WMDEDGT im August

rose

Ich hatte es mir fest vorgenommen, endlich mal wieder mitzumachen. Jetzt ist es viertel vor 11, ich habe gerade ein Glas Sekt getrunken und sitze zwischen der zusammengelegten Wäsche, die ich während der 3. Folge Game of Thrones gefaltet habe und müsste mich auf den Weg ins Bett machen.

Begonnen hat mein Tag so um viertel nach 1, als die Kleine aufwachte, ich sie mit “heavy schuckeln” wieder beruhigte und gleich drüben blieb. In Gedanken gratulierte ich meinem Vater, der heute 69 geworden wäre. Um halb 3h gab’s dann wegen Unberuhigbarkeit und praktisch ausgefallendem Abendessen ne halbe Banane und ein bisschen Milch. Nach Gezappel und einigen Füßen im Gesicht zog ich mich zum Fußende zurück, las diesen Artikel und als die Kleine unter einem Kissen begraben endlich schlief, wanderte ich gegen halb 4 ins eigene Bett zurück. Wo um halb 5 die Große kam und ungeduldig auf ihre Rapunzel-Barbie hoffte. Die sollte Belohnung für eine Woche alleine einschlafen sein. Irgendwann schlief sie aber doch noch mal und ich wachte um viertel nach 7 von einem fröhlichen Gebrabbel der Kleinen auf, holte die Rapunzel aus dem Schrank (die hatte ich nämlich gestern vergessen zu verpacken) und ging zur Kleinen. Wir gammelten so in den Morgen, ich machte Essens- und Einkaufslisten im Trello und um halb 9 beschloss ich, die Große mal zu wecken. Sie freute sich über die Barbie und verschwand in ihrem Zimmer. Ich ging duschen und dann wachte auch der Mann auf.

Nach dem Frühstück machten die Große und ich uns auf zum Einkaufen und brachten noch Retouren weg.  Ich hatte zum ersten Mal eine Essensliste für die ganze Woche erstellt, um mal zu testen ob so weite Vorausplanung funktioniert. Ich versuche mich in Effizienzsteigerungen für den Jobeinstieg. Dementsprechend groß war der Einkauf. Aber nur mit der Großen ist es echt entspannt, der Kleinen muss ich immer hinter her rennen, die klettert aus allem raus.

Nach dem Einkauf setzte ich mich kurz in die Sonne, die sich überraschenderweise zeigte. Gute Entscheidung, denn als ich die kurze Hose anzog, weil die Jeans zu warm war, zogen dunkle Wolken und ein heftiger Schauer auf. Ich buk einen Kuchen, weil wir anlässlich des Geburtstags meines Vater bei meiner Tante zum Kaffee eingeladen waren. Ihm zur Ehre musste es eine Schokino-Fertigbackmischung sein, ich schwelgte etwas in Kindheitserinnerungen, wo es immer am Samstag diesen Kuchen bei ihm gab. Die Große hörte derweil ihr Anna&Elsa Hörspiel in der Dauerschleife und verwüstete dabei ihr Kinderzimmer. Dann bereitete ich noch einen Teil des Abendessens vor, zog der Kleinen nach dem Mittagsschlaf ein hübsches Kleidchen an und los ging es. Wir quatschten, und spielten und aßen Kuchen und erst am Ende erinnerten wir uns ein bisschen an das Leben mit meinem Vater. Manchmal kann ich immer noch nicht begreifen, dass er einfach nicht mehr da ist.

Wir kam viel zu spät nach Hause. Ich kümmerte mich um die Fortsetzung der Abendessenzubereitung, während der Mann den Kindern eine Dosensuppe machte, weil diese das Essen verschmähen würden (Spinat-Hackfleisch-Blätterteigtaschen). Wir aßen, die Kinder spielten und schauten Peppa Wutz. Ich brachte die Große ins Bett, der Mann die Kleine, alles ohne Drama. Es wurde auch keine weitere Belohung fürs alleine Schlafen (nach Vorlesen und Kuscheln) verlangt, ich glaube, wir haben das Thema jetzt geschafft *klopft auf Holz*.

So jetzt ist’s viertel nach 11, ich räum das Bett und dann geht’s Schlafen. Mindestens 10 Stunden, der Mann hat Kinder(nacht)dienst (yay!). Gute Nacht!

Hier gibt’s mehr vom Tage. 

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WMDEDGT

blumen

Also eigentlich muss ich _jetzt_ (11:38) gerade Muffins backen für das Mai-Fest im Kindergarten, das wettertechnisch eher in den Herbst als den Frühling passt. Aber dann habe ich bei Frau Stahldame gesehen, dass ja heute WMDEDGT ist und habe den Ansporn, es auch mal wieder zu versuchen.

Dieser Freitag liegt in einer der bisher terminintentsivsten Wochen des Jahres. Schulanmeldung, Eigentümerversammlung, Geburtstagseinladung, Mai-Fest, Europa-Empfang, Besuch der Schwägerin aus Norwegen. Und dann kam gestern noch spontan ein telefonisches Vorstellungsgespräch für heute rein. Puh. Also, toll, aber puh. Leider schläft die Kleine im Moment vormittags nicht verlässlich und so musste ich kurzerhand eine Betreuung für die 15 vorgeschlagenen Minuten organisieren. Erst dachte ich an meine Mutter, aber der Aufwand war nicht angemessen und sie hat noch ein wenig an einer kleinen Fuß-Op zu knapsen. Also, die Nachbarin gefragt, auf deren gleichaltrige Tochter ich selbst vor einiger Zeit aufgepasst hatte. Die schrieb, dass sie heute ins Krankenhaus müsse, weil ihr Gebärmutterhals sich stark verkürzt hätte (33. Woche), aber ihr Mann aufpassen würde. Ich stelle sicher, dass es wirklich ok ist und bin erleichtert, diese Möglichkeit zu haben. Die Nacht war leider ziemlich unruhig, nachdem die Kleine gestern schon um 18 Uhr heulend durch war. Sie versuchte zu schlafen, aber zappelte mich immer wieder wach. Ich schaue um 0.30h, 1.30h, 3.40h, 5.20h auf die Uhr und stille ein letztes Mal um 6.10h, dann schlafen wir noch bis um 7.05h. Immerhin. Ich glaube, so langsam bin ich reif fürs nächtliche Abstillen. #gähn.

Die Große will auch nicht so recht aus dem Bett, sie braucht im Moment lange zum Einschlafen abends und es wird immer später. Immerhin haben wir gestern Abend schon ein Kleidermännchen gemacht und so entfällt die leidige Auswahl. Ich mache die Kleine und mich fertig und bugsiere die Große dann ins Bad. Sie trödelt. Ich mache schon mal die Frühstücksdose und decke den Tisch. Nackt steht die Große dann vor mir und erzählt mir, dass sie sich schon gewaschen hat. Immerhin. Ich frühstücke dann einfach mal und hake es für die Große ab, die mit der Kleinen in ihrem Zimmer verschwindet. Ich nutze die Abwesenheit um schnell schon mal den Buggy runter zu tragen und auch ein bisschen Müll, den ich in der nachbarlichen Mülltonne auswildern will, weil unsere Tonnen seit der Ankunft von 4 Windelbabys im 3-Parteienhaus heilos überfüllt sind. Um 8h blase ich zum allgemeinen Zähneputzen und bestehe auf einer Jacke über dem sommerlichen Kleid.

Wir kommen fast pünktlich in den Kindergarten. Ich ärgere mich, keine Geld eingesteckt zu haben um Gutscheine für Essen und Trinken beim Fest zu kaufen. Wieder zu Hause wusele ich noch ein bisschen durch die Wohnung, lege mir die Unterlagen für das gespräch um 10 Uhr zurecht und versuche, die Kleine doch noch in den Schlaf zu stillen.Ich habe so meine Befürchtungen, ob sie bei dem Nachbar bleiben wird. Sie ist zwar nicht so eine “Männerhasserin” wie ihre große Schwester, aber so richtig gut kennt sie ihn einfach nicht. Schlafen klappt nicht. Dann mache ich mich um kurz nach halb 9 auf. Ich treffe noch die andere Nachbarin im Hausflur. Diese bietet mir auch noch ihre Hilfe an, da sie gerade von dem geplanten Krankenhaus der anderen Nachbarin erfahren hat. So dankbar, dass sich hier gerade ein schönes Netzwerk zusammenbaut.

Die Nachbarin ist noch nicht im Krankenhaus, liegt auf dem Sofa. Die Kleine ist sofort vom vielen elektrischen Spielzeug gebannt und nach ein paar Minuten gehe ich. Aber der geplante Anruf kommt und kommt nicht. Ich höre die Kleine von unten weinen und denke, dass sie wohl doch zu müde war. Um 20 nach 10 rufe ich einfach mal an. Niemand hebt ab. Mist. Aber bevor ich noch überlegen kann, was ich nun mache, werde ich zurück gerufen und bin im Telefonat. Das sehr nett verläuft, ich habe das Gefühl, das könnte passen. Aber meine Erfahrungen in den letzten Jahren sagen, bloß keine Hoffnung machen…

Nach dem Ende des Telefonat sprinte ich runter und nehme ein verheultes Baby aus dem Arm des Nachbarn. Sie war wohl einfach müde, aber auf dem Arm ging es. Ach mein armes Baby. Wir gehen hoch und schnurstracks ins Schlafzimmer, wo die Kleine auch nach wenigen Minuten eingeschlafen ist. Ich überlege kurz mit zu schlafen, aber die Muffins. Achja.

So, nun (12.23h) sind die Muffins im Ofen, gerade noch rechtzeitig, damit ich die Große um 13h aus dem Kindergarten holen kann, die sollen noch eine Pause haben, bevor es um 15h wieder losgeht.

So 22:00h, ich sitz endlich auf dem Sofa und komme dazu, den Rest vom Fest zu verbloggen. Die Kleine wachte um 20 vor 1 auf, so dass es peferkt für den Weg in den Kondergarten reichte. Wir haben uns viel Zeit für den Weg vom Kindergarten nach Hause gelassen, die Kleine mag immer mehr selbst laufen, leider auch auf die Straße. Zuhause haben wir noch die Muffins dekoriert, ein paar Nudeln mit Pesto vom Vortag  gegessen und ein bisschen gespielt, bis wir auch schon wieder losmussten. Das Frühlingsfest war sehr nett, trotz des Wetters. Wir haben Kuchen und Bratwurst gegessen, ein bisschen unterhalten, ständig dem Baby hinterher gewetzt und der Großen beim Turnen an der Turnstange zugeschaut. Endlich habe ich mir mal die Krippengruppe der Kleinen angeschaut und mit der Leitung gesprochen. Und dann war das Baby auch schon ziemlich durch und gegen den sehr körperlichen Protest der Großen sind wir dann kurz nach 5 heim. Tja, und gaben dem Teufelskreis nach, und legten das Baby schlafen, nachdem sie auf dem Heimweg schon fast weg war. Mann und Tochter holten sich noch eine TK-Pizza, ich mochte nur noch Skyr und Banane essen. Die Kleine habe ich dann um 18.45h wieder geweckt: Lieber kein Feierabend als noch so eine Nacht. Wir wuseln alle noch ein bisschen rum, lesen Zeitung und Buch und versuchen die Große Richtung Bett zu ordern. Die Kleine isst noch ein bissl Skyr und klettert über den Sessel in ihren Stall, wo sie dann anfängt zu heulen, weil eingesperrt. (#meinenerven und #hehe). Gegen 20:30h beschließe ich, dass der 2 Stunden-Regel (Mindestabstand zwischen 2 Schlafphasen. Immer.) ausreichend gehuldigt wurde und ziehe mit der Kleinen gen Bett. Sie trinkt lange, aber schlafen kann sie so schnell doch nicht. Nach Rumgewälze schläft sie schließlich, quer im Bett des Mannes, mit Kopf an der Kante. Ich ziehe sie rein, streichele sie… und wecke sie wieder auf. Mist. So ein Anfängerfehler. Es dauert, bis sie sich beruhigt und wieder eine Position zum Einschlafen findet. Jetzt Feierabend. Oder so.

Puh, was bin ich froh, dass die eigentlich hier und heute geplante Spielerunde des Mannes spontan ausgefallen ist. So, nun gute Nacht zusammen.

WMDEDGT im Juli

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Einmal im Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag so? Mehr davon gibt es hier

Das war heute irgendwie so ein durchgewurschelter Alltagstag kurz vor den Ferien. Mal schauen, ob ich noch alles zusammen kriege.

Angefangen hat der Tag mit dem 2. Stillstopp des Tages um 5.48h. Zwei Minuten bevor der Wecker des Mannes geht. Leider war damit auch ein Schiss verbunden und damit Aufruhr, so dass das Baby pünktlich um 6.50h, zu meinem Weckerklingeln, wieder schlief. Ich machte mich schon mal auf in die Küche, machte mir einen Kaffee und beschloss Haferbrei zu kochen, weil ich weder Lust auf Müsli noch auf Cornflakes hatte. Nebenbei machte ich schon mal die Brotdrose fürs Kind fertig. Dann ging es auf zum Wecken. DIe Tochter hatte mal wieder in ihrem eigenen Bett geschlafen, allerdings erst spät, daher war das Wecken etwas mühsam. Essen war auch nicht so der Hit. Dann lenkte uns noch ein Krankenwagen in unserer Straße ab, der, wie sich zeigte, auch noch in unser Haus wollte. Ich befürchtete, die schwangere Nachbarin mit den Zwillingen habe vielleicht einen Blasensprung. Immerhin funktionierte Waschen und Anziehen ohne Stress, auch wenn es immer noch kein Elsa-Kleid zum Anziehen gab. Dafür nahm sie ein ein paar blaue Klamotten und zum vollständigen Glück fielen mir noch die blauen Garten-Crocs als Ergänzung ein. Am Ende war es dann doch 8.20h als wir das Haus verließen. Ich packte das gerade aufwachende Baby einfach im Schlafsack in den Kinderwagen und grapschte noch schnell den Einkaufszettel.

Im Kindergarten wurde das Kind schon erwartet, da ein Ausflug zu zwei Kindern nach Hause geplant war und sie noch schnell frühstücken sollte. Ich machte mich auf zum Einkaufen. Am Ende war das Baby dann ziemlich unleidlich und ich trug sie einen Teil der Strecke nach Hause. Da stillten wir dann erstmal in Ruhe, ich checkte mein Instagram während das Baby auf mir schlief. Ich legte sie weg und verräumte die Einkäufe und Bio-Kiste, wobei ich den schimmligen Rhabarber aus dem Kühlschrank entfernte und diesen gleich mal wischte. Die Nachbarin schrieb, dass sie unser Treffen morgen absagen müsse, weil sie mit Blasensprung im Krankenhaus sei – und da bleiben müsse, bis die Kleinen da sind. Ich hoffe, das da alles gut geht, sie hätte eigentlich noch fast 8 Wochen gehabt.

Das Baby wachte auf und wir stillten wieder. Sie hatte die letzten Tage nicht so richtig gut getrunken, erkältungsbedingt wahrscheinlich. Das schien sie dann heute nachholen zu müssen. Danach fiel mir ein, dass ich mir ja noch ein Croissant beim Bäcker geholt hatte. Ich verspeiste es und gleich noch das Kürbiskernbrötchen hinterher, das mein Mittag sein sollte. Satt war sie noch immer nicht. Also diesmal das Baby. Sie stillte und schlief dabei ein. Ich nutzte die Zeit, endlich mal die schon abgeklebten Kisten zu bemalen. Meine “kreative Pause” hielt 40 Minuten, da war die Dame dann schon wieder wach, diesmal verdauungsbedingt. Weil sie gerade wund ist – zum ersten Mal – legte ich sie mit dem nackten Po und Stulpen auf eine Wickelunterlage zum lüften. Ich schaute mir die 2. Runde vom #intheyarngardencal an und fing an zu häkeln. Dann packte ich das meckernde Kind in die Manduca. Sie schlief recht schnell, aber beim Ablegen wurde sie wieder wach. Also, Baby in die Wippe, und noch schnell die Spülmaschine aus- und einräumen und eine Maschine Wäsche anstellen, damit das Baby einen Schlafanzug am Abend hat.

Dann holten wir die Große aus dem Kindergarten ab und gingen ganz schnöde nach Hause. Ohne Nachmittagsprogramm, ohne Action. Dafür mit Motzen und Gejammer. Ein Blick in die Brotdose erklärte die unterirdische Laune. Fast voll. Also erstmal was Essen, die Reste und einen Obstteller. Ich hatte nach meinem üppigen 2.Frühstück auch irgendwie kein Mittag gehabt. Dann wollte die Große gerne mit dem Porzellangeschirr spielen und wir machten ein Kaffeekränzchen zu dem ich noch ein paar Kekse spendierte. Wir lasen 2 Bücher bis die Kleine so quengelig war, dass wir stillten und die Große sich in ihr Zimmer verzog. Ich packte die Kleine in die Manduca, wo sie auch relativ schnell schlief. Ich setzte mich aufs Sofa und häkelte ein bisschen, anstatt Essen zu machen. Der Mann kam auch bald, und wir beschlossen, dass das geplante Essen eh zu aufwendig war und der Mann schlug eine Hacksoße vor, damit das Hackfleisch weg kam. Ich häkelte noch die Runde fertig und legte das Baby weg, das aber noch mehr Essen wollte. Also stillten wir und waren pünktlich zum Essen fertig bzw. eingeschlafen.

Wir schauten alle zusammen Sandmännchen. Der Mann übernahm die Bettgehroutine bei der Großen und da wachte dann auch die Kleine wieder auf. Wir – surprise, surprise – Stillten. Ich schaute ein bissl nach Walkanzügen und Stoffen. Nach einer frischen Windel legte ich die Kleine auf ihre Matte und begann den Artikel. Der Mann war sogar schon um 20.20h bei der Großen fertig, das ist rekordverdächtig derzeit. Jetzt noch ein bissl häkeln und dann die Kleine überreden mal zu schlafen.

 

WMDEDGT im Juni

strand

Der Tag begann, wie alle derzeit, um 5.30h mit dem erstem Stillstopp. Danach war das Baby wach. Ich nicht, also legte ich sie in ihr Bett und versuchte trotz ihres Meckerns weiter zu schlafen.Ich merkte, wie sie rotierte und ächzte, aber ich schlief wieder ein. Geweckt wurde ich durch Tritte der Großen, die bei ihrem Papa im Arm lag und mich herausfordernd anschaute. Meh. Der Blick auf die Uhr dagegen war erfreulich, wir hatten alle bis 8.15 geschlafen. Das Baby hatte sich tatsächlich um 180 Grad gedreht, war aber alleine wieder eingeschlafen. Wir frühstückten ein schnelles Toast-Frühstück, weil wir den (möglicherweise kurzen) norddeutschen Sommer und auflaufendes Wasser ausnutzen und ans Meer fahren wollten. Zusammenpacken mit Kind und Baby fühlt sich irgendwie immer an, als ob man für Wochen verreisen möchte, aber immerhin kamen wir nach 2 Kackwindeln, Kind eincremen, Sandwiches machen, schnell noch die Wäsche abnehmen um 10.30h los. Und fuhren erstmal in den Stau. Die Idee mit dem Meer hatten wohl auch andere…. nach ungefähr 5 Baustellen und einem brüllenden Baby waren wir endlich da. Stillen und wickeln. Wir bezogen den Strandkorb und die Große und ich testeten die Wasserqualität. Kalt. Überhaupt war es ganz schön kalt bei 20 Grad und Wind, vor allem im Schatten. Das große Kind ist da ziemlich unerschrocken. Dann kam der Mann mit Heuli-Baby in der Manduca an, wohl doch noch hungrig. Also Stillen und Wickeln. Nachdem wir alle Brote gegessen hatten und ich anfing mich in rasendem Tempo über die Gummibärchen herzumachen beschloss ich, mich mal um richtiges Essen zu kümmern und packte das Baby zum Schlafen in die Manduca, wo sie innerhalb von Sekunden wegpennte. Am Imbiss hatte ich die Wahl, mich bei der kürzeren Fischschlange oder der längeren Pommesschlange anzustellen. Ich entschied mich für letzteres, denn ohne Pommes brauchte ich dem großen Kind wohl nicht kommen. Boah,  lange nicht so unorganisierte Imbissleute gesehen. Eine (!) Stunde habe ich gewartet und es waren vielleicht 12 Leute vor mir… und ich hatte das Telefon vergessen. Meh. Als ich zurückkam war die Stimmung gereizt, Hunger und Langweile sind eine furchtbare Mischung. Wir aßen, schauten noch mal am Meer vorbei, Spielplatz, rum hängen und dann war der Tag am Meer auch schon vorbei. Auf dem Rückweg zum Auto wachte das Baby auf. Stillen und Wickeln. Zuhause gab es eine Runde Kuchen um das schlimmste an Hungerlaune zu verhindern. Ich machte innerhalb von 20 Minuten Essen und musste dann erstmal Stillen.  Diesmal ohne Wickeln. Dann endlich auch Essen für mich. Der Mann kümmerte sich um Baden und Bett für die Große, ich um dasselbe Programm für die Kleine. Ich gewann. Der Mann gab um kurz vor 9 Uhr wutentbrannt auf, weil die Große partout nicht schlief. Die kam heulend zu mir und dem auf mir schlafenden Baby. Jetzt schlafen beide (21.28h) und es folgt die Baderunde für die Erwachsenen. Irgendwie hatte ich so Tage am Meer erholsamer in Erinnerung…. Gute Nacht!

Mehr von “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

WMDEDGT im Mai

SonneEs ist 22.00 Uhr und ich denke das erste Mal an WMDEGT als ich Frau Brüllens Eintrag bei Twitter seh. Der Tag war so schön, dass ich das Internet voll vergessen hatte.

Angefangen hat der Tag mit dem nächtlichen Stillstopp um 4 Uhr, der allerdings harmlos und schnell erledigt war. Ich erinnere mich daran, den Wecker auszustellen und auch den Mann. Puh. Um 7 Uhr kam die Große ins Bett. Die kuschelte erst noch mit dem Mann und dann standen beide auf. Ich bekam noch 10 Minuten weiteren Schlaf, bis das Baby Hunger anmeldete. Nach dem Stillen standen wir beide auch auf, und ich lieferte das Baby Wohnzimmer ab um unter die Dusche zu steigen. Danach musste ich auch erstmal was Essen und Kaffee. Dann machte ich mich daran, die Küche soweit aufzuräumen, dass man ein bissl darin arbeiten konnte. Wir waren zu einem Geburtstagsbrunch bei Freunden eingeladen und ich wollte gefüllte Blätterteigtaschen mit Gorgonzola, Trauben und Walnüssen mitbringen. Die mussten aber noch hergestellt werden. Kurz vor geplanter Abfahrt waren die dann fertig. Schnell noch das Geschenk eingepackt, ein bisschen Farbe ins Gesicht und los. Wir luden Kinder und Essen und Zeug in und auf die Fährräder samt Anhänger und fuhren los.

Und so verbrachten wir den Tag: Essend, quatschend, stillend, sonnend, mit viel Kinderlachen auf Trampolin und Schaukel. Gegen 18 Uhr waren wir wieder zu Hause, improvisierten was Eßbares, das nicht aus Teig bestand, schafften beide Kinder in ihre Betten. Und sind jetzt selbst total kaputt von einem langen Tag voller Sonne und Lachen. Jetzt ist es 22:22 Uhr. Gute Nacht.

Tagebuchbloggen – WMDEDGT im April

DSC_4955Der Tag “startete” mit dem ersten Stillstopp um 4 Uhr. Ich registriere, dass der Mann mal wieder ausgewandert ist und mir das große Kind dagelassen hat. Um 7 Uhr wachen wir Mädels auf, eine Runde Familienkuscheln. Wir haben es nicht eilig, das Kind ist krank. Nach einer Streptokokken-Infektion ist das Kind zu Hause. Ihr ging es zwar schon besser, ziemlich schnell sogar nach dem Antibiotika, aber gestern Abend hatte sie doch wieder Fieber. Das Baby muss gewickelt werden. Vor dem 2. Stillstopp mache ich dem Kind ein Brot, dass es mit in sein Zimmer nimmt. Sie ist voll im Hörspiel-Fieber und seitdem auch mal länger alleine in ihrem Zimmer. Um kurz nach 8 Uhr erreiche ich den Kinderarzt und kriege einen Termin für 11.30 Uhr. Ich lese ein bisschen im Internet, während das Baby stillt. Während das wache Baby vom Kind bespaßt wird, frühstücke ich, das klappt wirklich gut so langsam.

Das große Kind und ich schauen uns ausführlich ein Tierbuch an. Sie kann wirklich schon viele Tiere, aber das Chamäleon ist neu für sie. Wir schauen nach Videos um den Farbwechsel genauer zu sehen und landen bei einem Film über Chamäleons in Griechenland. Eine Kackwindel unterbricht uns und ist die Gelegenheit, die Kinder anzuziehen. Für mich reicht es nicht, denn der 3. Stillstopp wird lautstark eingefordert. Danach ist das Baby offensichtlich müde, kann aber nicht sofort einschlafen. Weil nun langsam der Arztbesuch ansteht muss ich mich unter Protest des Babys anziehen. Im Maxis Cosi wird es dann von der großen Schwester geschaukelt, weil ich noch ein paar Dinge zusammen suchen muss. Im Auto ist es eingeschlafen und verschläft netterweise den kompletten Termin.

Wir warten nur kurz im Wartezimmer. Wie schon vermutet, hat das Kind wohl einen Virusinfekt, aber zur Sicherheit wollen sie noch mal den Urin untersuchen. 2 Versuche Pipi zu machen scheitern, wir kriegen den Becher mit nach Hause, müssen später noch mal hin. Ich hoffe, dass sie bis Ende der Woche wieder gesund ist, denn es steht am Samstag ihre Kindergeburtstagsparty ins Haus.

Das Baby schläft zu Hause weiter, also schnell Mittagessen, ein bissl Küche machen und dem kranken Kind Bücher vorlesen. Während ich telefoniere, um die weiteren Wochenplanung mit Familie abzuklären, wachte das kleine Mädchen auf. 4. Stillstop inklusive Unterbrechung durch Windeln. Das große Kind ist gleich wieder in Bett verschwunden, hat aber immerhin 2 Brote, ein bisschen Gurke und Möhre gegessen. Zwischendurch setze ich Karoffeln für das Abendessen auf und stelle fest, dass wir immernoch keinen Feta für den geplanten Auflauf haben, den ich gestern vergass dem Mann auf den Zettel zu schreiben.

Ich mache Tee, damit sie mehr trinkt. 1 Stunde bevor die Praxis wieder aufmacht, muss sie endlich. Aber blödes Timing, weil das nicht älter als 1 Stunde sein darf. Wir müssen danach noch zu meiner Mutter, das Auto zurückbringen. Ich will das nutzen, ihr und der Nachbarin endlich Bilder und Dankeskarten mitzubringen. Ich schreibe die 2 Karten. Dazu sortiere ich die entwicklten Bilder. Die Große reisst sich gleich einige unter den Nagel und sortiert auch ihrer Schwester einige Bilder zu. Als ich die dann wieder einstecke, weil die Kleine ja noch nichts damit anfangen kann, ist das Geheule plötzlich groß. Wir wandern für den nächsten Stillstopp und Kuscheln mit der jammrigen Großen aufs Sofa.

Meine Schwester ruft an, wir müssen ein paar Dinge besprechen. Dabei fällt der Großen ein, dass sie nun aufs Klo muss. Wir vertagen uns kurz und endlich haben wir das Pipi. Ich rufe meine Schwester zurück und wir gehen noch ein paar Dinge durch, auch weil ich gleich zu meiner Mutter fahre. Endlich gebe ich die Tante weiter an die schon quengelnde Große und packe derweil das schlafende Baby in den Maxi Cosi, was sie auch mit macht. Der Tante werden unterdessen all die Tiere aus dem Tierbuch vom Vormittag aufgezählt, bis ich fertig bin zur Abreise.

Beim Kinderarzt dürfen wir zugucken, wie ein Teststäbchen in den Urin gelegt wird. Alles gut. Lustigerweise hatte die Große beim gestrigen Hebammenbesuch diese Stäbchen gesehen und gefragt wofür die seien. Jetzt weiß sie es.

Weiter durch den Feierabendverkehr zu meiner Mama, der Mann schreibt, dass er auch schon unterwegs nach Hause ist. Meine Mutter hat eine kleine Agenda, was zu besprechen ist. Ich setzte mich zum nächsten Stillstopp aufs Sofa, das Baby ist pünktlich zur Ankunft aufgewacht. Es gibt ein paar Dinge wegen der Wohnung zu regeln, aber wir werden ständig von der Großen unterbrochen, die sich auf die Aufmerksamkeit der Oma gefreut hatte und jetzt schon wieder nicht bespielt wird. Meine Mutter hat praktischerweise den fehlenden Feta vorrätig, wenigstens muss keiner mehr einkaufen. Das Baby macht die Windeln voll (wie immer, bei der Oma…). Nach einer Besichtigung des Gästezimmers und Kellers hinsichtlich weiterer To Dos ist es 6 Uhr und wir müssen dringend aufbrechen.

Das Baby schläft wieder ein, so kann ich zu Hause gleich mit dem Essenmachen fortfahren, das der Mann begonnen hat. Er bezieht derweil das Bett der Großen zusammen mit ihr neu. Als die Kleine dann aufwacht trägt er sie herum bis sie wieder schläft. Als der Auflauf im Ofen ist, stille ich und lege das Baby dann auf die Decke, während ich den Tisch decke. Da macht sie wieder die Windel voll. Diese geht auf Papa. Dann ist endlich das Essen fertig. Die Große findet das “ekelig”, lässt sich dann doch zum Probieren überreden, aber spuckt es wieder aus. Sie ist wohl zu müde zum Essen. Dafür liegt sie dann mit der Kleinen auf der Decke, so dass ich wenigstens eine kleine Portion essen kann, bevor ich nachfüllen kann, was gerade in der Windel gelandetet ist. 8. Stillstopp. Der Mann isst auf, während für das Kind das verpasste Sandmännchen auf meinem Laptop läuft. Dann bringt er die Große ins Bett.

Während das Baby isst und einschläft, suche ich nach einem Geburtstaggeschenk für meine Tante. Ich habe eine schicke Jelly Roll für die Nähbegeistere gefunden, muss aber leider feststellen, dass der Shop im Urlaub ist. Genau diese Jelly Roll passte aber wegen der Schildkröten so super. Leider finde ich keinen anderen deutschen Shop mit diesem Muster. Der Mann kommt vom Bettgehenbringen wieder. Ich nutze die Gelegenheit die Kleine in den Stubenwagen zu legen und noch mein restliches Abendessen zu essen. Und weil sie so schön weiterschläft komme ich tatsächlich dazu, diesen langen Text zu schreiben. Sie quäkt immer mal wieder, lange hab ich wohl nicht mehr, dann steht der letzte Stillstopp des Tages an. Also, jetzt schnell bettfertig machen.

Mehr gibts wie immer bei Frau Brüllen, die immer am 5. eines Monats fragt: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? 

WMDEDGT 02/16

gemüseWie auch schon der letzte 5., fing auch dieser schon früh an – ich hoffe, das wird kein Standard. Um 2 Uhr wurde ich mit den Worten „Ich habe eine nasse Hose“ geweckt. Yay. Not. Hat das Kind nun das erste Mal in ihr eigenes Bett gepullert. Also, Kind ausgezogen abgeduscht und wieder angezogen, in unser Bett gesteckt. Dann ihr Bett abgezogen und notdürftig gesäubert. Nach ner halben Stunde Einschlafversuch nach der Aktion hab ich aufgegeben, bin aufgestanden und hab ein bissl Internet gelesen. Ich empfehle die dieswöchigen Wirtschafts-Links bei Herrn Buddenbohm, aber das ist wahrscheinlich eh die selbe Filterbubble hier, oder?

Dann fiel mir ein, ich könnte ja schon mal die Gemüsespieße fürs Faschingsbüffet machen, dann muss ich „morgen“ nicht früher aufstehen, wie geplant. Also, Möhren schälen, Tomaten waschen, Gurke vierteln, alles aufspießen. Was man halt so zwischen 3 und 4 Uhr nachts macht… Jedenfalls keine schlechte Idee, mein Perfektionismus hätte mich morgens in der eingeplanten halben Stunde mehr doch arg gestresst. Irgendwann gegen 5 dann wieder geschlafen. Um kurz nach 7 von Kind geweckt. „Ich will jetzt Fasching.“ Ja, es ist Fasching, Du musst nur aufstehen. Der verbale Enthusiasmus stand in krassem Kontrast zur körperlichen Trägheit des Kindes. Zwei müde Menschen unter Stress gibt hier eine leicht explosive Mischung, aber hey, die Prinzessin war (gerade) pünktlich zum Beginn der Faschingsmodenschau im Kiga. Eine von ungezählten weiteren Prinzessinnen. Aber, hach, alle so niedlich und aufgeregt.

Zuhause widerstand ich dem Impuls sofort ins Bett zu gehen und lüftete noch und stellte wenigstens die Waschmaschine an. Dann zog mich das Bett in seinen Bann und ich beschloss, dass jetzt wenigstens die Decke ein Ende finden musste heute. Nachdem ich Call the Midwife nun durchgeschaut hab, musste noch eine neue visuelle Unterstützung her. Zeit für den Netflix-Account. Leider waren die 3 Folgen Jessica Jones so spannend, dass die Decke immer noch nicht fertig war. Die Maler in der Wohnung meines Vaters informierten mich, dass sie doch noch einen Tag länger brauchen und heute keine Übergabe stattfinde, wie geplant.

Nach einem Nickerchen mittags machte ich mich gegen 15 Uhr auf, das Kind aus dem Kindergarten abzuholen. Jaja, die 40.Woche macht mich träge, nicht einen Todo-Listen Punkt abgehakt, dafür Binge-Watching… Schon fertig angezogen warteten Kinder und Erzieherinnen auf die Eltern. Perfekt, wenigstens hier kein Drama heute. Der obligatorischen Frage „Hast Du was zu Essen?“ begegnete ich mit einem kurzen Stopp beim Bäcker, weil auch mein Mittag etwas dürftig ausgefallen war. Als ich ihr das Hörnchen gab, weil sie lieber im Auto sitzen wollte, als sich die Jacke anzuziehen, bemerkte ich, dass der Glitzernagellack zu großen Teilen weg war. Abgeknabbert. Das gibt dann wohl Glitzerkacke, hm? (Nein, mal im Ernst, dieses Kind treibt mich in den Wahnsinn mit all dem was sie in den Mund steckt, bekaut und isst….)

Zuhause schaffte sie es ca. 5 Minuten alleine zu spielen und mich dann den ganzen Nachmittag mit nervigen Rollenspielen zu nerven. Oder ich war einfach nur müde. Naja, jedenfalls schaffte ich es dann doch noch die Decke fertigzustellen. Yay. (Bilder gibt’s im Hellen). Dann spielten wir eine Runde eine Spiels aus der Bibliothek, räumten gemeinsam die Spülmaschine aus und begannen den Teig für eine Quiche. Dann kam der Mann endlich und erlöste mich. Er spielte Duplo mit ihr während ich die Quiche beendete und dann noch ein bissl Serie guckte. Der Mann wollte sich heute endlich Star Wars anschauen, nachdem alle Versuche, sich dafür mit jemandem zu verabreden, der den Film noch nicht gesehen hat, gescheitert waren. Ich war fürs Bettbringen zuständig. Nach kleinem Zähneputzdrama brauchte sie wirklich lange, um von diesem Tag runterzukommen. Mir ist mal wieder aufgefallen, dass sie oft kurz vor dem Einschlafen noch eine absurde oder sehr zusammenhangslose Bemerkung macht. Heute: „Aber der Spinat ist doch eigentlich nicht zum Kühlen da.“ Und 1 Minute später schlief sie. Endlich.

Der Feierabend bestand aus einer großen Portion Eis und 2 weiteren Folgen Jessica Jones. I like it.

Und diesem Artikel.

Gute Nacht.

Mehr Tagebuchbloggen wie immer bei Frau Brüllen. 

WMDEGT 1/2016

pepperoni Kopie

Puh, das wird ein langer Tag….

Um 00.30 hatte ich das Gefühl, endlich einzuschlafen. Bis zu dem „klong“ der Türklinke, das in der Regel die Tochter ankündigt. „Hab Durst“. Der wurde gestillt, das Kind kuschelte und ich döste vielleicht so bis 1.30h. 1. Toilettenpause. Wieder ins Bett, um 2.00 stand ich wieder auf. Nochmal Toilette. Dann bin ich ins Bett der Tochter umgezogen. An Schlaf immer noch nicht zu denken. Es ist eine schlechte Idee, mit Hunger ins Bett zu gehen. Also stand ich um 2.30 wieder auf, aß eine Banane und eine halbe Tafel Schoki. Das passte wunderbar zu dem Rest der Christmas-Episode von Downton-Abbey, die ich noch nicht gesehen hatte. Zwischendurch noch ein paar Blogs gelesen, weil das Internet schwächelte. Gegen 4 beschloss ich, 3 Stunden Schlaf sollten es sein. Nachdem ich dann noch das latente Asthma beseitigt hatte, schlief ich wohl gegen halb 5 endlich. Ich hörte den Mann um 5.50 aufstehen und um 6.40 gehen, bevor um 6.48 mein Wecker klingelte.

Ich schleppte mich ins Schlafzimmer und kuschelte das Kind wach. Müsli-Frühstück für mich, Brot für das Kind. Anziehen war nur eine mittlere Quälerei. Das Kind machte sich Haarspangen ins Haar und ich musste auch eine haben. Brotdose befüllen und dann Endspurt im Anziehen, heute mit neuem Schneeanzug. Nachdem ich erst gestern Abend das Auto enteist hatte, hoffte ich auf Gnade heute morgen. Umsonst. Eine ordentliche Eisschicht war auf dem Auto, nur da wo der Schnee lag ging es einigermaßen. Großes (neues) Auto und dicker Bauch verhindern derzeit ein effektives Freimachen der Frontscheibe. Mit viel Wischiwaschi und Geduld geht’s dann einigermaßen. Naja, bis ich soweit war, hatte das Kind ausreichend Schnee gegessen, so dass sie fror und freiwillig ins Auto stieg (ohne, wie sonst immer, ihre Jacke auszuziehen!). Normalerweise brauch in für den Weg in den Kindergarten kein Auto, aber ich hatte um 9 Uhr einen Vorsorgetermin. Kind im Kindergarten abgeliefert, beinahe keinen Kuss gekriegt, weil sie so schnell verschwunden war.

Im Schneckentempo ging’s weiter zum Arzt, aber immerhin pünktlich. Erstmal CTG und dann Labor, dann Warten. Um kurz vor 11 dann endlich im Zimmer, mir einen Streptokokken-Test ausm Portemonnaie leiern lassen, dafür „umsonst“ einen Check des Fruchtwassers bekommen. Mann. Aber, alles prima soweit. Endlich fertig, musste ich mir gegenüber im Bioladen, auf dessen Parkplatz ich stand, erstmal ein Brötchen zur Stärkung holen. Stärkung fürs 2.Mal Enteisen des Autos, denn es hatte inzwischen geregnet. Yay, Winter.

Nach Hause geschlichen zu einem Telefontermin. Ein bissl Nachbereitung, ein schnelles Brötchen und dann wenigstens einmal kurz aufs Ohr hauen, bevor die nächste Telefonkonferenz startet. Die dann praktischerweise viel kürzer ist als angenommen, so dass ich danach tatsächlich noch ein bisschen zum „richtigen“ Arbeiten komme.

In Gedanken hatte ich eigentlich beschlossen, das Auto nun stehen zu lassen und das Kind zu Fuß vom Kindergarten abzuholen. Beim Rausgehen jedoch siedend heiß festgestellt, dass es ohne Einkauf kein Abendessen geben wird. Also doch schnell die Kiste und das Pfand, das ich noch tragen kann, eingepackt und mit dem Auto los. Abholen klappte relativ schnell (Ich hab nur etwa 5x „Schuhe anziehen“ und 7x „Jacke anziehen“ gesagt). Mehrfach versucht, dem Kind den Unterscheid zwischen Pfand und Altglas zu erklären, weil sie unbedingt ihren kleinen Korb (unser Altglas ist in einem großen Korb) entleeren wollte und sich dafür auf den Einkaufswagen stellen wollte (was nur beim Pfand geht). Naja, sie hat dann das Pfand gemacht. Beim Altglas hab ich später so blöd geparkt, dass ich mich beeilen musste und sie gar nicht zum Zuge kam. Eingekauft, dabei spontane Essensänderung von Tempura-Gemüse auf wärmendes Chilli con Carne beschlossen. Zuhause das dafür nötige Essen hochgetragen und gleich mal angesetzt. Dann dem Kind endlich sein neues Pixi-Buch vorgelesen, das sie (wohl) vom Kindergarten geschenkt bekommen hat. Der Mann kündigte sich für 18.00 an, ich wuselte noch ein bisschen durch Küche, deckte den Tisch und zeigte dem Kind seinen U-Pass, weil sie nach ihrem „Babypass“ fragte. Großer Renner ist hier im Moment ein Buch aus der Kindheit des Mannes, „Peter, Ida und Minimum“ in dem eine Familie ihr drittes Kind bekommt und die älteren Kinder aufgeklärt werden. Die Kinder spielen dann mit ihren alten Babypässen.

Der Mann kam durchgefroren und wir aßen zusammen. Das Kind verlangte Sandmännchen und war schon recht müde, obwohl es noch gut 20 Minuten bis dahin waren. Ich schlug vor, dass sie auch schon den Maulwurf vorher schauen könne, wenn sie Schlafanzug anhat und Zähne geputzt hat. Der Mann erbarmte sich und zog das mit ihr durch, alleine kann sie sich da schlecht aufraffen. Ich rief meine Schwester an, weil wir ein paar finanzielle und organisatorische Dinge bezüglich der Wohnung meines Vaters und dem bevorstehenden Umzug meiner Mutter zu klären hatten. Und dann musste ich auch schon los zu ersten Stunde meines Geburtsvorbereitungskurses. Zu dem ich mal wieder zu spät kam, weil Parkplätze an der Ecke schwierig und die Beschilderung etwas irritierend war.

Die Hebamme macht einen netten und erfahrenen Eindruck, die anderen Teilnehmerinnen auch, zumindest was den ersteren Aspekt angeht. Erfahren ist nur eine weitere Zweitgebärende. Nach Tee, Organisatorischem, einer Vorstellungsrunde und einigen Übungen war es dann auch schon wieder vorbei. Durch den Schnee zurück zum (nur) vollgeschneiten Auto, das diesmal einfach mit Scheibenwischern frei zu kriegen war. Zuhause den Mann den letzten Einkauf ausräumen lassen, ein paar Dinge besprochen und diesen Eintrag fertiggestellt. Und noch etwas Müsli gegessen, denn hungrig kann ich nicht schon wieder ins Bett gehen. Gute Nacht.

Mehr von diesem Tag gibt’s wie immer bei Frau Brüllen.