Augenblick, verweile doch…

20170221_112458Nein, ich bin nicht sentimental. Ich liebe es, meinen Kindern bei der Entwicklung zuzusehen, ihre eigene Freude an jedem Schritt weiter in diese Welt, in den Menschen hinein, der sie sein werden. Ich möchte auch nicht immer nur Babys hier haben, nein ich bin ganz furchtbar gespannt auf diese großen Kinder.

Aber manchmal, da liege ich abends neben so einem schlafenden Baby. Das liegt da, wie gemalt, ist erschöpft von einem neuen Tag voller Abenteuer und Entdeckungen. Und da möchte ich ganz kurz die Zeit anhalten und diesen Augenblick abspeichern für immer. Dieses überquellende Gefühl der Liebe und Fürsorge, das Gefühl des Gebrauchtwerdens, dieses Gefühl des kleinen, kuschligen Babys in meinem Arm möchte ich konservieren und hervorholen können, wenn mir streitende und heulende Kinder mal die Nerven strapazieren werden.

Kinder, Kinder

kinderDie Große schwitzt wie Papa. Die Kleine ist ein Kaltfuß wie Mama. Die Kleine ist kitzelig wie Papa. Die Große ist mutig wie Mama. Die Kleine hat empfindliche Augen wie Mama. Die Große hat blaue Augen, weder wie Mama noch wie Papa, dafür Oma und Opa und Tante. Die Kleine hat dunkle Augen wie Papa. Die Große plappert wie Opa. Die Kleine schläft wie ihre Tante, ausgiebig. Sie sehen sich ähnlich, und dann doch wieder nicht. Jeder ein Mensch für sich, mit einem besonderen Platz in meinem Herz.

Manchmal bin ich einfach so erstaunt über diese Kinder, die einfach so zu uns kommen. Diese Kinder, die wir gemacht haben, ohne (große) Anstrengung und jetzt einfach da sind. So sind, wie sie sind und nicht anders. Neue Menschen. Wenn man genau drüber nachdenkt ist das total irre.