WMDEDGT im August

rose

Ich hatte es mir fest vorgenommen, endlich mal wieder mitzumachen. Jetzt ist es viertel vor 11, ich habe gerade ein Glas Sekt getrunken und sitze zwischen der zusammengelegten Wäsche, die ich während der 3. Folge Game of Thrones gefaltet habe und müsste mich auf den Weg ins Bett machen.

Begonnen hat mein Tag so um viertel nach 1, als die Kleine aufwachte, ich sie mit “heavy schuckeln” wieder beruhigte und gleich drüben blieb. In Gedanken gratulierte ich meinem Vater, der heute 69 geworden wäre. Um halb 3h gab’s dann wegen Unberuhigbarkeit und praktisch ausgefallendem Abendessen ne halbe Banane und ein bisschen Milch. Nach Gezappel und einigen Füßen im Gesicht zog ich mich zum Fußende zurück, las diesen Artikel und als die Kleine unter einem Kissen begraben endlich schlief, wanderte ich gegen halb 4 ins eigene Bett zurück. Wo um halb 5 die Große kam und ungeduldig auf ihre Rapunzel-Barbie hoffte. Die sollte Belohnung für eine Woche alleine einschlafen sein. Irgendwann schlief sie aber doch noch mal und ich wachte um viertel nach 7 von einem fröhlichen Gebrabbel der Kleinen auf, holte die Rapunzel aus dem Schrank (die hatte ich nämlich gestern vergessen zu verpacken) und ging zur Kleinen. Wir gammelten so in den Morgen, ich machte Essens- und Einkaufslisten im Trello und um halb 9 beschloss ich, die Große mal zu wecken. Sie freute sich über die Barbie und verschwand in ihrem Zimmer. Ich ging duschen und dann wachte auch der Mann auf.

Nach dem Frühstück machten die Große und ich uns auf zum Einkaufen und brachten noch Retouren weg.  Ich hatte zum ersten Mal eine Essensliste für die ganze Woche erstellt, um mal zu testen ob so weite Vorausplanung funktioniert. Ich versuche mich in Effizienzsteigerungen für den Jobeinstieg. Dementsprechend groß war der Einkauf. Aber nur mit der Großen ist es echt entspannt, der Kleinen muss ich immer hinter her rennen, die klettert aus allem raus.

Nach dem Einkauf setzte ich mich kurz in die Sonne, die sich überraschenderweise zeigte. Gute Entscheidung, denn als ich die kurze Hose anzog, weil die Jeans zu warm war, zogen dunkle Wolken und ein heftiger Schauer auf. Ich buk einen Kuchen, weil wir anlässlich des Geburtstags meines Vater bei meiner Tante zum Kaffee eingeladen waren. Ihm zur Ehre musste es eine Schokino-Fertigbackmischung sein, ich schwelgte etwas in Kindheitserinnerungen, wo es immer am Samstag diesen Kuchen bei ihm gab. Die Große hörte derweil ihr Anna&Elsa Hörspiel in der Dauerschleife und verwüstete dabei ihr Kinderzimmer. Dann bereitete ich noch einen Teil des Abendessens vor, zog der Kleinen nach dem Mittagsschlaf ein hübsches Kleidchen an und los ging es. Wir quatschten, und spielten und aßen Kuchen und erst am Ende erinnerten wir uns ein bisschen an das Leben mit meinem Vater. Manchmal kann ich immer noch nicht begreifen, dass er einfach nicht mehr da ist.

Wir kam viel zu spät nach Hause. Ich kümmerte mich um die Fortsetzung der Abendessenzubereitung, während der Mann den Kindern eine Dosensuppe machte, weil diese das Essen verschmähen würden (Spinat-Hackfleisch-Blätterteigtaschen). Wir aßen, die Kinder spielten und schauten Peppa Wutz. Ich brachte die Große ins Bett, der Mann die Kleine, alles ohne Drama. Es wurde auch keine weitere Belohung fürs alleine Schlafen (nach Vorlesen und Kuscheln) verlangt, ich glaube, wir haben das Thema jetzt geschafft *klopft auf Holz*.

So jetzt ist’s viertel nach 11, ich räum das Bett und dann geht’s Schlafen. Mindestens 10 Stunden, der Mann hat Kinder(nacht)dienst (yay!). Gute Nacht!

Hier gibt’s mehr vom Tage. 

WMDEDGT im Juni

strand

Der Tag begann, wie alle derzeit, um 5.30h mit dem erstem Stillstopp. Danach war das Baby wach. Ich nicht, also legte ich sie in ihr Bett und versuchte trotz ihres Meckerns weiter zu schlafen.Ich merkte, wie sie rotierte und ächzte, aber ich schlief wieder ein. Geweckt wurde ich durch Tritte der Großen, die bei ihrem Papa im Arm lag und mich herausfordernd anschaute. Meh. Der Blick auf die Uhr dagegen war erfreulich, wir hatten alle bis 8.15 geschlafen. Das Baby hatte sich tatsächlich um 180 Grad gedreht, war aber alleine wieder eingeschlafen. Wir frühstückten ein schnelles Toast-Frühstück, weil wir den (möglicherweise kurzen) norddeutschen Sommer und auflaufendes Wasser ausnutzen und ans Meer fahren wollten. Zusammenpacken mit Kind und Baby fühlt sich irgendwie immer an, als ob man für Wochen verreisen möchte, aber immerhin kamen wir nach 2 Kackwindeln, Kind eincremen, Sandwiches machen, schnell noch die Wäsche abnehmen um 10.30h los. Und fuhren erstmal in den Stau. Die Idee mit dem Meer hatten wohl auch andere…. nach ungefähr 5 Baustellen und einem brüllenden Baby waren wir endlich da. Stillen und wickeln. Wir bezogen den Strandkorb und die Große und ich testeten die Wasserqualität. Kalt. Überhaupt war es ganz schön kalt bei 20 Grad und Wind, vor allem im Schatten. Das große Kind ist da ziemlich unerschrocken. Dann kam der Mann mit Heuli-Baby in der Manduca an, wohl doch noch hungrig. Also Stillen und Wickeln. Nachdem wir alle Brote gegessen hatten und ich anfing mich in rasendem Tempo über die Gummibärchen herzumachen beschloss ich, mich mal um richtiges Essen zu kümmern und packte das Baby zum Schlafen in die Manduca, wo sie innerhalb von Sekunden wegpennte. Am Imbiss hatte ich die Wahl, mich bei der kürzeren Fischschlange oder der längeren Pommesschlange anzustellen. Ich entschied mich für letzteres, denn ohne Pommes brauchte ich dem großen Kind wohl nicht kommen. Boah,  lange nicht so unorganisierte Imbissleute gesehen. Eine (!) Stunde habe ich gewartet und es waren vielleicht 12 Leute vor mir… und ich hatte das Telefon vergessen. Meh. Als ich zurückkam war die Stimmung gereizt, Hunger und Langweile sind eine furchtbare Mischung. Wir aßen, schauten noch mal am Meer vorbei, Spielplatz, rum hängen und dann war der Tag am Meer auch schon vorbei. Auf dem Rückweg zum Auto wachte das Baby auf. Stillen und Wickeln. Zuhause gab es eine Runde Kuchen um das schlimmste an Hungerlaune zu verhindern. Ich machte innerhalb von 20 Minuten Essen und musste dann erstmal Stillen.  Diesmal ohne Wickeln. Dann endlich auch Essen für mich. Der Mann kümmerte sich um Baden und Bett für die Große, ich um dasselbe Programm für die Kleine. Ich gewann. Der Mann gab um kurz vor 9 Uhr wutentbrannt auf, weil die Große partout nicht schlief. Die kam heulend zu mir und dem auf mir schlafenden Baby. Jetzt schlafen beide (21.28h) und es folgt die Baderunde für die Erwachsenen. Irgendwie hatte ich so Tage am Meer erholsamer in Erinnerung…. Gute Nacht!

Mehr von “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Tagebuchbloggen – WMDEDGT im April

DSC_4955Der Tag “startete” mit dem ersten Stillstopp um 4 Uhr. Ich registriere, dass der Mann mal wieder ausgewandert ist und mir das große Kind dagelassen hat. Um 7 Uhr wachen wir Mädels auf, eine Runde Familienkuscheln. Wir haben es nicht eilig, das Kind ist krank. Nach einer Streptokokken-Infektion ist das Kind zu Hause. Ihr ging es zwar schon besser, ziemlich schnell sogar nach dem Antibiotika, aber gestern Abend hatte sie doch wieder Fieber. Das Baby muss gewickelt werden. Vor dem 2. Stillstopp mache ich dem Kind ein Brot, dass es mit in sein Zimmer nimmt. Sie ist voll im Hörspiel-Fieber und seitdem auch mal länger alleine in ihrem Zimmer. Um kurz nach 8 Uhr erreiche ich den Kinderarzt und kriege einen Termin für 11.30 Uhr. Ich lese ein bisschen im Internet, während das Baby stillt. Während das wache Baby vom Kind bespaßt wird, frühstücke ich, das klappt wirklich gut so langsam.

Das große Kind und ich schauen uns ausführlich ein Tierbuch an. Sie kann wirklich schon viele Tiere, aber das Chamäleon ist neu für sie. Wir schauen nach Videos um den Farbwechsel genauer zu sehen und landen bei einem Film über Chamäleons in Griechenland. Eine Kackwindel unterbricht uns und ist die Gelegenheit, die Kinder anzuziehen. Für mich reicht es nicht, denn der 3. Stillstopp wird lautstark eingefordert. Danach ist das Baby offensichtlich müde, kann aber nicht sofort einschlafen. Weil nun langsam der Arztbesuch ansteht muss ich mich unter Protest des Babys anziehen. Im Maxis Cosi wird es dann von der großen Schwester geschaukelt, weil ich noch ein paar Dinge zusammen suchen muss. Im Auto ist es eingeschlafen und verschläft netterweise den kompletten Termin.

Wir warten nur kurz im Wartezimmer. Wie schon vermutet, hat das Kind wohl einen Virusinfekt, aber zur Sicherheit wollen sie noch mal den Urin untersuchen. 2 Versuche Pipi zu machen scheitern, wir kriegen den Becher mit nach Hause, müssen später noch mal hin. Ich hoffe, dass sie bis Ende der Woche wieder gesund ist, denn es steht am Samstag ihre Kindergeburtstagsparty ins Haus.

Das Baby schläft zu Hause weiter, also schnell Mittagessen, ein bissl Küche machen und dem kranken Kind Bücher vorlesen. Während ich telefoniere, um die weiteren Wochenplanung mit Familie abzuklären, wachte das kleine Mädchen auf. 4. Stillstop inklusive Unterbrechung durch Windeln. Das große Kind ist gleich wieder in Bett verschwunden, hat aber immerhin 2 Brote, ein bisschen Gurke und Möhre gegessen. Zwischendurch setze ich Karoffeln für das Abendessen auf und stelle fest, dass wir immernoch keinen Feta für den geplanten Auflauf haben, den ich gestern vergass dem Mann auf den Zettel zu schreiben.

Ich mache Tee, damit sie mehr trinkt. 1 Stunde bevor die Praxis wieder aufmacht, muss sie endlich. Aber blödes Timing, weil das nicht älter als 1 Stunde sein darf. Wir müssen danach noch zu meiner Mutter, das Auto zurückbringen. Ich will das nutzen, ihr und der Nachbarin endlich Bilder und Dankeskarten mitzubringen. Ich schreibe die 2 Karten. Dazu sortiere ich die entwicklten Bilder. Die Große reisst sich gleich einige unter den Nagel und sortiert auch ihrer Schwester einige Bilder zu. Als ich die dann wieder einstecke, weil die Kleine ja noch nichts damit anfangen kann, ist das Geheule plötzlich groß. Wir wandern für den nächsten Stillstopp und Kuscheln mit der jammrigen Großen aufs Sofa.

Meine Schwester ruft an, wir müssen ein paar Dinge besprechen. Dabei fällt der Großen ein, dass sie nun aufs Klo muss. Wir vertagen uns kurz und endlich haben wir das Pipi. Ich rufe meine Schwester zurück und wir gehen noch ein paar Dinge durch, auch weil ich gleich zu meiner Mutter fahre. Endlich gebe ich die Tante weiter an die schon quengelnde Große und packe derweil das schlafende Baby in den Maxi Cosi, was sie auch mit macht. Der Tante werden unterdessen all die Tiere aus dem Tierbuch vom Vormittag aufgezählt, bis ich fertig bin zur Abreise.

Beim Kinderarzt dürfen wir zugucken, wie ein Teststäbchen in den Urin gelegt wird. Alles gut. Lustigerweise hatte die Große beim gestrigen Hebammenbesuch diese Stäbchen gesehen und gefragt wofür die seien. Jetzt weiß sie es.

Weiter durch den Feierabendverkehr zu meiner Mama, der Mann schreibt, dass er auch schon unterwegs nach Hause ist. Meine Mutter hat eine kleine Agenda, was zu besprechen ist. Ich setzte mich zum nächsten Stillstopp aufs Sofa, das Baby ist pünktlich zur Ankunft aufgewacht. Es gibt ein paar Dinge wegen der Wohnung zu regeln, aber wir werden ständig von der Großen unterbrochen, die sich auf die Aufmerksamkeit der Oma gefreut hatte und jetzt schon wieder nicht bespielt wird. Meine Mutter hat praktischerweise den fehlenden Feta vorrätig, wenigstens muss keiner mehr einkaufen. Das Baby macht die Windeln voll (wie immer, bei der Oma…). Nach einer Besichtigung des Gästezimmers und Kellers hinsichtlich weiterer To Dos ist es 6 Uhr und wir müssen dringend aufbrechen.

Das Baby schläft wieder ein, so kann ich zu Hause gleich mit dem Essenmachen fortfahren, das der Mann begonnen hat. Er bezieht derweil das Bett der Großen zusammen mit ihr neu. Als die Kleine dann aufwacht trägt er sie herum bis sie wieder schläft. Als der Auflauf im Ofen ist, stille ich und lege das Baby dann auf die Decke, während ich den Tisch decke. Da macht sie wieder die Windel voll. Diese geht auf Papa. Dann ist endlich das Essen fertig. Die Große findet das “ekelig”, lässt sich dann doch zum Probieren überreden, aber spuckt es wieder aus. Sie ist wohl zu müde zum Essen. Dafür liegt sie dann mit der Kleinen auf der Decke, so dass ich wenigstens eine kleine Portion essen kann, bevor ich nachfüllen kann, was gerade in der Windel gelandetet ist. 8. Stillstopp. Der Mann isst auf, während für das Kind das verpasste Sandmännchen auf meinem Laptop läuft. Dann bringt er die Große ins Bett.

Während das Baby isst und einschläft, suche ich nach einem Geburtstaggeschenk für meine Tante. Ich habe eine schicke Jelly Roll für die Nähbegeistere gefunden, muss aber leider feststellen, dass der Shop im Urlaub ist. Genau diese Jelly Roll passte aber wegen der Schildkröten so super. Leider finde ich keinen anderen deutschen Shop mit diesem Muster. Der Mann kommt vom Bettgehenbringen wieder. Ich nutze die Gelegenheit die Kleine in den Stubenwagen zu legen und noch mein restliches Abendessen zu essen. Und weil sie so schön weiterschläft komme ich tatsächlich dazu, diesen langen Text zu schreiben. Sie quäkt immer mal wieder, lange hab ich wohl nicht mehr, dann steht der letzte Stillstopp des Tages an. Also, jetzt schnell bettfertig machen.

Mehr gibts wie immer bei Frau Brüllen, die immer am 5. eines Monats fragt: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?