2 Monate

Baby_2MonateWie ist in den letzten 2 Monaten aus dem Neugeborenen nur dieses süße, richtige Baby geworden? Du guckst interessiert durch die Gegend und kannst über das ganze Gesicht strahlen. Deine Grimassen sind immer noch sehr lustig, von empört bis strahlend, von Drama bis quengelig. Manchmal ändert sich das in Sekunden. So langsam lernen wir uns kennen. Ich weiß Dein Keckern und Meckern, Dein Brüllen und Deine Mimik zu deuten -meistens. In den letzten Wochen hast Du viele Haare verloren und mauserst Dich zum Glatzköpfchen. Ich bin gespannt, ob Du auch hell wirst wie die Große oder dunkel bleibst (wie Deine Eltern). Im Gegensatz zu Deiner großen Schwester bist Du nicht ganz so verfressen und nuckelbedürftig. Du schreist die Brust an, wenn dir eher nach schlafen ist. Hunger und Schlaf hängen nicht ganz so unmittelbar zusammen, aber ein gefüllter Bauch macht es einfacher.
Das Schlafen klappt insgesamt ganz gut. Manchmal fällt es dir zwar schwer in den Schlaf zu finden, da hilft oft das Tuch und manchmal ist Musik die Letzt Rettung. Die Nächte werden immer besser. Du hast nun auch schon mal 6 Stunden am Stück geschlafen, ich hoffe das bleibt so. Tagsüber bist du nun deutlich wacher, brauchst aber mindestens eine längere Schlafphase, meist über Mittag. Oft lege ich Dich auf Deine Decke und wir quatschen dann ein bisschen. Oder Deine große Schwester bespaßt dich. Seit ein paar Tagen hab ich nun auch den Spielbogen herausgeholt, den du wohlwollend betrachtest und auch schon versuchst zu benutzen. Trubel findest Du nicht so gut, vor allem am Abend macht sich das bei Dir bemerkbar und Du musst Deinen Frust mal herausschreien. Aber es war ja auch viel los im letzten Monat: Erst hatte Deine große Schwester Geburtstag, dann kam Deine Tante zu Besuch. In der ersten Woche ohne den Papa ist die Große gleich mal krank geworden und wir haben einige gemeinsame Arztbesuche hinter uns. Gott sei Dank bist Du gesund geblieben. Dann haben wir die EInweihung der alten Krippe gefeiert und am Tag danach endlich den Geburtstag von Deiner Schwester. Am Montag danach hast Du fast den ganzen Tag verpennt und kaum etwas gegessen – da war wohl Erholung notwendig. Die letzte Woche haben wir dann unser volles Programm zum ersten Mal durchgezogen. Puh, das ist ganz schön anstrengend. Ich bin sehr froh, dass Deine Oma uns gelegentlich das Auto gibt, denn ohne ist es ganz schön anstrengend mit Euch Zweien. Aber es ist auch faszinierend, wie schnell Du selbstverständlicher Teil unseres Alltag geworden bist und wie schwer es mir jetzt schon fällt, ein Leben ohne Dich vorzustellen. Du machst es uns leicht durch Deine süße und ruhige Art. Wenn Du einen mit Deinen riesigen blauen Augen anschaust kann man Dich nur liebhaben, meine kleine Tochter.

Wegen Wochenende ohne Wlan und Rechner wurde dieser Artikel rückdatiert. 

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#Pinkgalore – ein Prinzessinnengeburtstag

Nichts beibt einem erspart. Das große Mädchen wünschte sich einen Prinzessinnengeburtstag. Und weil sie in den Ferien Geburtstag hatte, gleich zwei Mal. Es folgt eine Schlacht aus Buttercreme und Fondant.

Blaubeer-Muffins mit Buttercreme-Herzen und Kronen-Wimpeln.

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Meine erste Fondant-Torte. Grundlage ist ein Kasimir und Frippe Kuchen, bestrichen mit Buttercreme. Die Verzierung ist aus eingefärbtem Marzipan. kuchen23

Zum Kindergeburtstagsfest gab es auch noch eine Fondant-Torte. Diesmal nahm ich gekaufte Tortenböden und wir machten eine Buttercreme für die Füllung. Dieses Mal hab ich den Fondant auch verkackt. Ich hab ihn einfach nicht dünn ausrollen können, hätte sicherlich mehr gebraucht und so ist er an einigen Stellen gerissen. Ich habe das mit der Deko etwas kaschiert, aber perfekt ist was anderes.

torte

Für diese einfachen Schoko-Muffins mit Glasur habe ich Kronen-Deko aus Fondant ausgestochen und verziert. Muffins

Spontan habe ich auch noch ein paar Ülätzchen gebacken, da die meist besser ankommen als Torte und zum Teil auch Muffins. Und so war es dann auch: Während von den Muffins die Hälfte und von der Torte ein Viertel (trotz anwesender Eltern) übrig waren, waren die Plätzchen schon nach einer Stunde alle. Es sind simpelste Ausstechplätzchen mit Zuckerguss-Deko.

plätzchen

Als kleines Bespaßungprogramm gab es für die kleinen Gäste noch Kronen-Basteln: Ich hatte Aufkleber und Glitzersteine gekauft. Die wurden auf Kronen aus goldenem (dickerem) Geschenkpapier geklebt. basteln

Anschließend wurden die Kronen mit Gummiband am Kopf befestigt.

kronen

Und diese hübsche Schmetterlings-Girlande habe ich bei Hema gekauft.

girlande

Das war ein schöner Geburtstag. Aber ich bin auch froh, dass der nächste Kindergeburtstag erst in 10 Monaten ansteht. Bis dahin lass ich auch die Finger von dem Fondant-Zeug.

101 Dinge in 1001 Tagen

Wirwachsen_101_2Ich habe mich mal wieder im Internet von etwas anstecken lassen. Es hatte Listen. Die man Abhaken kann. Deshalb mache ich jetzt 101 Dinge in den nächsten 1001 Tagen. Demnächst wird also unter #1001Tage der ein oder andere Post erscheinen. Es ist nicht nur ein kleines Lebensprojekt, auch so was wie ein Redaktionsprojekt, da ich alle erledigten Punkte hier verbloggen möchte. Zeit dafür habe ich bis zum 11. Januar 2019. Also, los geht’s! Hier ist die Liste: 101 Dinge in 1001 Tagen. 

12 von 12 im April

Der Tag begann mit einem Blick aus dem Fenster während ich die Morgenwindel beseitigte. Das große Kind stand ein paar Minuten später auf. Mit nasser Hose.20160412_064107

Puh, dabei sollte das auch so schon ein anstrengender Morgen sein, denn endlich stand die Geburtstagsfeier im Kindergarten an, nach 3 Wochen warten, wegen Ferien und krank und anderen Geburtstagen. Also noch schnell die Glasur auf den Kuchen.

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Dann den ganzen Kuchen eingepackt und los in den Kindergarten. Danach gibt’s ein Frühstück für mich und dann müssen wir auch schon wieder los, meine Nachuntersuchung steht an.

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Das Wartezimmer machte heute seinem Namen alle Ehre. #wazifubo

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Das Kind wird hie und da gestillt, bis ich endlich auf den Stuhl darf.

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Spontan schau ich bei einer Freundin um die Ecke vorbei auf einen Tee und ein kurzes Babydate.

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Auf dem Weg nach hause entdecke ich diese Schnecke hoch im Baum. Was für ein beschwerlicher Weg da hoch…

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Kurze Pause bis zum Abholen. Wenigstens die Spülmaschine ausräumen.

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Beim Abholen kann das große Kind nicht von seinem neuen Spielzeug lassen, das sie sich aus der Schatztruhe ausgesucht hat.

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Der Mann hat spontan essen improvisiert, zusammen  mit der Salsa, die die Schwiegermutter aus Costa Rica mitgebracht hat, echt lecker.

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Restekuchenkrümmelvernichtung. Damit man nicht ständig Zeug an den Socken hängen hat.

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Den Wäscheberg bezwingen. Ich schaffe die Hälfte bevor das kleine Kind von der Großen geweckt wird…

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Der Rest des Tages bestand aus Babyrumtragen und versuchen, diesen Artikel noch zu schreiben.

 

Mehr gibt’s wie immer hier.

klein, kleiner, am kleinsten

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Liebe Bekleidungsindustrie, habt ihr eigentlich einen Knall?

Die einseitige, gegenderte Farbgebung regt mich ja schon seit mehr als 4 Jahren auf. Als ob es keine schönen Farben jenseits von fifty shades of pink and blue gäbe. Oder habe ich neue Gesetzgebung verpasst, die geschlechtskonform farbige Kleidung vorschreibt? Das war jedenfalls einer der wesentlichen Gründe, mich selbst an die Nähmaschine zu setzen. Neben den gesellschaftlichen Aspekten (zum Beispiel hier) finde ich rosa und blau auch aus ästhetischen Gründen extrem beschränkt.*

Diesen Text hab ich aber eigentlich angefangen, um mich mal ausführlich über diese merkwürdige Größenpolitik bei Kinderkleidung zu beschweren. Und ja, ich hab große und schwere Kinder, aber alle im Normbereich. Wie kann es da sein, dass ich meiner 6 Wochen alten Tochter, die noch keine 60cm gross ist, einen 68er Strampler (siehe Bild) anziehe. Der am Po schon ein bissl kneift? Da steht drin “6-9 Monate”. Ich fühle mich etwas verar*t. Ich habe bis auf einen Body alle 56er nach 2 Wochen weggeräumt und bin gerade dabei viele 62er auszusortieren. Und das gilt nicht nur für die Kleinen, das geht immer so weiter. Das große Kind, bei der U8 vor wenigen Wochen 104 cm gemessen, trägt bereits zu kleine Strumpfhosen in 110/116. Die Kinder in der Ottobre, die 116 tragen sind 6 Jahre alt. Meine ist 3 (gewesen).20160409_182947
Oder hier ein Kleid/Pulli (??) in 122! Was soll das? Irreführung?  Unfähigkeit zu gradieren? Ich verstehe es nicht.

Ein bisschen googeln zeigt, dass es wohl keine verbindlichen Normen gibt. Ok, aber gelegentlich messen wäre schon nett, damit das ganze nicht allzu absurd wird.

Als Serviceteil hier mal meine Erfahrung, in Ergänzung zu dieser Auflistung, wie die Größen so bei unterschiedlichen Marken ausfallen:

H&M – meist groß, aber ich hab auch schon Bodies der gleichen Größe mit 2-3cm Unterschied in der Hand gehabt.

C&A – mit den Marken Babyclub und Palomino, fällt immer kleiner aus, mindestens 1 Größe.

Topolino (Ernstings Family) – eher kleiner und vor allem sehr schmal

Kanz – meistens größengerecht, tendenziell kleiner

Steiff – größengerecht

Sanetta – klein und schmal

TCM (Tchibo) – größengerecht

Sigikid – größengerecht

Alana (DM)  – eher kleiner

Pusblu (DM) – eher kleiner, aber z.T. sehr unterschiedlich

Hema – eher größer

Vertbauted – eher kleiner, vor allem kurze Ärmel

Petit Bateaux– eher kleiner

 

Gerne weitere Ergänzungen in den Kommentaren.

 

* Da reg ich mich auf, und beide Mädels tragen hier rosa und pink. Das gibt es hier auch, vor allem geschenkt von den Omas und Großtanten. Aber es regt mich insbesondere die Auschließlichkeit dieser Farbgebung, inkl. der Betonung des “das sei nur so natürlich” auf. 

friday fives

fieberEs ist mal wieder dringend Zeit für Dankbarkeit. Die letzte Woche verlief überhaupt nicht wie geplant. Statt einem sanften Start in den Alltag ohne Mann, hat uns die große Tochter eine kleine Krankheitswelle überrollt. Aber in allem Unglück gibt es auch immer Glück und genügend Anlässe dankbar zu sein:

Genügsame Kranke – Die große Tochter hat es erwischt, Fieber, Schmerzen, Fertigness. Ich hab sie seit Jahren nicht mehr so krank gesehen. Aber sie war echt tapfer, hat die meiste Zeit im Bett gelegen und Hörspiele bis zum Erbrechen gehört. Und jetzt mussten wir auch noch die geplanten Geburtstagsfeiern absagen.

Schlafendes Baby – Das Baby hat das alles so super mitgemacht, immer im richtigen Moment geschlafen und sich erst einen schwierigen Tag geleistet, als es der Großen wieder besser ging.

Helfende Mutter – Der Plan, eine helfende, babysittende Mutter vor Ort zu haben, ist voll aufgegangen. Autolos, weil der Mann seit neustem das Auto zur Arbeit braucht, darf ich mir ihres ausleihen, weil ich die Logistik mit 2 Kindern, davon ein krankes, noch nicht drauf hab. Sehr dankbar, nicht alleine da zu stehen und für ein paar Stunden “nur” mit Baby.

Gesunde Tochter – Nach dieser Woche mit einem kranken Kind, bin ich soso dankbar, dass ich bisher ein relativ gesundes Kind habe. Ich kann die ernsten Krankheiten an einer Hand abzählen, auch wenn der Winter von einer Dauerrotznase begleitet wird.

Aufmerksamer Mann – Auch wenn er einen anstrengende Rückkehr ins Arbeitleben hatte, kümmerte er sich abends sofort um die Große oder die Kleine, je nachdem wer es nötiger hatte, machte jeden Abend die Kinder bettfertig und kümmerte sich noch um liegengebliebene Haushaltsdinge.

Mehr gibt es bei Nadine von Buntraum.

Tagebuchbloggen – WMDEDGT im April

DSC_4955Der Tag “startete” mit dem ersten Stillstopp um 4 Uhr. Ich registriere, dass der Mann mal wieder ausgewandert ist und mir das große Kind dagelassen hat. Um 7 Uhr wachen wir Mädels auf, eine Runde Familienkuscheln. Wir haben es nicht eilig, das Kind ist krank. Nach einer Streptokokken-Infektion ist das Kind zu Hause. Ihr ging es zwar schon besser, ziemlich schnell sogar nach dem Antibiotika, aber gestern Abend hatte sie doch wieder Fieber. Das Baby muss gewickelt werden. Vor dem 2. Stillstopp mache ich dem Kind ein Brot, dass es mit in sein Zimmer nimmt. Sie ist voll im Hörspiel-Fieber und seitdem auch mal länger alleine in ihrem Zimmer. Um kurz nach 8 Uhr erreiche ich den Kinderarzt und kriege einen Termin für 11.30 Uhr. Ich lese ein bisschen im Internet, während das Baby stillt. Während das wache Baby vom Kind bespaßt wird, frühstücke ich, das klappt wirklich gut so langsam.

Das große Kind und ich schauen uns ausführlich ein Tierbuch an. Sie kann wirklich schon viele Tiere, aber das Chamäleon ist neu für sie. Wir schauen nach Videos um den Farbwechsel genauer zu sehen und landen bei einem Film über Chamäleons in Griechenland. Eine Kackwindel unterbricht uns und ist die Gelegenheit, die Kinder anzuziehen. Für mich reicht es nicht, denn der 3. Stillstopp wird lautstark eingefordert. Danach ist das Baby offensichtlich müde, kann aber nicht sofort einschlafen. Weil nun langsam der Arztbesuch ansteht muss ich mich unter Protest des Babys anziehen. Im Maxis Cosi wird es dann von der großen Schwester geschaukelt, weil ich noch ein paar Dinge zusammen suchen muss. Im Auto ist es eingeschlafen und verschläft netterweise den kompletten Termin.

Wir warten nur kurz im Wartezimmer. Wie schon vermutet, hat das Kind wohl einen Virusinfekt, aber zur Sicherheit wollen sie noch mal den Urin untersuchen. 2 Versuche Pipi zu machen scheitern, wir kriegen den Becher mit nach Hause, müssen später noch mal hin. Ich hoffe, dass sie bis Ende der Woche wieder gesund ist, denn es steht am Samstag ihre Kindergeburtstagsparty ins Haus.

Das Baby schläft zu Hause weiter, also schnell Mittagessen, ein bissl Küche machen und dem kranken Kind Bücher vorlesen. Während ich telefoniere, um die weiteren Wochenplanung mit Familie abzuklären, wachte das kleine Mädchen auf. 4. Stillstop inklusive Unterbrechung durch Windeln. Das große Kind ist gleich wieder in Bett verschwunden, hat aber immerhin 2 Brote, ein bisschen Gurke und Möhre gegessen. Zwischendurch setze ich Karoffeln für das Abendessen auf und stelle fest, dass wir immernoch keinen Feta für den geplanten Auflauf haben, den ich gestern vergass dem Mann auf den Zettel zu schreiben.

Ich mache Tee, damit sie mehr trinkt. 1 Stunde bevor die Praxis wieder aufmacht, muss sie endlich. Aber blödes Timing, weil das nicht älter als 1 Stunde sein darf. Wir müssen danach noch zu meiner Mutter, das Auto zurückbringen. Ich will das nutzen, ihr und der Nachbarin endlich Bilder und Dankeskarten mitzubringen. Ich schreibe die 2 Karten. Dazu sortiere ich die entwicklten Bilder. Die Große reisst sich gleich einige unter den Nagel und sortiert auch ihrer Schwester einige Bilder zu. Als ich die dann wieder einstecke, weil die Kleine ja noch nichts damit anfangen kann, ist das Geheule plötzlich groß. Wir wandern für den nächsten Stillstopp und Kuscheln mit der jammrigen Großen aufs Sofa.

Meine Schwester ruft an, wir müssen ein paar Dinge besprechen. Dabei fällt der Großen ein, dass sie nun aufs Klo muss. Wir vertagen uns kurz und endlich haben wir das Pipi. Ich rufe meine Schwester zurück und wir gehen noch ein paar Dinge durch, auch weil ich gleich zu meiner Mutter fahre. Endlich gebe ich die Tante weiter an die schon quengelnde Große und packe derweil das schlafende Baby in den Maxi Cosi, was sie auch mit macht. Der Tante werden unterdessen all die Tiere aus dem Tierbuch vom Vormittag aufgezählt, bis ich fertig bin zur Abreise.

Beim Kinderarzt dürfen wir zugucken, wie ein Teststäbchen in den Urin gelegt wird. Alles gut. Lustigerweise hatte die Große beim gestrigen Hebammenbesuch diese Stäbchen gesehen und gefragt wofür die seien. Jetzt weiß sie es.

Weiter durch den Feierabendverkehr zu meiner Mama, der Mann schreibt, dass er auch schon unterwegs nach Hause ist. Meine Mutter hat eine kleine Agenda, was zu besprechen ist. Ich setzte mich zum nächsten Stillstopp aufs Sofa, das Baby ist pünktlich zur Ankunft aufgewacht. Es gibt ein paar Dinge wegen der Wohnung zu regeln, aber wir werden ständig von der Großen unterbrochen, die sich auf die Aufmerksamkeit der Oma gefreut hatte und jetzt schon wieder nicht bespielt wird. Meine Mutter hat praktischerweise den fehlenden Feta vorrätig, wenigstens muss keiner mehr einkaufen. Das Baby macht die Windeln voll (wie immer, bei der Oma…). Nach einer Besichtigung des Gästezimmers und Kellers hinsichtlich weiterer To Dos ist es 6 Uhr und wir müssen dringend aufbrechen.

Das Baby schläft wieder ein, so kann ich zu Hause gleich mit dem Essenmachen fortfahren, das der Mann begonnen hat. Er bezieht derweil das Bett der Großen zusammen mit ihr neu. Als die Kleine dann aufwacht trägt er sie herum bis sie wieder schläft. Als der Auflauf im Ofen ist, stille ich und lege das Baby dann auf die Decke, während ich den Tisch decke. Da macht sie wieder die Windel voll. Diese geht auf Papa. Dann ist endlich das Essen fertig. Die Große findet das “ekelig”, lässt sich dann doch zum Probieren überreden, aber spuckt es wieder aus. Sie ist wohl zu müde zum Essen. Dafür liegt sie dann mit der Kleinen auf der Decke, so dass ich wenigstens eine kleine Portion essen kann, bevor ich nachfüllen kann, was gerade in der Windel gelandetet ist. 8. Stillstopp. Der Mann isst auf, während für das Kind das verpasste Sandmännchen auf meinem Laptop läuft. Dann bringt er die Große ins Bett.

Während das Baby isst und einschläft, suche ich nach einem Geburtstaggeschenk für meine Tante. Ich habe eine schicke Jelly Roll für die Nähbegeistere gefunden, muss aber leider feststellen, dass der Shop im Urlaub ist. Genau diese Jelly Roll passte aber wegen der Schildkröten so super. Leider finde ich keinen anderen deutschen Shop mit diesem Muster. Der Mann kommt vom Bettgehenbringen wieder. Ich nutze die Gelegenheit die Kleine in den Stubenwagen zu legen und noch mein restliches Abendessen zu essen. Und weil sie so schön weiterschläft komme ich tatsächlich dazu, diesen langen Text zu schreiben. Sie quäkt immer mal wieder, lange hab ich wohl nicht mehr, dann steht der letzte Stillstopp des Tages an. Also, jetzt schnell bettfertig machen.

Mehr gibts wie immer bei Frau Brüllen, die immer am 5. eines Monats fragt: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? 

Anna & Elsa

DSC_4958Ich bin kein großer  Fan von Disney – mehr. Die Filme und Serien, die vielen Figuren haben meine eigene Kindheit geprägt: Mickey Mouse Hefte, das lustige Taschenbuch, Donald Duck und seine Neffen waren regelmäßige Begleiter, später dann auch die Filme: der König der Löwen, Aladdin, die Schöne und das Biest, Arielle… Mit der zunehmenden Digitalisierung wurden die Figuren irgendwie platter und auch die Geschichten eindimensionaler. Nur die Kooperation mit Pixar rettete es ein bisschen. 2006 (uh, 10 Jahre fast) hatte ich dann so eine Real Life Erfahrung mit Disney: einen Team Building Ausflug während eines Praktikums in den USA in Orlando. Ich werde wohl das “have a magical day” am Ende jeder Nachfrage, wann denn nun endlich unsere Zimmer zu beziehen sind, nie vergessen. Der Tag war nämlich überhaupt nicht magical gewesen. Insgesamt ein erhellender Einblick in die etwas künstliche amerikanische Kultur.

Von Frozen hörte und las ich nur, ich sag Fasching die Kleider und hatte alle meine Vorteile bestätigt: billiger Prinzessinnen-Schmu. Ein paar andere Meinungen sickerten durchs Netz zu mir. Der sei ja gar nicht so sexistisch und ausserdem wäre Anna die wahre Heldin, auch wenn alle sich als Elsa verkleiden wollen. Und dann kam das Kind in den Kindergarten und seit Fasching sind Anna und Elsa hier großes Thema. Aber irgendwie nur so secondhand: Keiner von uns beiden wusste genau, worum es geht. Um meine Neugier endlich zu befriedigen und damit das Kind endlich mal richtig mitreden kann, gab es die Eiskönigin nun vom Osterhasen.

Insgesamt bin ich positiv überrascht: Auch wenn die Figuren äußerlich sehr klischeehaft sind, Prinzessinnen mit schönen Kleidern und Wespentaille, starke Männer und alle glauben, es müsse die Liebe zu einem Mann sein, die die Erlösung bringt, ist die Botschaft am Ende eine andere. Es ist die Schwesternliebe, die gewinnt. Dieses feste Band ist unzerstörbar, ist eben die ganz besondere Beziehung, die am Ende sogar über der vermeintlich “wahren Liebe” steht. Außerdem besteht der Film den Bechedel-Test, was man von vielen “Erwachsenen-Filmen” nicht sagen kann. Allerdings muss ich sagen, dass die gerade 4-Jährige doch ein bisschen überfordert war, mit der Handlung, aber auch mit der Länge. Ich musste immer wieder anhalten und ihre Fragen beantworten. Wir werden wohl noch eine Weile bei den eher kurzen Episoden von Shaun das Schaf, Conny und Laura bleiben. Für komplexere Filme haben wir ja noch ein bisschen Zeit. Ich bin sehr gespannt, ob ihr dann die oben genannten Klassiker auch noch gefallen.

April

20160216_170055Ein bisschen Vorauschau und Vorfreude auf den nächsten Monat, inspiriert von Frau Frische Brise.

War der März vollgepflastert mit Terminen und vor allem Geburtstagen, erscheint der April dagegen gähnend leer – bisher. Im April werde ich (dennoch)

… den Alltag nach Wochenbett und Krankheit wieder aufnehmen

… das erste Mal zum Kinderturnen und Musikschule mit Baby (und ohne Auto) fahren

… das erste Mal mit dem Fahrradanhänger fahren

… einen Kindergeburtstag ausrichten

… den Balkon frühlingstauglich herrichten

… mich mit den Teilnehmerinnen des Geburtsvorbereitungskurses und ihren Babys treffen

… mit der großen Tochter zum Ballett-Kurs gehen, weil sie sich das so sehr wünscht

… mir einen Kärcher kaufen und Fenster putzen

… Ausprobieren, ob dieses neue Kind die Flasche nimmt