass sich hier gerade ein schönes Netzwerk zusammenbaut.

Die Nachbarin ist noch nicht im Krankenhaus, liegt auf dem Sofa. Die Kleine ist sofort vom vielen elektrischen Spielzeug gebannt und nach ein paar Minuten gehe ich. Aber der geplante Anruf kommt und kommt nicht. Ich höre die Kleine von unten weinen und denke, dass sie wohl doch zu müde war. Um 20 nach 10 rufe ich einfach mal an. Niemand hebt ab. Mist. Aber bevor ich noch überlegen kann, was ich nun mache, werde ich zurück gerufen und bin im Telefonat. Das sehr nett verläuft, ich habe das Gefühl, das könnte passen. Aber meine Erfahrungen in den letzten Jahren sagen, bloß keine Hoffnung machen…

Nach dem Ende des Telefonat sprinte ich runter und nehme ein verheultes Baby aus dem Arm des Nachbarn. Sie war wohl einfach müde, aber auf dem Arm ging es. Ach mein armes Baby. Wir gehen hoch und schnurstracks ins Schlafzimmer, wo die Kleine auch nach wenigen Minuten eingeschlafen ist. Ich überlege kurz mit zu schlafen, aber die Muffins. Achja.

So, nun (12.23h) sind die Muffins im Ofen, gerade noch rechtzeitig, damit ich die Große um 13h aus dem Kindergarten holen kann, die sollen noch eine Pause haben, bevor es um 15h wieder losgeht.

So 22:00h, ich sitz endlich auf dem Sofa und komme dazu, den Rest vom Fest zu verbloggen. Die Kleine wachte um 20 vor 1 auf, so dass es peferkt für den Weg in den Kondergarten reichte. Wir haben uns viel Zeit für den Weg vom Kindergarten nach Hause gelassen, die Kleine mag immer mehr selbst laufen, leider auch auf die Straße. Zuhause haben wir noch die Muffins dekoriert, ein paar Nudeln mit Pesto vom Vortag  gegessen und ein bisschen gespielt, bis wir auch schon wieder losmussten. Das Frühlingsfest war sehr nett, trotz des Wetters. Wir haben Kuchen und Bratwurst gegessen, ein bisschen unterhalten, ständig dem Baby hinterher gewetzt und der Großen beim Turnen an der Turnstange zugeschaut. Endlich habe ich mir mal die Krippengruppe der Kleinen angeschaut und mit der Leitung gesprochen. Und dann war das Baby auch schon ziemlich durch und gegen den sehr körperlichen Protest der Großen sind wir dann kurz nach 5 heim. Tja, und gaben dem Teufelskreis nach, und legten das Baby schlafen, nachdem sie auf dem Heimweg schon fast weg war. Mann und Tochter holten sich noch eine TK-Pizza, ich mochte nur noch Skyr und Banane essen. Die Kleine habe ich dann um 18.45h wieder geweckt: Lieber kein Feierabend als noch so eine Nacht. Wir wuseln alle noch ein bisschen rum, lesen Zeitung und Buch und versuchen die Große Richtung Bett zu ordern. Die Kleine isst noch ein bissl Skyr und klettert über den Sessel in ihren Stall, wo sie dann anfängt zu heulen, weil eingesperrt. (#meinenerven und #hehe). Gegen 20:30h beschließe ich, dass der 2 Stunden-Regel (Mindestabstand zwischen 2 Schlafphasen. Immer.) ausreichend gehuldigt wurde und ziehe mit der Kleinen gen Bett. Sie trinkt lange, aber schlafen kann sie so schnell doch nicht. Nach Rumgewälze schläft sie schließlich, quer im Bett des Mannes, mit Kopf an der Kante. Ich ziehe sie rein, streichele sie… und wecke sie wieder auf. Mist. So ein Anfängerfehler. Es dauert, bis sie sich beruhigt und wieder eine Position zum Einschlafen findet. Jetzt Feierabend. Oder so.

Puh, was bin ich froh, dass die eigentlich hier und heute geplante Spielerunde des Mannes spontan ausgefallen ist. So, nun gute Nacht zusammen.

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Vom Stillen

20161021_113806Der Pragmatismus sagt:
So ist es gedacht, es ist einfach und praktisch. Milch ist jederzeit verfügbar, sie ist auf die Bedürfnisse meines Kindes abgestimmt. Sie kommt in der passenden Menge und ist wohltemperiert. Ich brauche nichts einzukaufen, nichts sterilisieren oder unter Hungergebrüll abkühlen.
Die Liebe sagt:
Stillen ist mehr als nur Essen und Trinken. Es ist ein besonderes Band, das wir knüpfen. Vertrauen, Sicherheit, Liebe. Diese Nähe ist so schön, extra Kuscheleinheiten für alle. Mein Leib versorgt deinen. Ich halte dich, während du isst, während du Trost suchst, während du einschläfst.
Die Freiheit sagt:
Warum immer ich? Ich bin alleine dafür verantwortlich, dass du satt wirst und meist auch, dass du schläfst. Wäre es nicht schön, wenn der Papa dich auch mal füttern könnte? Ich würde gerne mal wieder ausschlafen oder ausgehen oder ein Glas oder 2 trinken.
Das ist meine persönliche Meinung und ich urteile über niemanden, der sein Baby anders ernährt.
Meine beiden haben immer die Flasche (und den Nuckel) verweigert. 

7 Monate

20160913_091213Dieser Monat war rasant, insbesondere was deine Entwicklung angeht. Ich dachte ja schon Deine Schwester sei fix gewesen, Du setzt noch einen drauf. Ein paar Tage nach deinem Halbjahresgeburtstag bist Du endlich “richtig” gekrabbelt. Deine Freude darüber, wie Du stolz die Knie und Arme nach vorne gesetzt hast – so schön. Gleich ein paar Tage später zeigte sich der Vorteil Deiner etwas ungewöhnlichen motorischen Übungen: Das Sitzen ist gleich mit erledigt. Aber beides reichte noch nicht: Stehen (also eigentlich Laufen) ist das Ziel und so hast Du Dich, obwohl das Krabbeln noch sehr langsam ist, gleich schon mit dem nächsten Fortschritt beschäftigt. Und auch das zu Deiner großen Freude. Du ziehst Dich hoch, an der Wippe, an dem Hocker oder im Laufstall und gluckst fröhlich und strahlst mich an. Ach, überhaupt, Du bist so ein fröhliches Kind, immer am Strahlen. Selbst wenn Du müde oder auch krank bist, kannst Du Dir für Dein Gegenüber noch ein Lächeln abringen. Zumindest wenn Du auf Mamas sicherem Arm bist. Fremdeln tust Du nur, wenn Du richtig müde bist. Auch den Raum kann ich mal verlassen, Du kannst Dich mit Belutschen und Hochziehen auch sehr gut selbst beschäftigen. Manchmal kommst Du nun auch schon hinter uns her. Das Zimmer Deiner großen Schwester mit all den aufregenden Kleinteilen hat schon eine gewisse Faszination. Noch kann man Dich z.B. mit einer Packung Taschtücher von den Spielen der Großen abenken, die nun so langsam Dein Zerstörungspotential erkennt. Deine Bewegungen sind noch langsam und einigermaßen vorhersehbar, so dass wir Blumen und andere gefärhliche Gegenstände noch in Sicherheit bringen können. Aber Du hast es auch schon geschafft, mit dem hochgebauten Duplohaus umzustürzen.

Beim Essen machen wir nur sehr langsam Fortschritte. Der Höhepunkt war nun ein halbes kleines Glas Möhren, dass Du gerne gegessen hast. Aber es gibt auch Tage, da geht gar nichts. Ich gebe Dir hin und wieder Obst zum Belutschen, Ablutschen, das scheinst Du ganz interessant zu finden. Seit ein paar Tagen habe ich nun die Babyschale gegen den Babysitz ausgetauscht, so dass Du nun richtig mit uns am Tisch sitzt. Das fühlt sich gut an, auch wenn Du noch nicht richtig mitisst. Meine Erfahrung mit der Großen, die ja nun wahrlich kein Kostverächter ist, sagt mir, dass deine Zeit auch noch kommt.

Die Nächte lassen derzeit sehr zu wünschen übrig. Du stillst häufig, machst manchmal die Windel voll und findest dann lange nicht in den Schlaf zurück. Dass ich schon mal regelmäßig 5 Stunden Schlaf am Stück bekommen habe, kommt mir gerade absurd vor. Nun bist Du auch das erste Mal richtig krank geworden, mit knapp 39 Fieber und Spuckerei. Letztere wohl durch den Virus bedingt, auch Deine große Schwester spuckt erstmal eine Runde wenn sie krank wird. Aber selbst als Kranke bist Du recht unkompliziert. Ich packe Dich in die Rücktrage und so kuscheln wir und ich kann dabei sogar noch ein paar Dinge erledigen. Schlafen und Essen funktioniert im Moment am besten im ruhigen Schlafzimmer. Wenn Du Deiner großen Schwester zu gucken kannst, ist das Essenangebot plötzlich sehr uninteressant.

Ach, Du kleine Maus – das Leben mit Dir macht viel Freude. Dein fröhliches Wesen und deine unkomplizierte Art machen es uns allen einfach. Man möchte Dich ständig knutschen. (Außer nachts).

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6 Monate kleines Mädchen

6-monateAn einem Montag, heute vor einem Jahr habe ich Dich das erste Mal gesehen. Nun bist Du schon ein halbes Jahr Teil unserer Familie, Du fröhliches und aufmerksames Baby. Manchmal glaube ich, Du bestehst nur aus Augen, aus großen dunklen Augen, die mich erst fragend ansehen und dann verschmitzt zum Lachen ansetzen. Und dann lachst Du dieses Babylachen, bei dem Dein ganzer Körper mitlacht. Du bist unglaublich freundlich, zu allen. Nur wenn Du sehr müde bist, erschreckst Du Dich leicht und andere Menschen als Mama oder Papa sind doof.

Dein Thema des letzten Monats war das Vorankommen. Schon kurz nach dem 5. Monatsgeburtstag begannst Du, Dich in den Vierfüssler aufzustellen. Du robbst, zu Anfang vor allem rückwärts, so langsam verfeinerst Du deine Technik: mal nach vorne werfen aus dem Vierfüssler, mal hoch in den Bärengang und die Knie weiter vorne aufsetzen und seit gestern kannst Du Dich über den Hintern wenden. Ich hätte gewettet, dass Du vor dem 6. Monat anfängst zu krabbeln, aber ich glaube ein paar Tage oder auch Wochen brauchst Du noch, um wirklich auf allen Vieren voranzukommen. Alles muss ausreichend trainiert werden.

Mit Spielzeug lässt Du Dich mittlerweile gut beschäftigen und auch das “Große-Schwester-Kino” hält Dich in Atem. Die spielt mit Dir, reicht Dir Spielzeug, singt und tanzt und ist einfach da zum an- und abschauen. Hatte ich zu Anfang noch das Gefühl, Du brauchtest auch deine gute Zeit ohne sie, um in Ruhe zu spielen  oder zu schlafen, hatte ich letzte Woche zum ersten Mal das Gefühl, dass Du sie vermisst. Dass es Dir plötzlich zu ruhig ist. Stillen können wir fast nur noch im Schlafzimmer, denn Du lässt Dich nur zu gerne ablenken. Überhaupt ist das Trinken mit Dir manchmal eine Qual. Man muss Dich ein bisschen an die Brust tricksen und auch die Bäuerchen halten Dich immer wieder vonm Trinken ab. Und regelmäßig macht uns Deine Verdauung einen Strich durchs Fertig-Trinken. Heute hat es Dich besonders doof erwischt, Du hast Deinen ersten Durchfall. Bisher ohne Fieber und weitere schlimmere Symptome, aber ein bisschen sorgt sich das Mamaherz schon. Der brachte nun auch die 3. unruhige Nacht in Folge. Dein Rythmus nachts lässt auch generell etwas zu wünschen übrig. Zwischen 2 und 5 Stunden ist alles drin… Tags ist meist zumindest ein längeres Schläfchen drin und meist sind es ingesamt so 3, je nachdem was wir so machen und wie aktiv du noch am Abend bist.

Deine Fröhlichkeit und Freundlichkeit fallen vieln Leuten auf und auch ich finde, dass Du ein sehr ausgeglichenes Baby bist. Nur das längere Autofahren oder auch mal das Fahren im Anhänger, wenn es zu heiß ist, bringt dich so richtig zum Schreien. Dann laufen Dir auch ganz schnell mal die Tränen runter, etwas was ich bei Deiner großen Schwester gar nicht kannte. Ein anderer Unterscheid ist auch, dass Du viel schmaler als die Große bist. Dein Gewicht hast Du nun gut verdoppelt und bist mehr als 15cm gewachsen. Bei der U5 letzte Woche hast 7300g und 69cm gehabt. Deine Augen werden immer dunkler und die letzen Tage habe ich auch ein paar längere Haare auf Deinem Kopf entdeckt, in braun.

Es macht unglaublich viel Spaß, Dir beim Wachsen zuzusehen. Wie Du geduldig übst, voranzukommen. Wie Du Deine große Schwester anhimmelst. Wie Du lauthals lachst, wenn der Papa mit Dir Quatsch macht. Wie Du Dich an mich schmiegst, wenn Du einschläfst. Ach, kleines, großes Mädchen, schön, dass Du bei uns bist.

 

WMDEDGT im Juli

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Einmal im Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag so? Mehr davon gibt es hier

Das war heute irgendwie so ein durchgewurschelter Alltagstag kurz vor den Ferien. Mal schauen, ob ich noch alles zusammen kriege.

Angefangen hat der Tag mit dem 2. Stillstopp des Tages um 5.48h. Zwei Minuten bevor der Wecker des Mannes geht. Leider war damit auch ein Schiss verbunden und damit Aufruhr, so dass das Baby pünktlich um 6.50h, zu meinem Weckerklingeln, wieder schlief. Ich machte mich schon mal auf in die Küche, machte mir einen Kaffee und beschloss Haferbrei zu kochen, weil ich weder Lust auf Müsli noch auf Cornflakes hatte. Nebenbei machte ich schon mal die Brotdrose fürs Kind fertig. Dann ging es auf zum Wecken. DIe Tochter hatte mal wieder in ihrem eigenen Bett geschlafen, allerdings erst spät, daher war das Wecken etwas mühsam. Essen war auch nicht so der Hit. Dann lenkte uns noch ein Krankenwagen in unserer Straße ab, der, wie sich zeigte, auch noch in unser Haus wollte. Ich befürchtete, die schwangere Nachbarin mit den Zwillingen habe vielleicht einen Blasensprung. Immerhin funktionierte Waschen und Anziehen ohne Stress, auch wenn es immer noch kein Elsa-Kleid zum Anziehen gab. Dafür nahm sie ein ein paar blaue Klamotten und zum vollständigen Glück fielen mir noch die blauen Garten-Crocs als Ergänzung ein. Am Ende war es dann doch 8.20h als wir das Haus verließen. Ich packte das gerade aufwachende Baby einfach im Schlafsack in den Kinderwagen und grapschte noch schnell den Einkaufszettel.

Im Kindergarten wurde das Kind schon erwartet, da ein Ausflug zu zwei Kindern nach Hause geplant war und sie noch schnell frühstücken sollte. Ich machte mich auf zum Einkaufen. Am Ende war das Baby dann ziemlich unleidlich und ich trug sie einen Teil der Strecke nach Hause. Da stillten wir dann erstmal in Ruhe, ich checkte mein Instagram während das Baby auf mir schlief. Ich legte sie weg und verräumte die Einkäufe und Bio-Kiste, wobei ich den schimmligen Rhabarber aus dem Kühlschrank entfernte und diesen gleich mal wischte. Die Nachbarin schrieb, dass sie unser Treffen morgen absagen müsse, weil sie mit Blasensprung im Krankenhaus sei – und da bleiben müsse, bis die Kleinen da sind. Ich hoffe, das da alles gut geht, sie hätte eigentlich noch fast 8 Wochen gehabt.

Das Baby wachte auf und wir stillten wieder. Sie hatte die letzten Tage nicht so richtig gut getrunken, erkältungsbedingt wahrscheinlich. Das schien sie dann heute nachholen zu müssen. Danach fiel mir ein, dass ich mir ja noch ein Croissant beim Bäcker geholt hatte. Ich verspeiste es und gleich noch das Kürbiskernbrötchen hinterher, das mein Mittag sein sollte. Satt war sie noch immer nicht. Also diesmal das Baby. Sie stillte und schlief dabei ein. Ich nutzte die Zeit, endlich mal die schon abgeklebten Kisten zu bemalen. Meine “kreative Pause” hielt 40 Minuten, da war die Dame dann schon wieder wach, diesmal verdauungsbedingt. Weil sie gerade wund ist – zum ersten Mal – legte ich sie mit dem nackten Po und Stulpen auf eine Wickelunterlage zum lüften. Ich schaute mir die 2. Runde vom #intheyarngardencal an und fing an zu häkeln. Dann packte ich das meckernde Kind in die Manduca. Sie schlief recht schnell, aber beim Ablegen wurde sie wieder wach. Also, Baby in die Wippe, und noch schnell die Spülmaschine aus- und einräumen und eine Maschine Wäsche anstellen, damit das Baby einen Schlafanzug am Abend hat.

Dann holten wir die Große aus dem Kindergarten ab und gingen ganz schnöde nach Hause. Ohne Nachmittagsprogramm, ohne Action. Dafür mit Motzen und Gejammer. Ein Blick in die Brotdose erklärte die unterirdische Laune. Fast voll. Also erstmal was Essen, die Reste und einen Obstteller. Ich hatte nach meinem üppigen 2.Frühstück auch irgendwie kein Mittag gehabt. Dann wollte die Große gerne mit dem Porzellangeschirr spielen und wir machten ein Kaffeekränzchen zu dem ich noch ein paar Kekse spendierte. Wir lasen 2 Bücher bis die Kleine so quengelig war, dass wir stillten und die Große sich in ihr Zimmer verzog. Ich packte die Kleine in die Manduca, wo sie auch relativ schnell schlief. Ich setzte mich aufs Sofa und häkelte ein bisschen, anstatt Essen zu machen. Der Mann kam auch bald, und wir beschlossen, dass das geplante Essen eh zu aufwendig war und der Mann schlug eine Hacksoße vor, damit das Hackfleisch weg kam. Ich häkelte noch die Runde fertig und legte das Baby weg, das aber noch mehr Essen wollte. Also stillten wir und waren pünktlich zum Essen fertig bzw. eingeschlafen.

Wir schauten alle zusammen Sandmännchen. Der Mann übernahm die Bettgehroutine bei der Großen und da wachte dann auch die Kleine wieder auf. Wir – surprise, surprise – Stillten. Ich schaute ein bissl nach Walkanzügen und Stoffen. Nach einer frischen Windel legte ich die Kleine auf ihre Matte und begann den Artikel. Der Mann war sogar schon um 20.20h bei der Großen fertig, das ist rekordverdächtig derzeit. Jetzt noch ein bissl häkeln und dann die Kleine überreden mal zu schlafen.

 

4 Monate kleines Mädchen

pilzWohl jeden Monatsbericht muss man mit der Feststellung beginnen, dass ja schon wieder ein Monat vorbei ist. 4 Monate bist nun bei uns – Du kleiner Sonnenschein. Du bist so freundlich, lächelst immer zurück, fremdelst bisher praktisch nicht. Selbst wenn Du schon sehr müde bist, kann man Dir mit ein paar lieben Wiorten noch Dein süßes, zahnloses Babylachen entlocken. Überhaupt bist Du gerade so entspannt, dass ich fast Angst habe, es auszusprechen. Du weinst oder brüllst fast gar nicht mehr, außer man quält Dich zu lange in Autositzen oder im Hänger. Da habe ich sogar großes Verständnis für und mein Mamaherz weint ein bisschen mit.

Du hast diesen Monat deine erste große Reise nach Berlin mitgemacht. Das war eine eher anstrengende Veranstaltung, aber eine langjährige Freundin feierte ihre Hochzeit. Autofahren ist für Dich eigentlich ok, aber nach 5 Stunden (inkl. Pause) hattest Du die Nase voll. Und auch die Hochzeit war eher anstrengend für uns alle. Deine Schwester hat bis um 23 Uhr durchgehalten. Da bist Du dann wieder aufgewacht und hast bis zur Abfahrt um kurz nach 1 auch nicht wieder geschlafen. Unsere Familienbesuche, die wir in den Sommerferien unternehmen wollten haben wir nun erstmal wieder abgesagt, das wird ja bloß Stress.

Ansonsten hast Du in diesem Monat die Mobilität entdeckt. Zwar ist sie noch sehr zaghaft, aber du rotierst und robbst. Ein paar Mal hast Du Dich vom Bauch auf den Rücken gedreht, da war ich ganz überrascht als ich Dich plötzlich so sah. Das scheint aber noch mehr Zufall als Methode zu sein. Aber an dem Drehen auf den Bauch arbeitest Du auch intensiv. Das Greifen entwickelst Du immer weiter. Im Moment ist der O-Ball hoch im Kurs und wird ausgiebig belutscht. Wenn Du auf dem Bauch liegst, hast Du so ein Kuschelbuch, dass Du ganz spannend findest. Überhaupt ist Dein Interesse für Deine Umgebung ganz groß. Bei der Rückbildung heute hast Du Dir alles ganz genau angeschaut, und Deine große Schwester ist sowieso das beste Entertainment.

Dein Schlaf ist sehr unreglmäßig vor allem nachmittags, aber so in der Summe noch ziemlich berechenbar. Schläfst Du tags viel, haben wir oft keinen Feierabend und umgekehrt. Wir stillen nachts so 1-2 mal, Ausnahmen gibt’s, aber eher selten. Manchmal schläfst Du abends im Bett mit Schlafsack auch ganz alleine ein, was ich nach der Erfahrung mit der Großen sehr faszinierend finde. Ansonsten gibt es gar nicht so viel zu berichten, denn Du bist ein sehr zufriedenes Kind. Ich kann Dich auf die Matte von Deinem Spielbogen legen und Du beschäftigst Dich. Es muss schon jemand im Raum sein, aber permanenter Körperkontakt, wie ich ihn von der Großen in der Erinnerung habe, brauchst Du nicht. Du machst unser Nachmittagsprogramm recht ausgeglichen mit, nur das Trinken unterwegs klappt nicht so gut. Aber das macht Dir wenig, das holen wir dann später nach. In der Trage schläfst Du nach ein paar Kniebeugen meinerseits auch recht schnell, selbst bei Trubel drumherum.

Meine kleine Maus, ein Leben ohne Dich ist mittlerweile nicht mehr vorstellbar. Du machst es uns sehr einfach uns als Zweifacheltern einzuleben. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, einfach weil 2 Kinder mehr Aufmerksamkeit brauchen, will um nichts in der Welt tauschen.

Tagebuchbloggen – WMDEDGT im April

DSC_4955Der Tag “startete” mit dem ersten Stillstopp um 4 Uhr. Ich registriere, dass der Mann mal wieder ausgewandert ist und mir das große Kind dagelassen hat. Um 7 Uhr wachen wir Mädels auf, eine Runde Familienkuscheln. Wir haben es nicht eilig, das Kind ist krank. Nach einer Streptokokken-Infektion ist das Kind zu Hause. Ihr ging es zwar schon besser, ziemlich schnell sogar nach dem Antibiotika, aber gestern Abend hatte sie doch wieder Fieber. Das Baby muss gewickelt werden. Vor dem 2. Stillstopp mache ich dem Kind ein Brot, dass es mit in sein Zimmer nimmt. Sie ist voll im Hörspiel-Fieber und seitdem auch mal länger alleine in ihrem Zimmer. Um kurz nach 8 Uhr erreiche ich den Kinderarzt und kriege einen Termin für 11.30 Uhr. Ich lese ein bisschen im Internet, während das Baby stillt. Während das wache Baby vom Kind bespaßt wird, frühstücke ich, das klappt wirklich gut so langsam.

Das große Kind und ich schauen uns ausführlich ein Tierbuch an. Sie kann wirklich schon viele Tiere, aber das Chamäleon ist neu für sie. Wir schauen nach Videos um den Farbwechsel genauer zu sehen und landen bei einem Film über Chamäleons in Griechenland. Eine Kackwindel unterbricht uns und ist die Gelegenheit, die Kinder anzuziehen. Für mich reicht es nicht, denn der 3. Stillstopp wird lautstark eingefordert. Danach ist das Baby offensichtlich müde, kann aber nicht sofort einschlafen. Weil nun langsam der Arztbesuch ansteht muss ich mich unter Protest des Babys anziehen. Im Maxis Cosi wird es dann von der großen Schwester geschaukelt, weil ich noch ein paar Dinge zusammen suchen muss. Im Auto ist es eingeschlafen und verschläft netterweise den kompletten Termin.

Wir warten nur kurz im Wartezimmer. Wie schon vermutet, hat das Kind wohl einen Virusinfekt, aber zur Sicherheit wollen sie noch mal den Urin untersuchen. 2 Versuche Pipi zu machen scheitern, wir kriegen den Becher mit nach Hause, müssen später noch mal hin. Ich hoffe, dass sie bis Ende der Woche wieder gesund ist, denn es steht am Samstag ihre Kindergeburtstagsparty ins Haus.

Das Baby schläft zu Hause weiter, also schnell Mittagessen, ein bissl Küche machen und dem kranken Kind Bücher vorlesen. Während ich telefoniere, um die weiteren Wochenplanung mit Familie abzuklären, wachte das kleine Mädchen auf. 4. Stillstop inklusive Unterbrechung durch Windeln. Das große Kind ist gleich wieder in Bett verschwunden, hat aber immerhin 2 Brote, ein bisschen Gurke und Möhre gegessen. Zwischendurch setze ich Karoffeln für das Abendessen auf und stelle fest, dass wir immernoch keinen Feta für den geplanten Auflauf haben, den ich gestern vergass dem Mann auf den Zettel zu schreiben.

Ich mache Tee, damit sie mehr trinkt. 1 Stunde bevor die Praxis wieder aufmacht, muss sie endlich. Aber blödes Timing, weil das nicht älter als 1 Stunde sein darf. Wir müssen danach noch zu meiner Mutter, das Auto zurückbringen. Ich will das nutzen, ihr und der Nachbarin endlich Bilder und Dankeskarten mitzubringen. Ich schreibe die 2 Karten. Dazu sortiere ich die entwicklten Bilder. Die Große reisst sich gleich einige unter den Nagel und sortiert auch ihrer Schwester einige Bilder zu. Als ich die dann wieder einstecke, weil die Kleine ja noch nichts damit anfangen kann, ist das Geheule plötzlich groß. Wir wandern für den nächsten Stillstopp und Kuscheln mit der jammrigen Großen aufs Sofa.

Meine Schwester ruft an, wir müssen ein paar Dinge besprechen. Dabei fällt der Großen ein, dass sie nun aufs Klo muss. Wir vertagen uns kurz und endlich haben wir das Pipi. Ich rufe meine Schwester zurück und wir gehen noch ein paar Dinge durch, auch weil ich gleich zu meiner Mutter fahre. Endlich gebe ich die Tante weiter an die schon quengelnde Große und packe derweil das schlafende Baby in den Maxi Cosi, was sie auch mit macht. Der Tante werden unterdessen all die Tiere aus dem Tierbuch vom Vormittag aufgezählt, bis ich fertig bin zur Abreise.

Beim Kinderarzt dürfen wir zugucken, wie ein Teststäbchen in den Urin gelegt wird. Alles gut. Lustigerweise hatte die Große beim gestrigen Hebammenbesuch diese Stäbchen gesehen und gefragt wofür die seien. Jetzt weiß sie es.

Weiter durch den Feierabendverkehr zu meiner Mama, der Mann schreibt, dass er auch schon unterwegs nach Hause ist. Meine Mutter hat eine kleine Agenda, was zu besprechen ist. Ich setzte mich zum nächsten Stillstopp aufs Sofa, das Baby ist pünktlich zur Ankunft aufgewacht. Es gibt ein paar Dinge wegen der Wohnung zu regeln, aber wir werden ständig von der Großen unterbrochen, die sich auf die Aufmerksamkeit der Oma gefreut hatte und jetzt schon wieder nicht bespielt wird. Meine Mutter hat praktischerweise den fehlenden Feta vorrätig, wenigstens muss keiner mehr einkaufen. Das Baby macht die Windeln voll (wie immer, bei der Oma…). Nach einer Besichtigung des Gästezimmers und Kellers hinsichtlich weiterer To Dos ist es 6 Uhr und wir müssen dringend aufbrechen.

Das Baby schläft wieder ein, so kann ich zu Hause gleich mit dem Essenmachen fortfahren, das der Mann begonnen hat. Er bezieht derweil das Bett der Großen zusammen mit ihr neu. Als die Kleine dann aufwacht trägt er sie herum bis sie wieder schläft. Als der Auflauf im Ofen ist, stille ich und lege das Baby dann auf die Decke, während ich den Tisch decke. Da macht sie wieder die Windel voll. Diese geht auf Papa. Dann ist endlich das Essen fertig. Die Große findet das “ekelig”, lässt sich dann doch zum Probieren überreden, aber spuckt es wieder aus. Sie ist wohl zu müde zum Essen. Dafür liegt sie dann mit der Kleinen auf der Decke, so dass ich wenigstens eine kleine Portion essen kann, bevor ich nachfüllen kann, was gerade in der Windel gelandetet ist. 8. Stillstopp. Der Mann isst auf, während für das Kind das verpasste Sandmännchen auf meinem Laptop läuft. Dann bringt er die Große ins Bett.

Während das Baby isst und einschläft, suche ich nach einem Geburtstaggeschenk für meine Tante. Ich habe eine schicke Jelly Roll für die Nähbegeistere gefunden, muss aber leider feststellen, dass der Shop im Urlaub ist. Genau diese Jelly Roll passte aber wegen der Schildkröten so super. Leider finde ich keinen anderen deutschen Shop mit diesem Muster. Der Mann kommt vom Bettgehenbringen wieder. Ich nutze die Gelegenheit die Kleine in den Stubenwagen zu legen und noch mein restliches Abendessen zu essen. Und weil sie so schön weiterschläft komme ich tatsächlich dazu, diesen langen Text zu schreiben. Sie quäkt immer mal wieder, lange hab ich wohl nicht mehr, dann steht der letzte Stillstopp des Tages an. Also, jetzt schnell bettfertig machen.

Mehr gibts wie immer bei Frau Brüllen, die immer am 5. eines Monats fragt: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? 

12 von 12 im März

Gestern gemacht, aber erst heute geschafft einen Blogpost raus zu basteln. So war unser Samstag:

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Das erste Milchkoma des Tages. Ich hätte bestimmt auch 12 Fotos von 12 Stillsessions machen können….

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Die ersten Osterglocken des Jahres, mal schauen, wann sie blühen.

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Buchanschauen mit dem großen Kind. Während das kleine an der B*rust hängt.

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Oma hat das große Kind abgeholt, Zeit ein bisschen an Geburtstagsgeschenken zu arbeiten während das kleine Kind schläft: Eine Waschtasche für meine kleine Schwester …

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… die auf Eichhörnchen steht.

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Ich hatte die Hand schon in der Keksdose, da dachte ich, ein bisschen Obst wäre auch mal ganz gut.

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Dann dringend mal frische Luft schnappen und das Kind lüften.

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Hauswand-Mosaik. Die Wahrzeichen der Stadt.

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Geschwisterplüsch am Abend. (Ja, das große Kind hat einen Käse an der Stirn.)

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Das Essen war so lecker, dass nur das Nachher-Bild bleibt. (Festgestellt, dass der Mann und ich kein “unser Lied” haben, dafür “unser Essen”: das war dieses)

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Eine der Osterglocken wagt sich nun heraus. (Leider die falsche Vase fotografiert heute morgen, da tat sich über den Tag noch nix.)

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Tagesabschluss.

Mehr gibts wie immer hier bei Caro.

Zwei Wochen

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Klettern auf dem Krankenhaus-Spielplatz. (Wenn was passiert, ist es wenigstens nicht weit…) 

Seit genau 2 Wochen bist Du nun bei uns, unsere kleine Schildkröte, unser kleines “Pelli”. Du erinnerst mich unglaublich an Deine große Schwester. Vom Aussehen, aber auch vom ganzen Verhalten bist Du ihr sehr ähnlich. Schon nach nach wenigen Tagen hast Du so was von zu dieser Familie gehört. Alle meine Ängste, die ich hatte, wie ich das mit 2 Kindern hinkriege, dass ich alles verlernt habe, oder Du ganz anders funktionierst – alles weggeblasen. Klar gibt es Momente, wo ich denke, “Mensch, was ist denn jetzt noch?” Oder. “Wieso schreist Du?” Aber das sind kleine Ausnahmen, wie am Abend der U2, als Du eine halbe Stunde mal unberuhigbar schreien musstest. Ich habe insgesamt große Gelassenheit, selbst wenn Du mal schreist, oder alle Stunde trinken musst. Ich weiss, das vergeht alles wieder und manche Dinge kann ich nicht ändern. Denn bisher schläfst Du tatsächlich noch die meiste Zeit des Tages, ganz zu Anfang auch mal 4 oder 5 Stunden. Diese Abstände werden kürzer, aber so 2 längere Tiefschlafphasen am Tag brauchst Du schon. Im Gegensatz zu Deiner Schwester schläfst Du nicht direkt an der Brust ein, sondern dockst Dich ab, wenn Du satt oder im Koma bist. So langsam hörst Du auf, wie verrückt auf dem Wickeltisch zu kreischen, das hat Dir gar nicht gefallen. Ich bin gespannt, wie Deine Reaktion auf Dein erstes Bad ausfällt.

Ein bisschen Sorgen hat uns Dein Nabel gemacht. Der ist am Freitag nach der Geburt abgefallen und ich fand, der roch sehr komisch. Die Hebamme fand das zu dem Zeitpunkt noch nicht. Am Samstag hatte sich der Nabelgrund dann aber so gerötet, dass sie uns einen Besuch in der Bereitschaftspraxis am Klinikum nahelegte. Unterdessen versuchte sie ein Nabelpulver auf zu treiben, das aber wohl in allen Apotheken ausverkauft war. Unser erster Ausflug mit Baby ging also in Krankenhaus. Wir durften in einem extra Zimmer warten, weil man ein 5 Tage altes Baby dann eher nicht mit den “richtig” kranken Kindern zusammen tut. Naja, nach 1 Stunde waren wir durch, bekamen ein Rezept für ein Antiseptikum, (das die hebamme uns schon vorbeigebracht hatte, in Ermangelung ihres Pulvers) und der Diagnose Nabelentzündung. Die große Schwester konnte sich unterdessen noch auf dem Spielplatz austoben. Am Sonntag sah schon alles nicht mehr so schlimm aus, und wir sparten uns sogar den Arztbesuch am Monatg, weil am Dienstg eh U2 anstand. Die verlief super, die Ärztin war toll und wir hinterliesen einen Haufen Hautschuppen unseres “Pellis” und einen Pipifleck auf dem Untersuchungstisch…

Deine große Schwester ist echt super zu Dir, regelmäßig gibt es Küsschen und sie möchte Dich unbedingt tragen. Überhaupt möchte sie gerne helfen und mitmachen und ist immer ganz stolz, wenn sie mal (kurz) auf Dich aufpasst und Du nicht weinst. Heute vermeldete sie auch stolz, dass sie sich jetzt an das Weinen gewöhnt hat und sich nicht mehr die Ohren zu halten muss… Die erste Woche war etwas anstrengender mit ihr, weil sie auch ein bisschen unter Schlafmangel litt, es war dann doch alles aufregend. Insgesamt bin ich überrascht, wie gut ich es hinkriege auch Zeit mit ihr zu verbringen, sie sogar ins Bett zu bringen – mal mit, mal ohne Baby. Ich habe mir da wohl viel zu viel Sorgen gemacht, zumindest bisher läuft das alles sehr problemlos.

Mir geht es recht gut, ich erhole mich gut von der Geburt. Der Mann kocht und schmeist den anfallenden Haushalt. Nur am ersten Sonntag hat es mich ausgeknockt, mit wechslendem Schüttelfrost und Hitzewallungen. Der Schüttelfrost sei wohl auf Milcheinschuss/Brust/Brustentzünding zurück zu führen, sagte meine Hebamme und empfahl mir eine Parcetamol. Schwitzen käme von den Hormonen. Erstes hat sich dann auch erledigt, letzteres quält mich weiterhin nachts. Naja, wenn es sonst nichts ist. Der erste “richtige” Ausflug am Montag war dann doch etwas anstrengend – wurde dafür mit meinem ersten Sushi nach der Schwangerschaft belohnt! Aber gestern und heute war ich jeweils eine Runde mit dem Kinderwagen draußen und das war toll. Frische Luft und Sonne, bald kommt der Frühling!